International

Ceferin tritt 2027 erneut zur UEFA-Wahl an

Aleksander Ceferin stellt sich 2027 erneut zur Wahl als UEFA-Präsident. Der Slowene hat damit seine frühere Ankündigung, nach Ablauf der aktuellen Amtszeit nicht mehr kandidieren zu wollen, revidiert. Nach Angaben der UEFA baten ihn alle 55 europäischen Nationalverbände einstimmig darum, für eine letzte Amtszeit anzutreten. Ceferin bestätigte seinen Entscheid am Donnerstag bei einem Treffen der Präsidenten und Generalsekretäre der 55 UEFA-Mitgliedsverbände in Berlin. Die Wahl findet am 22. April 2027 beim 51. Ordentlichen UEFA-Kongress in Astana in Kasachstan statt. Der 58-Jährige führt den europäischen Fussballverband seit September 2016. Die Personalentscheidung fällt in eine politisch hochbrisante Phase des Weltfussballs. UEFA und ihre europäischen Mitgliedsverbände erhöhen gleichzeitig den Druck auf die Führung der FIFA und verlangen tiefgreifende Reformen. Auch der asiatische Fussballverband AFC sucht inzwischen das Gespräch über Veränderungen bei der FIFA-Führung.

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Tresoldi lässt Klopp und Mancini warten

Nicolò Tresoldi bleibt im Tauziehen zwischen Deutschland und Italien vorerst bei seiner Linie. Der 22-jährige Stürmer des FC Brügge bestätigte Gespräche mit Jürgen Klopp und Roberto Mancini, will sich aber erst nach der U21-EM 2027 endgültig für eine A-Nationalmannschaft entscheiden. Bis dahin konzentriert er sich vollständig auf Deutschlands U21. Tresoldi bezeichnet sein Verhältnis zu beiden Ländern als ausgeglichen. Er wurde in Cagliari geboren, wuchs bis zu seinem 13. Lebensjahr in Italien auf und wechselte danach nach Deutschland. Seit 2022 durchlief er mehrere deutsche Nachwuchsauswahlen. Weil er noch kein Pflichtspiel für eine A-Nationalmannschaft bestritten hat, bleibt eine spätere Entscheidung zwischen Deutschland und Italien weiterhin möglich. Sowohl Klopp als auch Mancini haben bereits persönlich mit ihm gesprochen. Deutschland sieht in Tresoldi einen Kandidaten für die Zukunft des A-Teams, Italien möchte den Angreifer ebenfalls gewinnen. Mancini sucht im Rahmen seines Neuaufbaus der italienischen Nationalmannschaft gezielt nach jungen Spielern mit Entwicklungspotenzial.

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Ronaldo würdigt Messi nach dessen Nati-Abschied

Cristiano Ronaldo hat nach Lionel Messis Abschied aus der argentinischen Nationalmannschaft öffentlich Respekt gezollt. Unter Messis emotionalem Abschiedspost schrieb der Portugiese, dass dessen Geschichte mit Argentinien für immer bleiben werde. Nach fast zwei Jahrzehnten sportlicher Rivalität ist die Botschaft ein bemerkenswertes Zeichen gegenseitiger Anerkennung. Messi hatte einen Tag nach seinem letzten Länderspiel nochmals ausführlich auf seine Zeit mit der Albiceleste zurückgeblickt. Er erklärte, dass sich der Rücktritt für ihn richtig anfühle, und bedankte sich bei seiner Familie, seinen Mitspielern, Trainern, den Fans und auch bei Diego Maradona. Im letzten Spiel gegen Benin verabschiedete sich der 39-Jährige mit einem Tor und zwei Assists beim 3:0 im Monumental. Ronaldo reagierte darauf mit einer kurzen, aber klaren Botschaft. Er würdigte Messis lange Karriere für Argentinien und schrieb, dieser habe seinen ganzen Respekt für das, was er mit der Nationalmannschaft erreicht habe. Messis Abschied im Monumental war bereits am Vorabend zu einem der emotionalsten Momente des Fussballjahres geworden.

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Sneijder über Van Persie: Auf dem Platz Freunde, privat nicht

Wesley Sneijder hat überraschend offen über sein Verhältnis zu Robin van Persie während der gemeinsamen Zeit in der niederländischen Nationalmannschaft gesprochen. Auf dem Platz hätten beide hervorragend funktioniert, privat sei von Freundschaft dagegen keine Rede gewesen. Sneijder erklärte sogar, dass er ausserhalb des Fussballs praktisch nicht mit Van Persie gesprochen habe. Sportlich bildeten die beiden über viele Jahre eine der wichtigsten Achsen der niederländischen Nationalmannschaft. Sneijder agierte meist als offensiver Mittelfeldspieler hinter Mittelstürmer Van Persie. Der frühere Inter-Star beschreibt das Verhältnis deshalb als rein professionell: Beide hätten gewusst, dass sie sich auf dem Platz brauchten, um Spiele zu gewinnen. Persönliche Nähe sei dafür nicht nötig gewesen. Sneijder betont, dass beide ihre Distanz akzeptiert hätten und trotzdem gemeinsam für Oranje funktionierten. Der ehemalige niederländische Rekordnationalspieler steht sinnbildlich für eine Generation, die 2010 bis in den WM-Final vorstiess. Die heutige Nationalmannschaft befindet sich dagegen längst in einer neuen Ära und wird inzwischen von Xavi Hernández geführt.

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David Silva kehrt mit 40 Jahren zurück

David Silva schnürt mit 40 Jahren nochmals die Fussballschuhe. Der frühere spanische Welt- und Europameister hat beim Supreme Sha Tin in der Hong Kong Premier League unterschrieben und kehrt damit mehr als drei Jahre nach seinem Karriereende in den Profifussball zurück. Der Klub bestätigte den spektakulären Transfer offiziell. Silva hatte seine Karriere im Juli 2023 beendet, nachdem er sich in der Vorbereitung mit Real Sociedad einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Nun wagt der frühere Mittelfeldstar von Valencia und Manchester City ein überraschendes Comeback in Asien. Supreme Sha Tin kündigte an, dass Silva in Kürze in Hongkong eintreffen, sich einer Fitnessbeurteilung unterziehen und danach ins Mannschaftstraining einsteigen soll. Für den Aufsteiger ist die Verpflichtung ein aussergewöhnlicher Coup. Supreme Sha Tin liegt nach vier Meisterschaftsspielen mit drei Punkten auf Rang acht. Silva soll dem Klub sportlich und international zusätzliche Strahlkraft verleihen. Seine erfolgreichste Klubzeit verbrachte er bei Manchester City, wo er zwischen 2010 und 2020 zu den prägenden Figuren gehörte. Der englische Spitzenklub steht aktuell vor ganz anderen Herausforderungen, doch Silvas sportliches Erbe bei City bleibt unbestritten.

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Asienverband sucht Gespräch mit Infantino

In der Debatte um die Führung der FIFA schlägt der asiatische Fussballverband AFC einen versöhnlicheren Kurs gegenüber Gianni Infantino ein. AFC-Präsident Salman bin Ibrahim Al Khalifa hat dem FIFA-Präsidenten vorgeschlagen, gemeinsam über Reformen der Governance-Strukturen zu beraten. Konkret bringt er eine interne Arbeitsgruppe ins Spiel, die mögliche Veränderungen innerhalb der bestehenden FIFA-Strukturen prüfen soll. Damit reagiert die AFC auf die seit Wochen anhaltende Auseinandersetzung um die Entscheidungsprozesse beim Weltverband. Auslöser war insbesondere das inzwischen aufgegebene Projekt FIFA Forward Enterprise, mit dem die kommerziellen Aktivitäten der FIFA neu organisiert und teilweise für private Investoren geöffnet werden sollten. Mehrere Verbände und Konföderationen hatten die Abläufe scharf kritisiert. Salman schlägt nun einen anderen Weg vor als jene Stimmen, die eine externe Überprüfung verlangen. Nach Informationen von The Athletic vertritt der AFC-Präsident die Auffassung, dass innerhalb der FIFA genügend Erfahrung vorhanden sei, um mögliche Reformen selbst zu erarbeiten. Damit entsteht unmittelbar vor der nächsten Sitzung des FIFA-Councils am 15. Oktober in Zürich eine neue Gesprächsbasis. Infantino selbst hatte zuvor eine unabhängige externe Prüfung der FIFA-Governance vorgeschlagen.

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Arda Turan soll Montella als Türkei-Coach beerben

In der Türkei zeichnet sich ein Trainerwechsel ab. Nach Medienberichten soll der türkische Fussballverband die Trennung von Vincenzo Montella bereits beschlossen haben, als Favorit auf dessen Nachfolge gilt Arda Turan. Offiziell bestätigt hat die TFF weder Montellas Entlassung noch eine Einigung mit Turan. Der 39-Jährige steht derzeit bei Schachtar Donezk unter Vertrag und besitzt dort einen Kontrakt bis Sommer 2027. Türkische und italienische Medien berichten dennoch übereinstimmend, dass Turan ganz oben auf der Kandidatenliste des Verbandes steht. Diskutiert wird sogar eine ungewöhnliche Lösung, bei der er zunächst gleichzeitig Schachtar und die türkische Nationalmannschaft betreuen könnte. Der mögliche Wechsel wäre die direkte Konsequenz aus der sportlichen Krise unter Montella. Die Türkei verlor alle vier bisherigen Nations-League-Spiele und steht mit null Punkten am Tabellenende der Gruppe A1. Bereits nach dem 0:3 gegen Belgien war der Druck auf Montella massiv gestiegen, das anschliessende 1:3 gegen Italien verschärfte die Situation nochmals.

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Ramon Vega will FIFA-Präsident werden

Ramon Vega greift nach dem höchsten Amt im Weltfussball. Der frühere Schweizer Nationalspieler hat angekündigt, bei der FIFA-Präsidentenwahl 2027 gegen Amtsinhaber Gianni Infantino anzutreten. Damit meldet sich erstmals öffentlich ein Herausforderer für die Wahl vom 18. März 2027 in Rabat. Der 55-Jährige verbindet seine Kandidatur mit einem umfassenden Reformprogramm. Vega fordert mehr Transparenz, stärkere unabhängige Kontrollen und eine weniger stark auf den Präsidenten zugeschnittene Machtstruktur. Sein Ziel sei es, die Glaubwürdigkeit der FIFA wiederherzustellen und die verschiedenen Interessengruppen des Weltfussballs stärker einzubeziehen. Aus Schweizer Sicht erhält die Ankündigung zusätzliche Brisanz: Vega und Infantino sind Schweizer, gleichzeitig ist auch die Haltung des Schweizerischen Fussballverbandes noch offen. Der SFV überprüft seine bisherige Unterstützung für Infantino und hat für die Wahl im kommenden März noch keinen endgültigen Entscheid bekannt gegeben.

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Türkei soll Trennung von Montella beschlossen haben

Die Amtszeit von Vincenzo Montella als türkischer Nationaltrainer steht offenbar unmittelbar vor dem Ende. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu gemeinsam mit der Verbandsspitze die Trennung vom Italiener beschlossen haben. Offiziell bestätigt hat der türkische Fussballverband den Trainerwechsel bislang allerdings noch nicht. Auslöser ist die sportliche Talfahrt der vergangenen Monate. Nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft verlor die Türkei auch alle vier bisherigen Spiele der Nations League. Auf das 0:1 gegen Frankreich folgten das 1:4 gegen Italien, das 0:3 in Belgien und zuletzt die 1:3-Niederlage in Bologna gegen die Italiener. Mit null Punkten und 2:11 Toren steht die Türkei abgeschlagen am Tabellenende der Gruppe A1. Damit handelt es sich gegenüber den bisherigen Diskussionen um Montellas Zukunft um eine neue Entwicklung. Nach dem 0:3 in Belgien war der Druck auf Montella bereits massiv gestiegen, nun soll die TFF-Führung laut der türkischen Zeitung Milliyet die Konsequenzen beschlossen haben. Solange die offizielle Bestätigung des Verbandes fehlt, bleibt Montella formell jedoch Nationaltrainer.

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Klopps Start spaltet die deutsche Presse

Jürgen Klopps erste vier Spiele als deutscher Bundestrainer haben in Deutschland noch keine Euphorie ausgelöst. Ein Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage bedeuten lediglich fünf Punkte in der Nations League. Während die Resultate deutlich kritisiert werden, erkennen mehrere deutsche Medien bereits Fortschritte in Spielweise, Intensität und Mannschaftsstruktur. Besonders der 2:0-Sieg gegen Serbien hatte die Stimmung kurzfristig gedreht. Deutschland dominierte in München, führte zur Pause durch Tom Bischof und legte durch Florian Wirtz nach. Das aggressive Gegenpressing und die hohe Intensität erinnerten erstmals deutlich an den Fussball, für den Klopp während seiner Klubkarriere bekannt geworden ist. Das anschliessende 0:0 in Griechenland bremste die aufkommende Euphorie allerdings sofort wieder. Die Bilanz bleibt damit durchwachsen. Nach dem 1:1 in den Niederlanden und der 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland folgten der Sieg gegen Serbien und die torlose Revanche in Thessaloniki. Deutschland steht mit fünf Punkten lediglich auf Rang drei der Gruppe A2 und muss im November um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen.

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Ronaldo packt aus: Harte Vorwürfe gegen Jorge Jesus

Cristiano Ronaldo hat sein Schweigen im eskalierten Streit mit Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus gebrochen. In einer ausführlichen Erklärung schildert der 41-Jährige erstmals seine Version der Ereignisse, wirft Jesus gleich zweimal Wortbruch vor und entschuldigt sich gleichzeitig für seine vorzeitige Abreise aus dem Nationalteam. Eine Rückkehr zur Seleção schliesst Ronaldo ausdrücklich nicht aus. Nach Ronaldos Darstellung hatte Jesus ihm bereits vor dem Nations-League-Lehrgang einen klaren Einsatzplan zugesichert. Demnach sollte Ronaldo das erste und das letzte Spiel bestreiten, während seine Belastung dazwischen gesteuert würde. Vor der Partie in Norwegen habe Jesus dann überraschend gefragt, ob er für 30 Minuten bereit sei. Ronaldo sagte zu, wärmte sich ab der Halbzeit auf – wurde jedoch nicht eingewechselt. Für den portugiesischen Captain war dies nach eigener Darstellung der erste Bruch einer klaren Absprache. Zwei Tage später habe es ein ausführliches Gespräch zwischen Ronaldo, Jesus und Simão Coutinho gegeben. Dabei sei vereinbart worden, dass Jesus die Situation öffentlich erklären und mehrere Punkte richtigstellen werde. Ronaldo sagt, dafür sei sogar ein Dokument mit acht Punkten erstellt worden. Als Jesus bei der anschliessenden Pressekonferenz aus Ronaldos Sicht völlig anders auftrat, sei das Vertrauen endgültig zerstört gewesen. Daraufhin verliess Ronaldo das portugiesische Camp.

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Uruguay überrollt Indien mit 6:1

Uruguay hat seine Asienreise mit einem deutlichen Erfolg abgeschlossen. Die Mannschaft von Trainer Diego Forlán setzte sich am Dienstagabend in Kolkata mit 6:1 gegen Indien durch. Maximiliano Araújo traf doppelt, während Darwin Núñez, Rodrigo Zalazar, Juan Manuel Sanabria und Rodrigo Aguirre die weiteren Tore erzielten. Uruguay ging bereits in der 12. Minute durch einen Penalty von Núñez in Führung. Indien antwortete jedoch überraschend: Anirudh Thapa nutzte in der 22. Minute eine Gelegenheit zum 1:1 und sorgte vor 37'307 Zuschauern im Vivekananda Yuba Bharati Krirangan kurzzeitig für grosse Begeisterung. Nur sechs Minuten später stellte Araújo mit dem 2:1 die Führung für den Favoriten wieder her. Nach einer wetterbedingten Unterbrechung wegen eines Gewitters übernahm Uruguay endgültig die Kontrolle. Für die Celeste war die Partie zugleich der Abschluss des Länderspielfensters in Asien. Nach dem 4:1 gegen Südkorea gelang der Mannschaft damit der zweite klare Sieg innerhalb weniger Tage.

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Messi verabschiedet sich unter Tränen von Argentinien

Lionel Messi hat seine aussergewöhnliche Karriere in der argentinischen Nationalmannschaft mit einem emotionalen Abschied im Estadio Monumental beendet. Beim 3:0 gegen Benin erzielte der 39-Jährige selbst den letzten Treffer und bereitete die beiden anderen Tore vor. Bereits während der Nationalhymne konnte Messi neben seinen drei Söhnen die Tränen nicht zurückhalten. Mehr als 85'000 Zuschauer erlebten in Buenos Aires Messis 208. und endgültig letztes Länderspiel. Nach einer torlosen ersten Halbzeit traf zunächst Nicolás Otamendi, danach erhöhte Nicolás Paz. Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet Messi selbst per Penalty. Damit beendet der Weltmeister seine internationale Karriere nach 21 Jahren mit 126 Toren für die Albiceleste. Der Abend war von Beginn an vollständig auf den Abschied des Captains ausgerichtet. Auf dem Rasen lag ein riesiges Trikot mit der Nummer 10 und einer Dankesbotschaft, ehemalige Weggefährten und Messis Familie waren im Stadion. Nach dem Abpfiff folgte eine grosse Abschiedszeremonie, bei der Messi nochmals zu den Fans sprach und seine Emotionen kaum verbergen konnte.

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Montella kämpft weiter – Verband hält noch zu ihm

Vincenzo Montella steht bei der Türkei so stark unter Druck wie kaum zuvor in seiner Amtszeit. Drei Niederlagen aus drei Nations-League-Spielen, heftige Kritik von Fans und Medien und nun ausgerechnet das Rückspiel gegen Italien: Der 52-Jährige denkt trotzdem nicht ans Aufgeben. Auch der türkische Fussballverband hält bislang an seinem Nationaltrainer fest. Die sportliche Bilanz ist brutal. Nach dem 0:1 gegen Frankreich verlor die Türkei zuhause 1:4 gegen Italien und anschliessend 0:3 in Belgien. Mit null Punkten und 1:8 Toren liegt der WM-Teilnehmer abgeschlagen am Tabellenende der Gruppe A1. Bereits beim Italien-Spiel in Bursa forderten Teile des Publikums lautstark Montellas Rücktritt, nach der Niederlage in Lüttich nahm der Druck nochmals zu. Montella will davon nichts wissen. Nach dem Belgien-Spiel erklärte er, die Mannschaft müsse sich weiterentwickeln, ihr Bestes geben und weiterarbeiten. Rückhalt besitzt der Italiener zumindest weiterhin beim Verband: Sein Vertrag läuft bis zum Ende der EM 2028, TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu hatte Montella selbst nach dem enttäuschenden WM-Auftritt öffentlich verteidigt und Kontinuität eingefordert. Hinter Montella liegen zudem persönlich schwere Monate: Im Juli starb seine Schwester Caterina nach einem schweren Unfall im eigenen Haus.

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Grasshopper Club Zürich verpflichtet Olaf Janssen als Cheftrainer bis Sommer 2027

Der Grasshopper Club Zürich freut sich, die Verpflichtung von Olaf Janssen als neuen Cheftrainer bekannt zu geben. Der 59-jährige Deutsche übernimmt die erste Mannschaft mit sofortiger Wirkung. Er unterzeichnet einen Vertrag bis Sommer 2027. Olaf Janssen bringt umfangreiche Trainererfahrung aus dem deutschen Fussball mit. Zuletzt stand er beim SV Sandhausen an der Seitenlinie. Davor war er viereinhalb Jahre lang bei Viktoria Köln tätig, wo er zum dienstältesten Cheftrainer der dritten deutschen Profi-Liga wurde, viermal den Mittelrheinpokal gewann und zahlreichen Nachwuchsspielern ihr Debüt in der ersten Mannschaft ermöglichte.

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Ronaldo-Streit eskaliert – Polizei greift bei Portugals Ankunft ein

Der Streit zwischen Cristiano Ronaldo und Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus sorgt nun auch ausserhalb des Platzes für heftige Szenen. Bei der Ankunft der portugiesischen Nationalmannschaft am Flughafen Francisco Sá Carneiro in Porto wurde Jesus von einem Anhänger massiv beschimpft. Als anschliessend auch unter den wartenden Fans ein Streit ausbrach, musste die Polizei eingreifen und die Beteiligten voneinander trennen. Portugal war nach dem 4:2-Sieg gegen Dänemark nach Porto gereist, wo sich die Mannschaft auf das Nations-League-Heimspiel gegen Norwegen vorbereitet. Beim Verlassen des Terminals richtete ein Ronaldo-Anhänger eine ganze Serie von Beschimpfungen gegen Jesus. Er warf dem Nationaltrainer unter anderem ein übergrosses Ego vor und erklärte lautstark, Jesus sei im Vergleich mit Cristiano Ronaldo "nichts wert". Zu einem bestätigten körperlichen Angriff auf den Trainer kam es jedoch nicht. Die Stimmung verschärfte sich zusätzlich, als sich andere Anhänger in die Diskussion einmischten und unterschiedliche Positionen zum Konflikt zwischen Ronaldo und Jesus vertraten. Beamte der PSP trennten die Beteiligten und sorgten dafür, dass die portugiesische Delegation sicher zum Mannschaftsbus gelangte. Die neue Eskalation folgt nur einen Tag nach Cristiano Ronaldos spektakulärer Abreise aus dem Nationalteam.

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Jesus blockt Ronaldo-Fragen ab – Portugal antwortet auf dem Platz

Portugal hat nach dem Wirbel um Cristiano Ronaldo die sportlich deutlichste Antwort gegeben: Die Seleção gewann in Kopenhagen 4:2 gegen Dänemark und steht nach drei Nations-League-Spielen bei der maximalen Ausbeute von neun Punkten. Nationaltrainer Jorge Jesus wollte nach der Partie kaum noch über den abgereisten Captain sprechen. Für ihn stand die Leistung seiner Mannschaft klar im Vordergrund. João Cancelo, Gonçalo Ramos, Vitinha und João Félix erzielten die portugiesischen Treffer. Dänemark kam durch Mikkel Damsgaard und Rasmus Højlund zweimal zum Ausgleich, doch Portugal blieb ruhig und setzte sich in der zweiten Halbzeit entscheidend ab. Jesus bezeichnete die Vorstellung als die beste unter seiner Leitung und hob vor allem hervor, wie konsequent seine Mannschaft die zuvor trainierten Abläufe umgesetzt habe. Die Fragen zu Ronaldo verschwanden damit trotzdem nicht. Der Superstar hatte die portugiesische Auswahl nach dem Konflikt um seine sportliche Rolle vorzeitig verlassen. Seine Abreise hatte bereits am Flughafen für weitere Aufregung gesorgt. Jesus vermied nach dem 4:2 jedoch jede neue Eskalation und wiederholte lediglich seinen Grundsatz: Spieler könnten unterschiedliche Rollen und unterschiedlichen Status besitzen, die Regeln seien aber für alle gleich.

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Italien muss bei Inacio aufpassen – Brasilien bleibt im Hintergrund

Samuele Inacio steht bei Italien plötzlich im Mittelpunkt einer heiklen Personalfrage. Der 18-jährige Offensivspieler von Borussia Dortmund gehört zwar zum erweiterten Kreis von Roberto Mancini, hat in der laufenden Nations League aber noch keine Pflichtspielminute erhalten. Sollte sich daran auch gegen die Türkei am Montag nichts ändern, bleibt die Tür für Brasilien weiter offen. Inacio wurde für die Partien gegen Belgien, die Türkei und Frankreich nominiert, schaffte es bislang aber nicht in ein Pflichtspiel. Beim 0:2 gegen Belgien und beim 4:1 in der Türkei kam er nicht zum Einsatz, für das heutige Spiel gegen Frankreich reiste er gar nicht mit nach Paris. Stattdessen blieb er mit acht weiteren Spielern in Coverciano und absolvierte dort ein eigenes Trainingsprogramm. Der Fall ist deshalb brisant, weil Inacio international noch nicht endgültig an Italien gebunden ist. Zwar debütierte er am 3. Juni beim Testspielsieg in Luxemburg für die Azzurri, doch es blieb bei einer Minute in einem Freundschaftsspiel. Mancini hält grosse Stücke auf den Dortmunder und will ihn behutsam heranführen. Beim 4:1 gegen die Türkei erhielten bereits mehrere junge Italiener ihre Chance – Inacio wartet dagegen weiter.

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