Klopp nominiert 44 Spieler – Sané und Undav fehlen

Jürgen Klopp setzt bei seinem ersten Aufgebot als deutscher Bundestrainer ein deutliches Zeichen. Für die vier Nations-League-Spiele gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien nominiert der 59-Jährige insgesamt 44 Spieler, verteilt auf zwei Kaderblöcke. Prominente Namen wie Leroy Sané und Deniz Undav fehlen, während zahlreiche Neulinge ihre Chance erhalten.

Für die ersten beiden Partien am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande und am 27. September in Augsburg gegen Griechenland stehen zunächst 24 Spieler bereit. Danach wird kräftig gewechselt: Für die Begegnungen gegen Serbien am 1. Oktober in München und Griechenland am 4. Oktober in Thessaloniki stossen 20 weitere Akteure zur Nationalmannschaft. Insgesamt befinden sich 16 Spieler im erweiterten Aufgebot, die noch kein A-Länderspiel absolviert haben.

Klopp beginnt seine Amtszeit damit mit einem personellen Neustart nach dem enttäuschenden WM-Aus gegen Paraguay. Gleichzeitig fehlen weitere langjährige Nationalspieler: Antonio Rüdiger hatte seine internationale Karriere bereits beendet. Über den Rücktritt von Antonio Rüdiger nach 86 Länderspielen hatten wir Anfang September berichtet. Nun wird sichtbar, wie stark Klopp die Mannschaft für den nächsten Zyklus verändert.

Keidel und Ebnoutalib erhalten ihre Chance

Zu den auffälligsten neuen Namen gehört Felix Keidel von Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg. Der 23-Jährige kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch auf der rechten Seite eingesetzt werden und hat sich mit seinem starken Saisonstart in den Fokus gespielt.

Ebenfalls erstmals dabei ist Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt. Der Angreifer sorgte zu Saisonbeginn mit drei Treffern gegen Union Berlin für Aufsehen. Hennes Behrens vom FC Augsburg sowie die Freiburger Max Rosenfelder, Philipp Treu und Yannik Engelhardt gehören ebenfalls zu den neuen Gesichtern im ersten Block. Hinzu kommt Bambasé Conté von der TSG Hoffenheim.

Für die zweite Hälfte der Länderspielperiode holt Klopp weitere Spieler neu dazu. Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart, Felix Keidel, Vitaly Janelt vom FC Brentford sowie Mika Baur von Celtic Glasgow und Derry Scherhant vom SC Freiburg gehören zu den Akteuren, die erstmals in diesem Rahmen berücksichtigt werden.

Sané und Undav bleiben draussen

Besonders auffällig sind gleichzeitig einige prominente Absenzen. Leroy Sané gehört nach seinem Wechsel zu Galatasaray nicht zu Klopps 44 Spielern. Der 30-Jährige hat bislang 80 Länderspiele absolviert und war noch bei der Weltmeisterschaft fester Bestandteil des deutschen Aufgebots.

Auch Deniz Undav erhält keine Einladung. Der Stuttgarter hatte bei der WM noch drei Tore erzielt, findet sich nun aber nicht im ersten Aufgebot des neuen Bundestrainers wieder.

Weitere WM-Fahrer und etablierte Nationalspieler müssen ebenfalls zunächst zuschauen. Klopp nutzt die ungewöhnlich lange Länderspielphase damit ausdrücklich dazu, einen breiten Kreis an Spielern persönlich im Training und unter Wettkampfbedingungen zu beurteilen.

Ter Stegen wird Klopps neue Nummer 1

Eine zentrale Entscheidung hat Klopp bereits getroffen. Marc-André ter Stegen kehrt in die Nationalmannschaft zurück und ist nach dem Rücktritt von Manuel Neuer die neue Nummer 1.

Der inzwischen bei Ajax Amsterdam spielende 34-Jährige hatte lange mit einer schweren Verletzung zu kämpfen. Hinter ihm erhalten mehrere andere Torhüter Möglichkeiten. Unter anderem gehören Jonas Urbig, Finn Dahmen, Alexander Nübel und Noah Atubolu zum erweiterten Kreis der nominierten Keeper.

Joshua Kimmich bleibt derweil Kapitän. Der Bayern-Profi zählt zu den erfahrensten verbliebenen Spielern und soll auch unter Klopp eine zentrale Rolle übernehmen.

Die erste Bewährungsprobe wartet bereits in einer Woche. Am 24. September steht Deutschland in Amsterdam gegen die Niederlande auf dem Platz. Drei Tage später folgt gegen Griechenland in Augsburg Klopps erstes Heimspiel als Bundestrainer.

🏆 KLOPPS ERSTE VIER LÄNDERSPIELE

  • 24. September: Niederlande – Deutschland in Amsterdam.
  • 27. September: Deutschland – Griechenland in Augsburg.
  • 1. Oktober: Deutschland – Serbien in München.
  • 4. Oktober: Griechenland – Deutschland in Thessaloniki.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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