Hockey-Nati muss dreimal umstellen – Mats Alge vor seinem Debüt
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Eishockey Graubünden Magazine nachrichtenticker.ch Nationalmannschaft News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Vereine Waadt Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft muss unmittelbar vor den NOCCO Hockey Games in Helsinki drei Änderungen vornehmen. Nationaltrainer Jan Cadieux verzichtet auf Iñaki Baragano, Luca Fazzini und Damien Riat. Dafür rücken Lukas Frick vom HC Davos, Mats Alge vom SC Bern und Axel Simic vom Lausanne HC ins Aufgebot. Für den 23-jährigen Alge ist es die erste Berufung in die A-Nationalmannschaft.
Die Swiss Ice Hockey Federation bestätigt die Anpassungen am Montag, 2. November 2026. Frick ersetzt Baragano in der Verteidigung, während Alge und Simic die beiden freien Plätze im Angriff übernehmen. Die Schweiz reist weiterhin mit zwei Torhütern, neun Verteidigern und 15 Stürmern nach Finnland. Das Aufgebot umfasst damit 26 Spieler.
Besonders interessant ist die zusätzliche Chance für einen jungen Schweizer Stürmer. Bereits im ursprünglichen Kader standen fünf Spieler vor ihrem ersten A-Länderspiel. Mit Alge erhöht sich diese Zahl auf sechs. Das Turnier gegen Finnland, Schweden und Tschechien dient Cadieux als erste internationale Standortbestimmung der Saison 2026/27.
Mats Alge erhält seine erste grosse Chance
Die Nachnomination von Mats Alge ist die auffälligste Personalentscheidung.
Der 23-jährige Stürmer des SC Bern darf erstmals mit der Schweizer A-Nationalmannschaft trainieren und reisen.
Für ihn bedeutet die Berufung einen wichtigen Karriereschritt. Alge erhält die Möglichkeit, sich gegen international erfahrene Spieler zu behaupten.
Cadieux hatte bereits bei der ursprünglichen Kadernominierung bewusst auf junge Schweizer Kräfte gesetzt.
Die ursprüngliche Berufung von fünf Neulingen unterstrich diesen Kurs. Nun kommt mit Alge ein weiterer Debütant hinzu.
Lukas Frick verstärkt die Verteidigung
In der Defensive übernimmt Lukas Frick den Platz von Iñaki Baragano.
Der Verteidiger des HC Davos bringt wertvolle Erfahrung aus der National League und aus früheren Einsätzen für die Schweiz mit.
Mit Frick, Dominik Egli und Sven Jung stehen nun drei Davoser Verteidiger im Aufgebot.
Dazu kommen aus dem Bündner Klub Torhüter Sandro Aeschlimann sowie die Stürmer Ken Jäger, Tino Kessler und Valentin Nussbaumer.
Insgesamt stellt der HCD damit sieben Nationalspieler und ist der am stärksten vertretene Klub im aktuellen Kader.
Axel Simic ersetzt Damien Riat
Auch der Lausanne HC muss eine personelle Änderung hinnehmen.
Damien Riat gehört nicht mehr zum Aufgebot. Stattdessen erhält sein Klubkollege Axel Simic eine Chance.
Der Stürmer ergänzt eine Offensive, in der weiterhin zahlreiche erfahrene Kräfte stehen.
Mit Sven Andrighetto, Denis Malgin, Christoph Bertschy und Grégory Hofmann verfügt Cadieux über Spieler mit internationaler Erfahrung.
Luca Fazzinis Ausfall trifft dagegen den HC Lugano. Der Tessiner Klub stellt nach seiner Absage keinen Spieler mehr für dieses Turnier.
Vom HC Ambri-Piotta bleibt Miles Müller im Schweizer Aufgebot vertreten.
Sechs Spieler vor ihrem ersten A-Länderspiel
Neben Mats Alge gehören fünf weitere erstmals nominierte Spieler zur Mannschaft.
In der Verteidigung sind dies Maximilian Streule von Fribourg-Gottéron und Jan Schwendeler von den ZSC Lions.
Im Angriff erhalten Dario Allenspach von den SCL Tigers, Keanu Derungs vom EHC Kloten und Jamiro Reber von Fribourg-Gottéron ihre Chance.
Nicht jeder Debütant wird zwangsläufig in allen drei Partien eingesetzt. Für Cadieux bietet das Turnier jedoch die Gelegenheit, verschiedene Formationen auszuprobieren und neue Spieler im internationalen Wettbewerb zu beobachten.
Zum Auftakt wartet Weltmeister Finnland
Die Schweiz beginnt das Turnier am Donnerstag, 5. November, um 17.30 Uhr gegen Gastgeber Finnland.
Es kommt damit zur Neuauflage des WM-Finals vom vergangenen Mai, den die Schweizer in Zürich mit 0:1 nach Verlängerung verloren hatten.
Am Samstag, 7. November, um 13.30 Uhr folgt das Spiel gegen Schweden.
Den Abschluss bildet am Sonntag, 8. November, ebenfalls um 13.30 Uhr die Begegnung mit Tschechien.
Alle drei Partien werden in der Veikkaus Arena in Helsinki ausgetragen. Die angegebenen Anspielzeiten entsprechen der Schweizer Zeit.
Helsinki als Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben
Mit den NOCCO Hockey Games beginnt für die Schweizer Männer die Euro Hockey Tour 2026/27.
Bereits im Dezember folgt mit den SWISS Ice Hockey Games in Zürich das nächste internationale Turnier.
Für Cadieux geht es deshalb nicht nur um die Ergebnisse in Helsinki. Auch die Entwicklung neuer Spieler und das Zusammenspiel zwischen erfahrenen Nationalspielern und Nachwuchskräften stehen im Mittelpunkt.
Im Mai 2027 wartet mit der Weltmeisterschaft in Deutschland der nächste grosse Höhepunkt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert