Goore erlöst Gent gegen Aarhus mit spätem Kopfballtor
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Europa League Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
KAA Gent startet mit einem 1:0-Heimsieg gegen AGF Aarhus in die Conference League. Am Donnerstagabend, 15. Oktober 2026, entscheidet Hyllarion Goore die Begegnung mit einem Kopfball in der 87. Minute. Die Belgier belohnen sich damit für ihre offensive Überlegenheit und sichern sich vor heimischem Publikum drei wichtige Punkte.
Lange sieht es in der Planet Group Arena nach einem torlosen Unentschieden aus. Gent erspielt sich mehrere hochkarätige Möglichkeiten, doch Aarhus-Torhüter Mads Hedenstad verhindert wiederholt einen Rückstand. Auch der Pfosten steht den Gastgebern zunächst im Weg, ehe Goore eine präzise Flanke von Tiago Araújo verwertet.
Für Gent bedeutet der Erfolg einen gelungenen Auftakt in die europäische Ligaphase. Der belgische Klub gehört auch zum Programm des Schweizer Meisters FC Thun, der im Dezember nach Gent reisen muss. Die Berner unterlagen zum Auftakt Twente mit 0:1, während der FC Lugano gegen Roter Stern Belgrad mit 3:2 gewann.
Gent übernimmt früh die Kontrolle
Die Gastgeber gehen engagiert in ihre erste Conference-League-Begegnung der Saison. Trainer Rik De Mil setzt im Angriff auf Ibrahima Cissé, der die Defensive der Dänen mit seiner Beweglichkeit und körperlichen Präsenz vor Probleme stellt.
Die erste grosse Gelegenheit gehört ebenfalls Gent. Cissé kommt nach einer gelungenen Kombination zum Abschluss, scheitert jedoch an Torhüter Mads Hedenstad. Auch den anschliessenden Nachschuss von Michel-Ange Balikwisha kann der norwegische Schlussmann abwehren.
Aarhus bleibt bei seinen Gegenangriffen gefährlich. Nach einem Kopfball von Daníel Leó Grétarsson muss Mathias Delorge auf der Torlinie klären und verhindert damit die mögliche Führung der Gäste.
Gent reagiert mit weiteren Angriffen. Tiago Araújo findet Cissé mehrfach mit gefährlichen Hereingaben. Auch Jordan Torunarighas? Nein, Archie Brown? Die Abwehrspieler versuchen bei Standardsituationen, offensiv Akzente zu setzen. Besonders Jordan Torunarigha steht allerdings nicht mehr im aktuellen Gent-Kader.
Hedenstad hält Aarhus im Spiel
Nach der Pause erhöht Gent den Druck deutlich. De Mil bringt Mamadou Diallo für Siebe Van der Heyden und verändert damit seine Mannschaft.
Die Belgier kommen nun regelmässig zu guten Torchancen. Momodou Sonko taucht frei vor Hedenstad auf, doch der Torhüter reagiert hervorragend und verhindert den Rückstand.
Kurz darauf versucht Araújo sein Glück mit einem gefährlichen Aufsetzer. Wieder ist Hedenstad zur Stelle und lenkt den Ball aus der Ecke.
Auch Cissé bleibt glücklos. Der Angreifer trifft mit einem Kopfball nur den Pfosten. Wenige Minuten später kommt Diallo nach einer Hereingabe an den Ball, setzt seinen Versuch jedoch knapp neben das Tor.
Die Dänen verteidigen zunehmend tief und versuchen, das Unentschieden über die Zeit zu bringen.
Goore trifft drei Minuten vor Schluss
In der 66. Minute bringt De Mil Hyllarion Goore für Matties Volckaert ins Spiel. Der Wechsel erweist sich später als entscheidend.
Gent hält das Tempo hoch und sucht weiterhin über die Aussenbahnen den Abschluss. Die Gäste aus Aarhus konzentrieren sich auf die Defensive und setzen nur noch vereinzelt offensive Akzente.
In der 87. Minute fällt schliesslich der verdiente Führungstreffer.
Araújo schlägt eine präzise Flanke in den Strafraum. Goore steigt hoch und köpft den Ball aus zentraler Position in die linke Ecke. Hedenstad ist diesmal machtlos.
Die Erleichterung im Genter Stadion ist gross. Nach zahlreichen vergebenen Möglichkeiten erzielt der eingewechselte Angreifer den entscheidenden Treffer.
Aarhus versucht in den verbleibenden Minuten nochmals zu reagieren. Gent verteidigt jedoch konzentriert und bringt den knappen Vorsprung über die Nachspielzeit.
Thun trifft im Dezember auf Gent
Für den belgischen Klub ist der Erfolg ein wichtiger erster Schritt. In der Conference League qualifizieren sich die acht bestplatzierten Mannschaften direkt für das Achtelfinal. Die Teams auf den Rängen neun bis 24 bestreiten die K.-o.-Playoffs.
Mit dem ersten Sieg schafft Gent eine gute Ausgangslage für die weiteren fünf Begegnungen der Ligaphase.
Aus Schweizer Sicht ist besonders das kommende Duell mit dem FC Thun interessant. Die Berner gehören nach ihrem Meistertitel 2025/26 ebenfalls zu den 36 Teilnehmern.
Bereits die Auslosung der Conference-League-Gegner hatte für Thun eine anspruchsvolle europäische Kampagne angekündigt.
Nach der 0:1-Niederlage bei Twente muss die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli am 22. Oktober gegen Hajduk Split antreten. Gent reist gleichzeitig nach Portugal zu Sporting Braga.
Das direkte Duell zwischen Gent und Thun findet erst zum Abschluss der Ligaphase am 17. Dezember statt.
Aarhus braucht gegen Egnatia eine Reaktion
Für die Dänen ist die Niederlage besonders ärgerlich, weil sie bis kurz vor Schluss auf einen Punkt hoffen durften.
Torhüter Hedenstad zeigt eine starke Leistung und verhindert mit mehreren Paraden einen früheren Rückstand. Offensiv kann Aarhus dagegen nur selten für Entlastung sorgen.
Bereits am Donnerstag, 22. Oktober, bietet sich gegen KF Egnatia die nächste Gelegenheit, die ersten Punkte zu holen. Der albanische Meister startete mit einem 1:1 gegen den FC Midtjylland in den Wettbewerb.
Gent reist nach Braga und kann mit einem weiteren positiven Resultat seine Ausgangslage im Kampf um die K.-o.-Phase festigen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert