Curling-EM: Schweizer Männer und Frauen starten mit Siegen
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Curlingteams sind erfolgreich in die Europameisterschaft im tschechischen Ostrava gestartet. Die Männer um Skip Marco Hösli fertigen Spanien am Mittwoch mit 11:1 ab. Auch die Frauen mit Skip Alina Pätz überzeugen und gewinnen gegen Deutschland mit 4:2. Damit steht die Schweiz in beiden Wettbewerben nach den ersten Einsätzen ohne Niederlage da.
Für das Team Hösli ist es ein Auftakt nach Mass. Die vier EM-Debütanten vom CC Glarus schreiben bereits im ersten End vier Steine und bauen den Vorsprung anschliessend kontinuierlich aus. Nach sechs Ends und dem Zwischenstand von 11:1 geben die Spanier auf. Bereits am Mittwochabend folgt die Begegnung mit Gastgeber Tschechien.
Die Schweizer Frauen haben ihre zweite Aufgabe ebenfalls erfolgreich bewältigt. Nach dem deutlichen 8:3 gegen Tschechien vom Dienstag lassen Alina Pätz und ihre Mitspielerinnen auch Deutschland beim 4:2 keine entscheidende Chance. Besonders wertvoll sind diese Siege wegen des neuen Turniermodus: Nur die beiden besten Teams jeder Sechsergruppe erreichen die Halbfinals.
Viererhaus bringt die Männer früh auf Kurs
Besser hätte die Europameisterschaft für Marco Hösli kaum beginnen können.
Gegen Spanien gelingt dem Schweizer Quartett bereits im ersten End ein Viererhaus. Der frühe Vorsprung nimmt dem Aussenseiter die Möglichkeit, die Partie ausgeglichen zu gestalten.
Die Schweiz erhöht in den folgenden drei Ends auf 9:0. Erst im fünften Durchgang kommt Spanien mit Skip Sergio Vez zum ersten und einzigen Punkt.
Mit einem Zweierhaus im sechsten End stellt Team Hösli auf 11:1. Danach beendet Spanien die Begegnung vorzeitig.
Der klare Sieg ist für die Mannschaft vom CC Glarus besonders wertvoll, weil die Spieler erstmals gemeinsam an einer Europameisterschaft teilnehmen.
Marco und Philipp Hösli führen das Schweizer Team
Zur Schweizer Männerformation gehören die Brüder Marco und Philipp Hösli sowie Simon Gloor und Justin Hausherr. Jonas Feierabend steht als Ersatzspieler bereit.
Marco Hösli übernimmt die taktische Verantwortung als Skip. Philipp Hösli spielt die letzten Steine.
Die EM-Teilnahme wurde möglich, weil das Schweizer Spitzenteam um Yannick Schwaller auf einen Start verzichtete.
Hösli und seine Mitspieler hatten zuletzt ebenfalls international überzeugt. Beim Grand-Slam-Turnier in Victoria erreichten sie den Halbfinal.
Dort unterlagen sie dem norwegischen Team um Magnus Ramsfjell. Den Turniersieg sicherte sich anschliessend Schwaller mit einem 7:3 im Final gegen Norwegen.
Der Schweizer Grand-Slam-Triumph in Kanada unterstreicht die Breite des heimischen Männercurlings.
Alina Pätz gewinnt auch gegen Deutschland
Bei den Frauen setzt sich der erfolgreiche Turnierstart fort.
Nach dem 8:3 gegen Gastgeber Tschechien vom Dienstag bezwingt die Mannschaft um Skip Alina Pätz am Mittwoch Deutschland mit 4:2.
Die Schweizerinnen kontrollieren die Begegnung und geraten auf dem Weg zum zweiten Gruppensieg nicht ernsthaft unter Druck.
Bereits beim Auftakt gegen Tschechien hatte das Team mit einem Viererhaus im zweiten End die Grundlage für den Erfolg gelegt. Nach sieben Ends war die Begegnung entschieden.
Gegen Deutschland genügt eine deutlich niedrigere Punkteausbeute, um den nächsten Sieg einzufahren.
Neue Mannschaft nach der Ära Tirinzoni
Alina Pätz spielt erstmals bei einer Europameisterschaft als Skip der neu zusammengestellten Schweizer Frauenformation.
Mit ihr stehen Selina Witschonke, Stefanie Berset und Renée Frigo auf dem Eis. Nadine Bärtschiger gehört als Ersatzspielerin zum Kader.
Pätz bringt grosse internationale Erfahrung mit. Vor der EM in Ostrava hatte sie bereits neun Europameisterschaften bestritten und zweimal den Titel gewonnen.
Die neue Mannschaft startete überzeugend in die Saison. Ihre ersten drei Turniere auf der World Curling Tour gewann sie allesamt.
Beim ersten Grand-Slam-Turnier erreichte die Formation den Viertelfinal.
Die bisherigen Ergebnisse in Ostrava bestätigen, dass sich das Quartett trotz der neuen Rollenverteilung schnell gefunden hat.
Neues EM-Format erhöht den Druck
Die Europameisterschaft wird vom 27. Oktober bis 1. November ausgetragen.
Erstmals nehmen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen zwölf Mannschaften teil. Diese werden jeweils auf zwei Gruppen mit sechs Teams verteilt.
Jede Mannschaft absolviert fünf Gruppenspiele. Nur die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe erreichen direkt die Halbfinals.
Die Frauen spielen in Gruppe A gegen Tschechien, Deutschland, Italien, Norwegen und Lettland.
Die Männer treffen in Gruppe B auf Spanien, Tschechien, Schweden, Polen und Norwegen.
Nach der Gruppenphase werden am Samstag die Halbfinals ausgetragen. Die Medaillenentscheidungen folgen am Sonntag.
Für beide Schweizer Teams folgen wichtige Prüfungen
Am Mittwochabend um 19.00 Uhr spielt die Männerformation gegen Gastgeber Tschechien.
Am Donnerstag um 14.00 Uhr wartet mit Schweden ein besonders anspruchsvoller Gegner. Danach folgen Polen und Norwegen.
Die Frauen treffen am Donnerstag bereits um 9.30 Uhr auf Italien. Am Abend um 18.30 Uhr folgt die Begegnung mit Norwegen.
Zum Abschluss der Gruppenphase steht am Freitag das Spiel gegen Lettland auf dem Programm.
Beide Schweizer Mannschaften haben sich mit ihren bisherigen Erfolgen eine gute Ausgangslage geschaffen. Ob daraus eine Medaille wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert