Josi kämpft vergeblich – Nashville verliert erneut im Penaltyschiessen
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch News NHL Orte Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen US-Sport Vereine Ⳇ Verbreitung
Roman Josi und die Nashville Predators finden in der NHL weiterhin keine Konstanz. In der Nacht auf Mittwoch, 28. Oktober 2026, verlieren die Predators gegen die New York Islanders mit 3:4 nach Penaltyschiessen. Nashville kämpft sich nach einem 0:3-Rückstand eindrucksvoll zurück, scheitert aber erneut in der Entscheidung nach der regulären Spielzeit.
Anthony Duclair und Brayden Schenn bringen die Islanders im Startdrittel mit 2:0 in Führung. Bo Horvat erhöht zu Beginn des Mitteldrittels auf 3:0. Filip Forsberg, Alexander Kerfoot und Ryan O’Reilly gleichen für Nashville aus. Im Penaltyschiessen sichern Kyle Palmieri und Horvat den Gästen den Zusatzpunkt.
Der Schweizer Captain Roman Josi bleibt diesmal ohne Skorerpunkt, steht aber 26:07 Minuten auf dem Eis. Der 36-jährige Berner verzeichnet zwei Torschüsse und eine Plus-1-Bilanz. Nashville hat mittlerweile alle fünf Partien verloren, die in eine Verlängerung oder ein Penaltyschiessen gingen. Mit 13 Punkten aus zwölf Spielen liegt die Mannschaft auf Rang fünf der Central Division.
Islanders überrumpeln Nashville
Die Partie in der Bridgestone Arena beginnt für die Gastgeber enttäuschend. Nach 3:07 Minuten bringt Anthony Duclair die Islanders bei vier gegen vier mit 1:0 in Führung.
Nur fünf Minuten später erhöht Brayden Schenn auf 2:0. Für den erfahrenen Stürmer ist es das 300. Tor seiner NHL-Karriere.
Nashville findet im ersten Drittel kaum Lösungen gegen die Gäste. Selbst die erste Überzahlsituation bringt keinen Erfolg, weil Roman Josi kurz darauf wegen Behinderung auf die Strafbank muss.
Auch der Start ins Mitteldrittel misslingt. Nach nur 68 Sekunden erhöht Bo Horvat mit einem Direktschuss nach einer Vorlage von Matthew Schaefer auf 3:0.
Forsberg und Kerfoot wecken neue Hoffnung
Erst nach dem dritten Gegentor finden die Predators besser ins Spiel.
In der 30. Minute verkürzt Filip Forsberg im Powerplay auf 1:3. Der Schwede verwertet ein Zuspiel von Jonathan Marchessault und erzielt damit sein zweites Tor innerhalb von zwei Partien.
Nur gut drei Minuten später ist Nashville endgültig zurück. Alexander Kerfoot reagiert nach einem Abschluss von Nils Höglander am schnellsten und schiebt den frei liegenden Puck ins Tor.
Mit dem 2:3-Rückstand gehen die Predators in die zweite Pause. Plötzlich ist die Begegnung wieder offen.
O’Reilly erzwingt die Verlängerung
Im Schlussdrittel übernimmt Nashville zunehmend die Initiative.
Nach 4:16 Minuten gleicht Ryan O’Reilly zum 3:3 aus. Islanders-Torhüter Semjon Warlamow kann einen Schuss von Daemon Hunt nicht kontrollieren. O’Reilly verwertet den Abpraller mit der Rückhand.
Für den Center ist es bereits das siebte Saisontor und der dritte Treffer innerhalb von zwei Begegnungen.
Beide Mannschaften suchen anschliessend die Entscheidung. Doch weder Nashville noch New York gelingt ein weiterer Treffer.
In der Verlängerung muss Forsberg wegen Beinstellens auf die Strafbank. Die Predators überstehen die Unterzahl und retten sich ins Penaltyschiessen.
Erneut scheitert Nashville in der Entscheidung
Im Shootout zeigt sich die Schwäche der Predators besonders deutlich.
Kyle Palmieri und Bo Horvat verwandeln ihre Versuche für die Islanders. Nashville bleibt dagegen durch Ryan O’Reilly und Forsberg ohne Treffer.
Damit verlieren die Predators zum fünften Mal in dieser Saison eine Partie nach Verlängerung oder Penaltyschiessen.
Für New York ist es zugleich der erste Auswärtssieg in Nashville seit Oktober 2017.
Josi bleibt offensiv ohne Ertrag
Roman Josi übernimmt erneut eine zentrale Rolle in der Defensive und im Spielaufbau.
Mit 26:07 Minuten erhält kein anderer Nashville-Spieler mehr Eiszeit. Der Schweizer gibt zwei Torschüsse ab, verbucht einen Check, einen geblockten Schuss und beendet die Partie mit einer Plus-1-Bilanz.
Seine zwei Strafminuten stammen aus dem ersten Drittel.
Offensiv bleibt Josi ohne Punkt. Seine persönliche Saisonbilanz fällt dennoch positiv aus: Ein Tor und elf Assists bedeuten zwölf Skorerpunkte aus zwölf Begegnungen.
Erst am Sonntag hatte der Berner beim 6:2-Erfolg gegen Colorado mit drei Assists wesentlich zum Sieg beigetragen.
Der Captain erfüllt seine Aufgaben damit weiterhin auf hohem Niveau. Die Probleme liegen vor allem in der mangelnden Konstanz der gesamten Mannschaft.
Washington wartet als nächste Herausforderung
Trainer Andrew Brunette zeigte sich nach der Partie insbesondere mit dem schwachen Beginn unzufrieden. Die anschliessende Aufholjagd wertete er dagegen als positive Reaktion.
Nashville hat aus den letzten drei Begegnungen fünf von sechs möglichen Punkten geholt. Die Mannschaft bleibt damit in Reichweite der Playoffplätze, verschenkt aber weiterhin wichtige Zusatzpunkte.
Am Donnerstag, 29. Oktober, empfangen die Predators die Washington Capitals.
Für Josi und seine Teamkollegen bietet sich damit die nächste Gelegenheit, aus einer kämpferisch überzeugenden Leistung wieder einen Sieg zu machen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert