Fribourg Olympic gegen Riga: Europacup-Heimspiel unter Druck

Fribourg Olympic steht im FIBA Europe Cup vor einem richtungsweisenden Heimspiel. Der Schweizer Basketballmeister empfängt am Mittwoch, 4. November 2026, um 20.00 Uhr den lettischen Spitzenklub VEF Riga in der Halle St. Leonhard. Nach drei Niederlagen in vier Europacup-Partien benötigen die Freiburger einen Sieg, um ihre Chancen auf das Weiterkommen zu verbessern.

In der Gruppe H belegt Fribourg vor der fünften Spielrunde mit einem Sieg und drei Niederlagen den fünften Tabellenplatz. Gegner Riga steht mit zwei Erfolgen und zwei Niederlagen auf Rang drei. Der Rückstand auf die Letten beträgt einen Sieg. Besonders die deutlichen Auswärtsniederlagen in Oradea und Plovdiv haben die Ausgangslage für Olympic erschwert.

In der Schweizer Meisterschaft präsentiert sich der Titelverteidiger deutlich stabiler. Am vergangenen Samstag gewann die Mannschaft bei BBC Nyon mit 85:66 und festigte damit den zweiten Tabellenplatz hinter den Lions de Genève. Nun müssen die Freiburger beweisen, dass sie ihre nationale Form auch gegen internationale Konkurrenz abrufen können.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Europacup: Fribourg Olympic – VEF Riga, Mittwoch um 20.00 Uhr.
Austragungsort: Halle St. Leonhard in Freiburg.
Ausgangslage: Fribourg ist mit einem Sieg aus vier Spielen Gruppenvorletzter.
Letztes Ligaspiel: 85:66-Auswärtssieg bei BBC Nyon.
Schlüsselspieler: Chris Lykes, Boris Mbala und Adrien Moerman.
Was das bedeutet
Mit einem Heimsieg könnte Fribourg nach Erfolgen zu VEF Riga aufschliessen. Eine weitere Niederlage würde die Chancen auf die zweite Gruppenphase deutlich verschlechtern. Bereits am 11. November folgt das nächste Europacup-Heimspiel gegen Oradea.

Fribourg braucht mehr offensive Durchschlagskraft

Die bisherigen Resultate im FIBA Europe Cup zeigen, wo Olympic seine grössten Schwierigkeiten hat.

In Oradea unterlagen die Freiburger mit 67:93. Gegen Mykonos folgte eine 65:80-Heimniederlage. Besonders deutlich fiel das 83:95 bei Lokomotiv Plovdiv aus.

Der einzige Europacup-Sieg gelang gegen Neftchi aus Aserbaidschan mit 78:73.

Insgesamt erzielte Fribourg in den ersten vier Gruppenspielen 293 Punkte und kassierte 341. Das entspricht durchschnittlich 73,25 erzielten und 85,25 zugelassenen Punkten pro Partie.

Gegen Riga muss vor allem die Defensive stabiler werden. Die Letten haben in vier Begegnungen bereits 388 Punkte erzielt und gehören damit zu den offensivstärksten Mannschaften der Gruppe.

Chris Lykes soll das Freiburger Angriffsspiel beleben

Eine wichtige Rolle könnte Neuzugang Chris Lykes übernehmen.

Der 28-jährige amerikanische Point Guard wurde im Oktober verpflichtet. Mit einer Körpergrösse von 1,70 Metern gehört er zu den kleineren Spielern auf dem Parkett, zeichnet sich aber durch Schnelligkeit, Dribbling und offensive Kreativität aus.

Beim bisherigen Europacup-Einsatz erzielte Lykes 16 Punkte und verteilte sechs Assists.

Auch Boris Mbala ist offensiv gefordert. Der Schweizer Nationalspieler kam in seinen ersten drei Europacup-Auftritten auf durchschnittlich 10,7 Punkte und 5,7 Rebounds.

Routinier Adrien Moerman steuerte im gleichen Zeitraum durchschnittlich 10,3 Punkte und 8,3 Rebounds bei.

Vor allem unter den Körben wird Fribourg die Erfahrung des Franzosen benötigen.

Riga verfügt über gefährliche Offensivspieler

VEF Riga hat sich in der Gruppe H bisher deutlich treffsicherer präsentiert.

Die Letten gewannen gegen Lokomotiv Plovdiv mit 106:83 und setzten sich bei Neftchi mit 110:94 durch.

Gegen Oradea und Mykonos mussten sie dagegen Niederlagen hinnehmen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient Jordan Sears. Der amerikanische Guard erzielte in seinen ersten drei Europacup-Spielen durchschnittlich 21,3 Punkte und verteilte sechs Assists.

Ebenfalls gefährlich ist Luis Rodriguez mit durchschnittlich 18 Punkten und 5,3 Rebounds.

Fribourg muss verhindern, dass die lettischen Aussenspieler früh ihren Rhythmus finden. Gleichzeitig braucht Olympic eine bessere Wurfquote als in den bisherigen internationalen Begegnungen.

Nationaler Erfolg soll Selbstvertrauen geben

In der Swiss Basketball League läuft es für die Freiburger wesentlich besser.

Gegen BBC Nyon setzte sich Olympic nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit 85:66 durch. Zur Pause führte die Mannschaft lediglich mit 38:36.

Im dritten Viertel erzielten die Freiburger 25 Punkte und bauten ihren Vorsprung entscheidend aus. Das Schlussviertel gewannen sie mit 22:12.

Boris Mbala steuerte 13 Punkte bei.

Mit sechs Siegen aus sieben Meisterschaftsspielen liegt Fribourg weiterhin auf Rang zwei. Die Lions de Genève führen die Tabelle an.

Bereits zu Saisonbeginn zeigte sich, wie eng es an der Spitze zugehen kann. Die Genfer bezwangen den Meister im direkten Duell mit 71:64 und gehörten damit zu den ungeschlagenen Frühstartern der Meisterschaft.

Auch Genf kämpft um Europacup-Punkte

Fribourg Olympic ist nicht der einzige Schweizer Vertreter im FIBA Europe Cup.

Die Lions de Genève spielen in Gruppe G und stehen nach vier Partien bei zwei Siegen und zwei Niederlagen.

Für den Schweizer Klub-Basketball sind diese internationalen Auftritte ein wichtiger Gradmesser.

Fribourg benötigt gegen Riga vor allem defensive Konstanz und eine bessere offensive Effizienz. Der Heimvorteil in St. Leonhard könnte dabei entscheidend sein.

Nach der Partie gegen Riga empfangen die Freiburger am Samstag Pully Lausanne Foxes in der Meisterschaft. Vier Tage später folgt bereits das nächste Europacup-Duell gegen Oradea.

AKTUELLER STAND
FIBA Europe Cup 2026/27 – Gruppe H
Vor der fünften Spielrunde | 3. November 2026
Rang / Team Sp. S N Diff. Pkt.
1. Mykonos BC 4 4 0 +40 8
2. CSM Oradea 4 3 1 +40 7
3. VEF Riga 4 2 2 +28 6
4. Lokomotiv Plovdiv 4 2 2 −3 6
5. Fribourg Olympic 4 1 3 −48 5
6. Neftchi IK Baku 4 0 4 −57 4
Sp. = Spiele, S = Siege, N = Niederlagen, Diff. = Korbdifferenz, Pkt. = Tabellenpunkte.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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