Frauen-Nati will gegen Israel die Null halten
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Frauenfussball Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Frauen-Nati will im Rückspiel der WM-Playoffs gegen Israel vor allem defensiv überzeugen. Trotz des deutlichen 7:3-Erfolgs im Hinspiel ist Nationaltrainer Rafel Navarro mit der Abwehrleistung nicht zufrieden. Für die Begegnung am Dienstag, 13. Oktober 2026, in Sitten fordert der Spanier ein Spiel ohne Gegentor. Dafür kündigt er sowohl taktische als auch personelle Veränderungen an.
Im Hinspiel im ungarischen Mezőkövesd geriet die Schweiz nach einer frühen Führung zwischenzeitlich mit 1:2 in Rückstand. Auch nach dem Seitenwechsel gelang Israel nochmals der Ausgleich zum 3:3. Erst zwei Treffer von Riola Xhemaili und der späte Doppelpack von Lia Kamber sorgten für den klaren Schweizer Sieg. Sämtliche drei israelischen Tore erzielte Talia Sommer.
Die Schweizerinnen verfügen damit über vier Tore Vorsprung, wollen sich vor heimischem Publikum aber nicht auf diesem Polster ausruhen. Innenverteidigerin Viola Calligaris bezeichnet die drei Gegentore als Weckruf. Die Partie im Stade de Tourbillon beginnt um 19.30 Uhr. Bei einem Weiterkommen trifft die Schweiz in der zweiten Playoff-Runde auf Österreich oder Kosovo.
Navarro fordert eine bessere Absicherung
Sieben erzielte Tore und vier Treffer Vorsprung sind eine ausgezeichnete Ausgangslage. Dennoch hat Nationaltrainer Rafel Navarro nach dem Hinspiel gegen Israel deutlichen Verbesserungsbedarf festgestellt.
Vor allem die fehlende Absicherung bei Ballverlusten bereitete dem Spanier Sorgen. Die Schweiz rückte wiederholt mit vielen Spielerinnen auf und bot den Israelinnen dadurch Räume für Gegenangriffe.
Für das Rückspiel kündigt Navarro deshalb Veränderungen an. Er will mehr Spielerinnen einsetzen, die das Zentrum absichern und nach Ballverlusten schneller eingreifen können.
Konkrete Namen nennt der Nationaltrainer noch nicht. Die Anpassungen könnten sowohl das Mittelfeld als auch die defensive Organisation betreffen.
Nur einmal ohne Gegentor unter Navarro
Die Forderung nach einem Zu-null-Spiel hat einen statistischen Hintergrund.
Von den bisherigen neun Begegnungen unter Navarro gewann die Schweiz sechs. Allerdings gelang es der Mannschaft nur einmal, ohne Gegentreffer zu bleiben.
Beim 2:0 gegen Nordirland Anfang März funktionierte die defensive Abstimmung über die gesamte Spielzeit. In den weiteren Partien offenbarten sich immer wieder Schwächen.
Auch der spektakuläre 7:3-Auswärtssieg gegen Israel zeigte diese Probleme deutlich.
Beim ersten israelischen Treffer unterlief Torhüterin Livia Peng im Spielaufbau ein Fehlpass. Talia Sommer nutzte die Situation zum Ausgleich.
Später traf Sommer mit einem direkt verwandelten Freistoss und profitierte beim dritten Treffer erneut von Problemen in der Schweizer Abwehr.
Calligaris spricht von einem Weckruf
Innenverteidigerin Viola Calligaris teilt die Einschätzung ihres Trainers.
Die 30-jährige Spielerin von Atlético Madrid war mit den drei Gegentoren keineswegs zufrieden. Für das Rückspiel verlangt sie von ihren Mitspielerinnen mehr Konzentration und Konsequenz in den Zweikämpfen.
Calligaris spricht von einem Weckruf und warnt davor, aufgrund des deutlichen Hinspielergebnisses nachlässig aufzutreten.
Die Verteidigerin wünscht sich einen 4:0-Erfolg. Entscheidend ist für sie jedoch vor allem, dass die Schweizerinnen geschlossen verteidigen und keine einfachen Torchancen zulassen.
Offensive Qualität bleibt ein grosser Vorteil
Trotz der defensiven Probleme besitzt die Schweizer Mannschaft erhebliche offensive Qualität.
Riola Xhemaili erzielte im Hinspiel zwei Tore, darunter einen spektakulären Fallrückzieher. Auch die eingewechselte Lia Kamber traf zweimal.
Mit Géraldine Reuteler, Iman Beney und Sydney Schertenleib waren drei weitere Spielerinnen erfolgreich.
Diese Breite verschafft Navarro verschiedene Möglichkeiten, seine Startelf zu verändern, ohne wesentlich an offensiver Qualität zu verlieren.
Gerade gegen eine voraussichtlich offensiver auftretende israelische Mannschaft könnten sich erneut Räume für schnelle Schweizer Angriffe ergeben.
Österreich liegt im Parallelspiel vorne
Während die Schweiz in Sitten den nächsten Schritt machen will, fällt in Wien die Entscheidung zwischen Österreich und Kosovo.
Die Österreicherinnen gewannen das Hinspiel in Pristina mit 2:1. Louise Schöffel und Nicole Billa erzielten die Tore für die Mannschaft von Lars Søndergaard.
Das Rückspiel beginnt am Dienstag bereits um 18.00 Uhr.
Der Sieger dieses Duells trifft in der zweiten Playoff-Runde auf die erfolgreiche Mannschaft aus Schweiz gegen Israel.
Diese abschliessende europäische Runde findet zwischen dem 26. November und 5. Dezember statt.
Für Navarro und seine Spielerinnen zählt zunächst aber der Auftritt in Sitten. Ein defensiv überzeugender Sieg soll das Selbstvertrauen für die entscheidenden Begegnungen auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien stärken.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert