Dopingfall im Schweizer Basketball: Malyk Rebetez zwei Jahre gesperrt
von belmedia Redaktion Allgemein Basketball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Waadt Wallis Ⳇ Verbreitung
Der Schweizer Basketballspieler Malyk Rebetez ist wegen eines Verstosses gegen die Anti-Doping-Bestimmungen für zwei Jahre gesperrt worden. Das Schweizer Sportgericht stellte beim 23-Jährigen die Einnahme von Methylphenidat fest, einem Wirkstoff, der unter anderem im Medikament Ritalin enthalten ist. Das Gericht wertete den Verstoss nicht als vorsätzlich, aber als grob fahrlässig. Rebetez will den Entscheid vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS anfechten.
Die Dopingkontrolle fand im November 2025 statt. Dabei wurde im Körper des Walliser Basketballspielers die im Wettkampf verbotene Substanz Methylphenidat nachgewiesen. Rebetez erklärte, er habe wegen Kopfschmerzen versehentlich eine Tablette Ritalin anstelle eines Schmerzmittels eingenommen. Das Schweizer Sportgericht verhängte eine Sperre von zwei Jahren, die am 28. September 2026 begonnen hat.
Rebetez spielte in der vergangenen Saison für den BBC Nyon in der höchsten Schweizer Basketballliga. Die Sanktion betrifft sämtliche Sportarten und gilt weltweit auch für Funktionen im organisierten Sport. Damit hat der Entscheid erhebliche Folgen für die weitere Laufbahn des jungen Schweizers, der nach seiner Ausbildung in den USA in den heimischen Spitzenbasketball zurückgekehrt war.
Dopingkontrolle im November 2025
Der Fall geht auf eine Dopingkontrolle aus dem November 2025 zurück.
Bei der Analyse der Probe wurde Methylphenidat nachgewiesen. Die Substanz gehört zur Gruppe der Stimulanzien und ist im Wettkampf verboten.
Methylphenidat wird unter anderem zur Behandlung einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung eingesetzt und ist als Wirkstoff von Ritalin bekannt.
Rebetez erklärte im Verfahren, er habe aufgrund von Kopfschmerzen ein Medikament einnehmen wollen. Dabei habe er versehentlich zu Ritalin statt zu einem Schmerzmittel gegriffen.
Sportgericht stellt grobe Fahrlässigkeit fest
Für die Beurteilung war entscheidend, unter welchen Umständen die verbotene Substanz in den Körper des Spielers gelangt war.
Das Schweizer Sportgericht kam zum Schluss, dass Rebetez nicht vorsätzlich gehandelt hatte.
Allerdings wertete es sein Verhalten als grob fahrlässig. Athletinnen und Athleten tragen eine besondere Verantwortung dafür, welche Medikamente und Wirkstoffe sie einnehmen.
Das Gericht sprach deshalb eine zweijährige Sperre aus.
Die Sanktion gilt seit dem 28. September 2026 und betrifft nicht nur Basketballwettkämpfe, sondern grundsätzlich sämtliche Sportarten und Funktionen innerhalb des organisierten Sports.
Rebetez will den Entscheid anfechten
Der Basketballspieler akzeptiert das Urteil nicht und hat angekündigt, den Fall vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne zu bringen.
Dort kann die rechtliche und sportrechtliche Beurteilung erneut überprüft werden.
Der CAS ist die international zuständige Schiedsinstanz für zahlreiche Streitigkeiten im Sport, darunter auch Anti-Doping-Verfahren.
Für Rebetez steht viel auf dem Spiel. Eine zweijährige Unterbrechung seiner Karriere trifft ihn in einer Phase, in der er sich im Schweizer Spitzenbasketball etablieren möchte.
Vom Wallis über die USA in die Schweizer Liga
Malyk Rebetez stammt aus Monthey und wurde vor seiner Rückkehr in die Schweiz in den Vereinigten Staaten ausgebildet.
Er spielte zunächst für das State College of Florida und anschliessend für Casper College, wo er auch die Rolle des Captains übernahm.
Danach wechselte er zu den Augustana Vikings in der NCAA Division II.
Im Sommer 2025 verpflichtete der BBC Nyon den 188 Zentimeter grossen Schweizer als Verstärkung für seine Mannschaft in der höchsten Liga.
Der Guard kann sowohl auf der Position des Shooting Guards als auch als Spielmacher eingesetzt werden.
Auch auf internationaler Nachwuchsebene sammelte er Erfahrung. Bei den U20-Europameisterschaften 2021 und 2022 vertrat er die Schweiz.
Folgen für den Schweizer Basketball
Die Sperre betrifft einen Spieler, der sich nach seiner amerikanischen College-Ausbildung eine Laufbahn in der Swiss Basketball League aufbauen wollte.
Der BBC Nyon ist auch in der Saison 2026/27 Teil der höchsten Spielklasse. Die ersten Meisterschaftsrunden der Swiss Basketball League zeigen bereits einen intensiven Konkurrenzkampf zwischen den Schweizer Spitzenklubs.
Für Rebetez steht zunächst die sportrechtliche Auseinandersetzung im Vordergrund.
Der Fall verdeutlicht zugleich die Bedeutung der Medikamentenkontrolle im Leistungssport: Auch eine nicht vorsätzliche Einnahme kann erhebliche Konsequenzen haben.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert