Dortmund verspielt 2:0-Führung gegen Bremen
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Bundesliga Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Borussia Dortmund hat einen sicher geglaubten Heimsieg gegen Werder Bremen aus der Hand gegeben. Der Bundesliga-Tabellenführer führt am Freitagabend bis zur 88. Minute mit 2:0, muss sich nach zwei späten Gegentoren aber mit einem 2:2 begnügen. Ausgerechnet der frühere Dortmunder Niclas Füllkrug erzielt in der Nachspielzeit den Ausgleich. Damit endet die perfekte Startserie des BVB nach vier Siegen.
Daniel Svensson bringt die Mannschaft von Niko Kovac in der 80. Minute in Führung. Nico Schlotterbeck erhöht fünf Minuten später per Kopf auf 2:0. Doch Ludovit Reis verkürzt in der 88. Minute, ehe Füllkrug in der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einem Freistoss von Marco Grüll zum 2:2 einköpft.
Vor 81’365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park erlebt auch der Schweizer Nationaltorhüter Gregor Kobel eine bittere Schlussphase. Dortmund bleibt mit 13 Punkten aus fünf Spielen vorerst Tabellenführer. Bremen nimmt dank seiner beeindruckenden Aufholjagd einen wichtigen Auswärtspunkt mit und verbessert sich auf Rang vier.
Dortmund findet lange keine Lösungen
Die Gastgeber übernehmen von Beginn an die Spielkontrolle. Bremen steht jedoch kompakt und lässt zunächst kaum klare Möglichkeiten zu.
In der 37. Minute kommt Ludovit Reis nach einem Konter gefährlich zum Abschluss. Sein Schuss verfehlt das Dortmunder Tor nur knapp.
Danach wird der BVB aktiver. Marcel Sabitzer scheitert mit einem Freistoss knapp, wenig später verhindert Werder-Torhüter Karl Hein gegen Maximilian Beier die Führung.
Zur Pause steht es 0:0.
Svensson und Schlotterbeck treffen spät
Nach dem Seitenwechsel erhöht Dortmund das Tempo. Ethan Nwaneri kommt zu Abschlüssen, doch Bremen hält weiterhin dagegen.
In der 80. Minute gelingt endlich das 1:0. Daniel Svensson schliesst einen Angriff über Serhou Guirassy und Fabio Silva erfolgreich ab.
Fünf Minuten später scheint die Begegnung entschieden. Nico Schlotterbeck steigt nach einem Eckball hoch und köpft zum 2:0 ein.
Die Dortmunder Zuschauer feiern bereits den vermeintlich fünften Meisterschaftssieg hintereinander.
Füllkrug schockt seinen ehemaligen Verein
Doch Bremen gibt sich nicht geschlagen. Nach einem Dortmunder Ballverlust trifft Reis in der 88. Minute mit einem Distanzschuss über den Innenpfosten zum 2:1.
Die Gäste werfen anschliessend alles nach vorne.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit bringt Marco Grüll einen Freistoss in den Strafraum. Niclas Füllkrug steigt hoch und köpft den Ball zum 2:2 ins Tor.
Der ehemalige Dortmunder sorgt damit für den überraschenden Ausgleich. Der 33-Jährige hat inzwischen in vier aufeinanderfolgenden Bundesliga-Spielen getroffen.
Kobel erlebt eine bittere Schlussphase
Für Gregor Kobel ist das Remis besonders enttäuschend. Der Schweizer Nationaltorhüter hatte in den beiden vorangegangenen Bundesligaspielen gegen Paderborn und Stuttgart keinen Gegentreffer kassiert.
Auch gegen Bremen sieht es lange nach einem erfolgreichen Abend aus.
Beim Distanzschuss von Reis und beim freistehenden Kopfball von Füllkrug wird Kobel jedoch innerhalb weniger Minuten zweimal bezwungen.
Die zuvor starke Dortmunder Defensive lässt in der entscheidenden Phase die nötige Konsequenz vermissen.
Wie wichtig Kobel für die Mannschaft ist, hatte zuletzt der Auswärtssieg beim VfB Stuttgart gezeigt.
Kovac muss den späten Einbruch aufarbeiten
Trainer Niko Kovac ärgert sich nach dem Schlusspfiff auch über einzelne Schiedsrichterentscheidungen. Gleichzeitig muss sich Dortmund die beiden Gegentore in der Schlussphase selbst zuschreiben.
Die Mannschaft hatte das Spiel nach 85 Minuten scheinbar unter Kontrolle, verlor danach aber ihre defensive Ordnung.
Bereits am Mittwoch wartet in der Champions League das Auswärtsspiel bei Bodø/Glimt. Am 17. Oktober folgt die Bundesliga-Partie bei Union Berlin.
Für Werder Bremen ist der Punktgewinn ein weiterer Beleg für die Widerstandsfähigkeit unter Trainer Daniel Thioune. Die Mannschaft nimmt nach fünf Spieltagen acht Punkte mit und bleibt in Kontakt zur Spitzengruppe.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert