Knieverletzung in Sölden: Valérie Grenier muss operiert werden
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Wintersport Ⳇ Verbreitung
Schwerer Rückschlag für Valérie Grenier unmittelbar vor dem Start in den Ski-Weltcup 2026/27. Die 29-jährige Kanadierin hat sich beim Training auf dem Rettenbachgletscher in Sölden am rechten Knie verletzt und muss operiert werden. Damit verpasst die dreifache Weltcupsiegerin den Riesenslalom vom Samstag, 24. Oktober. Wie lange sie ausfallen wird, ist noch offen.
Grenier verletzte sich am Samstag während eines Trainings auf dem Rennhang. Nach medizinischen Untersuchungen in Österreich entschied sie sich zur Rückreise nach Kanada. Für Freitag, 23. Oktober, ist eine Operation vorgesehen. Erst danach soll feststehen, wie schwer die Verletzung tatsächlich ist und welche Folgen sie für die weitere Saison hat.
Für die kanadische Riesenslalom-Spezialistin kommt der Ausfall zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Sie hatte den letzten Riesenslalom der vergangenen Saison in Hafjell gewonnen und wollte mit diesem Erfolg im Rücken in den neuen Winter starten. Auch für die Schweizer Konkurrenz um Camille Rast verändert sich die Ausgangslage beim Weltcup-Auftakt.
Verletzung beim Training auf dem Rettenbachgletscher
Valérie Grenier bereitete sich in Sölden auf den ersten Riesenslalom der neuen Weltcupsaison vor. Während einer Trainingseinheit auf dem Rennhang verletzte sich die Kanadierin am rechten Knie.
Nach dem Zwischenfall wurde sie medizinisch betreut und anschliessend untersucht. Obwohl die ersten Abklärungen bereits in Österreich erfolgten, konnte die genaue Verletzung zunächst nicht abschliessend beurteilt werden.
Grenier kündigte am Montag über Instagram an, am Dienstag nach Kanada zurückzureisen.
Dort soll am Freitag eine Operation erfolgen. Der Eingriff soll auch Klarheit über das vollständige Ausmass der Verletzung bringen.
Auf einem veröffentlichten Bild war die Skirennfahrerin mit Krücken und einer Knieorthese zu sehen.
Grenier zeigt sich tief enttäuscht
Die Nachricht trifft Grenier wenige Tage vor ihrem geplanten ersten Renneinsatz besonders hart.
In ihrer Mitteilung auf Instagram machte die Kanadierin deutlich, wie schwer ihr der erneute gesundheitliche Rückschlag fällt.
Sie zeigte sich tief enttäuscht über die Verletzung und erklärte, dass sie erst nach dem Eingriff mehr über ihre weitere sportliche Zukunft erfahren werde.
Gleichzeitig bedankte sie sich bei ihren Unterstützern und wünschte den anderen Athletinnen und Athleten einen erfolgreichen Weltcup-Auftakt.
Ein konkreter Zeitpunkt für eine Rückkehr auf die Rennpiste steht noch nicht fest.
Ausgerechnet nach ihrem Sieg in Hafjell
Sportlich hatte Grenier die vergangene Saison mit einem Höhepunkt abgeschlossen.
Am 25. März 2026 gewann sie den Riesenslalom beim Weltcup-Finale in Hafjell und feierte ihren dritten Weltcupsieg.
Damit bestätigte sie ihre Stellung unter den besten Riesenslalomfahrerinnen der Welt.
Bereits zuvor hatte die Kanadierin 2023 und 2024 in Kranjska Gora triumphiert.
Ihr erster Erfolg in Slowenien war gleichzeitig der erste kanadische Weltcupsieg im Frauen-Riesenslalom seit 49 Jahren.
Insgesamt erreichte Grenier bislang sechs Weltcup-Podestplätze.
Der Erfolg beim letzten Saisonrennen hatte ihr zusätzliche Zuversicht für den neuen Winter gegeben. Umso bitterer ist die Verletzung unmittelbar vor dem nächsten Weltcup-Auftakt.
Erneute Knieverletzung nach schwierigem Comeback
Grenier musste während ihrer Karriere bereits mehrere schwere Verletzungen überwinden.
2019 erlitt sie einen Schien- und Wadenbeinbruch und verpasste dadurch einen längeren Abschnitt ihrer sportlichen Entwicklung.
Im Januar 2024 verletzte sie sich bei einem Sturz in Cortina d’Ampezzo schwer am linken Knie. Dabei erlitt sie unter anderem einen Kreuzbandriss sowie weitere Band- und Meniskusschäden.
Nun ist das rechte Knie betroffen.
Welche Strukturen diesmal verletzt wurden, soll der geplante Eingriff klären. Eine genaue Prognose zur Ausfalldauer ist deshalb derzeit nicht möglich.
Für Grenier bedeutet dies eine weitere Herausforderung nach Jahren, in denen sie immer wieder mit körperlichen Rückschlägen konfrontiert war.
Schweizer Trainer Mauro Pini ebenfalls betroffen
Die Verletzung hat auch einen direkten Bezug zur Schweiz.
Grenier arbeitet mit dem Tessiner Trainer Mauro Pini zusammen, der über umfangreiche Erfahrung im internationalen Skisport verfügt.
Der Schweizer hatte unter anderem Petra Vlhova betreut und war zuletzt im italienischen Männerteam tätig.
Für Pini kommt der Rückschlag seiner Athletin unmittelbar nach Beginn der gemeinsamen Vorbereitung auf die neue Saison.
Statt sich auf die ersten Weltcuprennen zu konzentrieren, müssen nun die medizinische Behandlung und der anschliessende Aufbau geplant werden.
Riesenslalom-Auftakt ohne mehrere bekannte Namen
Am Samstag, 24. Oktober, beginnt auf dem Rettenbachgletscher die Weltcupsaison der Frauen.
Grenier gehört nicht zu den Starterinnen. Auch andere bekannte Athletinnen fehlen beim traditionellen Auftakt.
Federica Brignone und Sofia Goggia haben ihre Teilnahme ebenfalls abgesagt.
Für die Schweizer Fahrerinnen um Camille Rast bietet der Riesenslalom die erste Gelegenheit, ihre Form unter Wettkampfbedingungen zu überprüfen.
Auch Jasmina Suters Erfahrungen beim Weltcup-Auftakt in Sölden zeigen, wie anspruchsvoll die traditionsreiche Strecke auf dem Rettenbachgletscher sein kann.
Grenier muss das Rennen hingegen aus der Ferne verfolgen. Für sie wird die Operation am Freitag der nächste entscheidende Schritt sein.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert