Leichtathletik trauert um Ciara Mageean – Europameisterin mit 34 Jahren verstorben
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Leichtathletik Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die europäische Leichtathletik trauert um Ciara Mageean. Die irische 1500-Meter-Europameisterin von 2024 ist am Sonntag, 1. November 2026, im Alter von nur 34 Jahren an den Folgen einer Darmkrebserkrankung verstorben. Ihre Familie teilte mit, dass die zweifache Olympiateilnehmerin um 6.30 Uhr im Kreis ihrer Angehörigen gestorben sei.
Mageean hatte ihre Krebsdiagnose im Juli 2025 öffentlich gemacht. Die Erkrankung befand sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Noch im Juni 2024 hatte sie in Rom den grössten Erfolg ihrer Karriere gefeiert und EM-Gold über 1500 Meter gewonnen. Mit insgesamt drei Freiluft-EM-Medaillen und vier irischen Landesrekorden gehörte sie zu den erfolgreichsten Läuferinnen ihres Landes.
Auch in der Schweizer Leichtathletik sorgt die Nachricht für Betroffenheit. Mageean gehörte über viele Jahre zur europäischen Spitzenklasse auf den Mittelstrecken und war eine feste Grösse bei internationalen Meisterschaften. Ihr Tod bedeutet für die Leichtathletik den Verlust einer herausragenden Sportlerin.
Die Familie bestätigt die traurige Nachricht
Am Sonntagmorgen veröffentlicht die Familie von Ciara Mageean eine Erklärung auf ihrem Instagram-Kanal. Darin bestätigt sie den Tod der Athletin und bittet um ein ehrendes Andenken.
Mageean hatte im Juli 2025 bekanntgegeben, dass sie an Krebs erkrankt sei. Später wurde öffentlich, dass es sich um Darmkrebs im vierten Stadium handelte.
Die aus Portaferry in Nordirland stammende Läuferin hatte sich nach der Diagnose auf ihre Behandlung konzentriert. Ihre letzte Wettkampfsaison lag zu diesem Zeitpunkt bereits hinter ihr.
2024 erfüllt sich in Rom ihr grösster Traum
Der sportliche Höhepunkt ihrer Laufbahn bleibt der 9. Juni 2024. Bei den Europameisterschaften in Rom gewinnt Mageean Gold über 1500 Meter.
Es ist ein historischer Erfolg für Irland. Nach Sonia O’Sullivan wird sie erst die zweite irische Athletin, die einen individuellen Europameistertitel in der Leichtathletik gewinnt.
Zuvor hatte sie bei den Europameisterschaften 2016 in Amsterdam Bronze und 2022 in München Silber gewonnen. Mit dem Triumph in Rom vervollständigt sie ihren Medaillensatz.
Bereits 2019 hatte Mageean zudem bei den Hallen-Europameisterschaften in Glasgow Bronze gewonnen.
Bei der WM 2023 fehlt nur wenig zur Medaille
Mageean gehörte über Jahre zur internationalen Weltspitze.
Bei den Weltmeisterschaften 2023 in Budapest erreicht sie über 1500 Meter den vierten Platz. In 3:56,61 Minuten läuft sie damals einen irischen Rekord.
Nur die Weltklasseathletinnen Faith Kipyegon, Diribe Welteji und Sifan Hassan sind schneller.
Im selben Jahr verbessert sie ihre nationale Bestmarke später auf 3:55,87 Minuten.
Ihre Leistungen zeigen, wie konstant sie sich gegen die stärksten Mittelstreckenläuferinnen der Welt behaupten konnte.
Olympischer Traum endet 2024 durch Verletzung
Mageean nimmt an zwei Olympischen Spielen teil: 2016 in Rio de Janeiro und 2021 in Tokio.
Auch für Paris 2024 hatte sie sich qualifiziert. Doch unmittelbar vor ihrem ersten Rennen muss sie wegen einer Achillessehnenverletzung auf den Start verzichten.
Besonders bitter ist dieser Ausfall, weil sie wenige Wochen zuvor in Rom Europameisterin geworden war.
Ein weiterer olympischer Auftritt bleibt ihr damit verwehrt.
Vier irische Landesrekorde bleiben bestehen
Mageean beendet ihre Karriere als Landesrekordhalterin über 800 Meter, 1000 Meter, 1500 Meter und die Meile.
Ihre Bestzeit über 1500 Meter von 3:55,87 Minuten verdeutlicht das internationale Niveau ihrer Leistungen.
Auch in der Schweiz ist diese Distanz stark besetzt. Im August 2026 gelang Joceline Wind bei GalAthletics in Bellinzona mit ihrer ersten Zeit unter vier Minuten ein wichtiger persönlicher Durchbruch.
Mageeans Karriere ist damit auch aus sportlicher Sicht ein bedeutendes Kapitel der europäischen Mittelstreckengeschichte.
Grosse Anteilnahme in der Leichtathletikwelt
World Athletics reagiert mit Trauer auf die Todesnachricht. Präsident Sebastian Coe würdigt Mageean als Europameisterin, die zahlreiche Menschen inspiriert habe.
Auch der irische Leichtathletikverband Athletics Ireland erinnert an ihre menschlichen Qualitäten und ihre aussergewöhnlichen sportlichen Leistungen.
Die Anteilnahme reicht weit über Irland hinaus. Mageean hinterlässt eine Karriere mit internationalen Medaillen, nationalen Rekorden und zwei Olympiateilnahmen.
Sie wurde nur 34 Jahre alt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert