FC Zürich schlägt Meister Thun mit 4:2
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Super League Themen Zürich Ⳇ Verbreitung
Der FC Zürich gewinnt im Letzigrund gegen den amtierenden Meister FC Thun mit 4:2. Nach einem frühen Rückstand drehen Kevin Spadanuda und Bledian Krasniqi die Begegnung noch vor der Pause. Doron Lichtenstein und Philippe Kény bauen den Vorsprung nach dem Seitenwechsel aus. Für Thun ist es bereits die sechste Niederlage im zehnten Meisterschaftsspiel.
Simon Lengen bringt die Berner Oberländer nach einem Eckball in der 16. Minute in Führung. Spadanuda gleicht nach einer halben Stunde aus, Krasniqi erzielt sieben Minuten später das 2:1. Lichtenstein erhöht in der 64. Minute auf 3:1, ehe Thuns Jan Bamert nach einem VAR-Eingriff die Rote Karte sieht. Kény trifft zum 4:1, Dorian Derbaci verkürzt kurz vor Schluss.
Damit setzt sich die unterschiedliche Entwicklung der beiden Mannschaften fort. Zürich verbessert sich mit 14 Punkten vorläufig auf Rang vier. Der Schweizer Meister bleibt dagegen bei zehn Punkten und steckt nach dem überraschenden Titelgewinn der vergangenen Saison weiterhin in Schwierigkeiten.
Lengen bringt den Meister in Führung
Bei strömendem Regen im Letzigrund beginnt die Begegnung zunächst ausgeglichen. Die Gäste aus dem Berner Oberland nutzen ihre erste gute Standardsituation.
Nach einem Eckball landet der Ball bei Simon Lengen. Der Angreifer reagiert schnell und trifft in der 16. Minute zum 1:0.
Für Thun ist es der erste Saisontreffer nach einem Eckball. Zuvor waren 53 entsprechende Versuche erfolglos geblieben.
Die frühe Führung gibt dem Titelverteidiger zunächst Sicherheit. Zürich findet jedoch zunehmend besser ins Spiel und übernimmt die Kontrolle.
Spadanuda und Krasniqi drehen die Partie
In der 30. Minute gelingt dem FCZ der Ausgleich. Kevin Spadanuda verwertet einen Angriff über Emmanuel Umeh zum 1:1.
Nur sieben Minuten später schlägt Zürich erneut zu. Bledian Krasniqi zieht aus rund 20 Metern ab und trifft mit einem platzierten Distanzschuss zur Führung.
Die beiden Treffer innerhalb von sieben Minuten verändern die Ausgangslage vollständig. Thun muss nach dem Seitenwechsel einem Rückstand nachlaufen.
Lichtenstein trifft – Bamert fliegt vom Platz
In der 64. Minute sorgt Doron Lichtenstein mit einer gelungenen Einzelaktion für das 3:1. Der Rechtsverteidiger erzielt damit seinen ersten Treffer in der Super League.
Drei Minuten später folgt der nächste Rückschlag für den Meister. Thuns Ersatzcaptain Jan Bamert begeht ein hartes Foul.
Schiedsrichter Hajrim Qovanaj überprüft die Szene nach einem Hinweis des Videoassistenten und zeigt Bamert die Rote Karte.
Thun muss die verbleibende Spielzeit in Unterzahl bestreiten. Besonders bitter: Captain Marco Bürki fehlt weiterhin wegen einer Sperre.
Kény entscheidet die Begegnung
Zürich nutzt die numerische Überlegenheit und kontrolliert das Spiel. In der 77. Minute setzt sich Lichtenstein auf der rechten Seite durch und bringt den Ball in den Strafraum.
Philippe Kény steht richtig und erzielt das 4:1.
Die Gastgeber lassen anschliessend nichts mehr anbrennen. Erst in der 90. Minute gelingt Dorian Derbaci nach Vorarbeit von Fabio Fehr das zweite Thuner Tor.
Beim 4:2 bleibt es. Vor 11’505 Zuschauern feiert der FCZ einen wichtigen Heimsieg.
Thuns Titelverteidigung entwickelt sich schwierig
Der FC Thun war nach seinem historischen Meistertitel 2025/26 mit grossen Erwartungen in die neue Saison gestartet.
Doch die Mannschaft von Gian-Luca Privitelli findet bisher nicht zur Konstanz des Vorjahres zurück.
Bereits die defensiven Probleme nach dem Meistertitel hatten den schwierigen Saisonbeginn geprägt.
Nun steht Thun nach zehn Spielen bei drei Siegen, einem Unentschieden und sechs Niederlagen.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Am Donnerstag bestreiten die Berner Oberländer bei Twente Enschede ihre erste Partie in der Conference-League-Ligaphase. Zuvor wartet am 18. Oktober das Cupspiel in Schaffhausen.
Auch Zürich steht im Cup vor einer Aufgabe: Die Mannschaft von Marcel Koller reist zum FC Aarau.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert