Gottéron bangt um Bertschy und Reber

Der erfolgreiche Start in die Champions Hockey League hat für Fribourg-Gottéron möglicherweise einen hohen Preis. Beim 4:2-Auswärtssieg gegen die Graz99ers mussten Christoph Bertschy und Jamiro Reber die Partie vorzeitig beenden. Besonders bei Bertschy besteht Grund zur Sorge: Der Freiburger Führungsspieler wurde im Nackenbereich getroffen und musste nach dem Spiel zur Untersuchung ins Spital gebracht werden.

Damit erhält die Verletzungssituation des Schweizer Meisters unmittelbar vor dem zweiten CHL-Spiel neue Brisanz.

Bereits am Samstag wartet auswärts der KAC Klagenfurt. Ob Bertschy und Reber dort eingesetzt werden können, ist derzeit offen.

Bertschy nach Spiel ins Spital

Am meisten Sorgen bereitet aktuell Christoph Bertschy.

Der 32-Jährige wurde während der Partie in Graz im Bereich des Nackens getroffen und konnte anschliessend nicht mehr weiterspielen.

Nach der Begegnung wurde Bertschy zur medizinischen Untersuchung ins Spital gebracht. Fribourg-Gottéron wollte sich zunächst nicht zur möglichen Schwere der Verletzung äussern.

Damit bleibt vorerst offen, ob es sich lediglich um eine Vorsichtsmassnahme handelt oder ob der Stürmer länger ausfallen könnte.

Für Gottéron wäre ein Ausfall besonders unangenehm. Bertschy gehört seit Jahren zu den wichtigsten Schweizer Spielern des Teams und übernimmt innerhalb der Mannschaft viel Verantwortung.

Reber schafft nur einen Shift

Auch Jamiro Reber musste den CHL-Auftakt praktisch sofort abbrechen.

Der 19-Jährige absolvierte lediglich einen einzigen Shift. Dabei wurde er getroffen, worauf Schmerzen im Bereich einer älteren Verletzung erneut auftraten.

Heute Freitag soll eine Untersuchung durch den Mannschaftsarzt Klarheit bringen.

Erst danach wird entschieden, ob Reber am Samstag gegen Klagenfurt wieder zur Verfügung stehen kann.

Gerade für den jungen Stürmer wäre ein erneuter Unterbruch bitter. Reber hatte sich während der Vorbereitung wieder an die Mannschaft herangearbeitet und sollte in dieser Saison den nächsten Schritt machen.

Marchon fehlte bereits gegen Graz

Nicht im Aufgebot stand in Graz Nathan Marchon.

Auch bei ihm macht sich eine ältere Verletzung wieder bemerkbar. Nach aktuellem Stand hofft Gottéron auf eine Rückkehr im Laufe der kommenden Woche.

Damit könnten dem Schweizer Meister am Samstag gleich mehrere Schweizer Stürmer fehlen.

Die Situation ist allerdings nicht nur negativ.

Henrik Borgström und Samuel Walser, die während der Vorbereitung ebenfalls verletzt gefehlt hatten, standen gegen Graz bereits wieder im Line-up.

Borgström bildete eine Linie mit Anthony Richard und Bertschy, Walser kam gemeinsam mit Yannik Boppart und Kevin Nicolet zum Einsatz.

Glauser und Schmid weiterhin im Aufbau

Unverändert fehlen Andrea Glauser und Sandro Schmid.

Beide arbeiten nach ihren Knieverletzungen aus der vergangenen Saison weiter an der Rückkehr. Bei Schmid ist die Entwicklung zuletzt positiv verlaufen, einen verbindlichen Termin für das Comeback gibt es jedoch weiterhin nicht.

Auch Glauser benötigt noch Zeit.

Damit bleibt die personelle Situation trotz der Rückkehr mehrerer Spieler angespannt – ausgerechnet jetzt, wo die Pflichtspiele begonnen haben.

Sportlich verlief der Auftakt dennoch erfolgreich. Gottéron setzte sich in Graz nach einer lange ausgeglichenen Partie mit 4:2 durch. Anthony Richard erzielte zwei Tore, Yannick Rathgeb traf ebenfalls.

Mehr zum erfolgreichen Saisonstart gibt es im Bericht über Gottérons 4:2-Sieg bei den Graz99ers.

Am Samstag folgt bereits die nächste Aufgabe in Österreich.

Bis dahin richtet sich der Blick allerdings weniger auf das Resultat als auf die medizinischen Nachrichten: Vor allem bei Christoph Bertschy hofft Gottéron nun auf Entwarnung.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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