Marc Márquez: Neun WM-Titel und die Jagd nach dem zehnten
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika autosport.ch Europa Magazine Motorrad Motorsport nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Marc Márquez gehört mit neun Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Motorradrennfahrern der Geschichte. Der 33-jährige Spanier gewann 2025 seine siebte MotoGP-Weltmeisterschaft und krönte damit ein aussergewöhnliches Comeback nach schweren Verletzungen. In der laufenden Saison 2026 kämpft der Ducati-Star um seinen zehnten WM-Titel. Vor dem Grand Prix von Indonesien fehlen ihm lediglich zwei Punkte auf WM-Leader Jorge Martín.
Márquez feierte seinen ersten Weltmeistertitel 2010 in der 125er-Klasse und gewann zwei Jahre später die Moto2-Weltmeisterschaft. Seit seinem MotoGP-Debüt 2013 holte er sieben weitere Titel. Besonders prägend waren seine sechs MotoGP-Triumphe mit Honda zwischen 2013 und 2019 sowie die Rückkehr an die Spitze mit Ducati im vergangenen Jahr.
Der neunfache Weltmeister gehört auch in der Saison 2026 zu den Titelkandidaten. Mit seinem Doppelsieg beim Grand Prix von Japan am vergangenen Wochenende verkürzte er den Rückstand auf Martín auf zwei Punkte. Damit wird das Rennen in Indonesien zu einem weiteren wichtigen Kapitel seiner Karriere.
Der erste Weltmeistertitel mit 17 Jahren
Marc Márquez wurde am 17. Februar 1993 in Cervera geboren. Schon früh galt der Spanier als aussergewöhnliches Talent.
Seinen ersten Weltmeistertitel gewann er 2010 in der 125er-Klasse auf Derbi. Damals erzielte er zehn Grand-Prix-Siege und setzte sich gegen die internationale Nachwuchskonkurrenz durch.
Zwei Jahre später folgte der Triumph in der Moto2. Auf einer Suter gewann Márquez neun Saisonrennen und sicherte sich mit 328 Punkten die Weltmeisterschaft.
Damit war der Weg in die Königsklasse frei.
2013 beginnt die MotoGP-Dominanz
Sein MotoGP-Debüt gab Márquez 2013 beim Honda-Werksteam. Er ersetzte den zurückgetretenen Casey Stoner und gewann bereits beim zweiten Grand Prix seiner Debütsaison.
Am Saisonende stand der erste MotoGP-Weltmeistertitel. Márquez war erst 20 Jahre alt und wurde zum jüngsten Weltmeister der Königsklasse.
2014 dominierte er die Meisterschaft noch deutlicher. Der Spanier gewann die ersten zehn Rennen und beendete die Saison mit insgesamt 13 Grand-Prix-Erfolgen.
Nach einem titellosen Jahr 2015 folgten vier weitere MotoGP-Weltmeisterschaften in Serie von 2016 bis 2019.
Schwere Verletzung beendet die Erfolgsserie
Im Juli 2020 veränderte ein Sturz beim Saisonauftakt in Jerez die Karriere des Spaniers grundlegend.
Márquez erlitt eine schwere Oberarmverletzung, die mehrere Operationen und eine lange Rehabilitation erforderlich machte.
Es folgten schwierige Jahre mit körperlichen Beschwerden, weiteren Rückschlägen und ausbleibenden Titelchancen.
Trotz einzelner Rennsiege konnte er zunächst nicht zu seiner früheren Dominanz zurückfinden.
Ende 2023 entschied sich Márquez, Honda nach elf gemeinsamen MotoGP-Jahren zu verlassen.
Ducati ermöglicht die Rückkehr an die Spitze
2024 wechselte Márquez zum privaten Gresini-Team und fuhr erstmals eine Ducati.
Mit drei Grand-Prix-Siegen und Rang drei in der Weltmeisterschaft bestätigte er, dass er weiterhin zur absoluten Weltspitze gehörte.
2025 folgte der Wechsel ins Ducati-Werksteam. Dort gewann Márquez elf Grands Prix und entschied die Weltmeisterschaft bereits Ende September in Japan für sich.
Sechs Jahre nach seinem letzten WM-Triumph war der Spanier zurück auf dem Gipfel.
Mit seinem siebten MotoGP-Titel zog er mit Valentino Rossi gleich. Beide liegen in der Königsklasse nur noch hinter Giacomo Agostini mit acht Titeln.
2026 entwickelt sich zum Duell mit Jorge Martín
Die Titelverteidigung gestaltet sich anspruchsvoll. Besonders Jorge Martín auf Aprilia hat sich zu einem starken Konkurrenten entwickelt.
Beim Grand Prix von Japan in Motegi setzte Márquez ein wichtiges Zeichen.
Der Ducati-Pilot gewann sowohl den Sprint am Samstag als auch das Hauptrennen am Sonntag. Martín belegte im Grand Prix den zweiten Platz.
Dadurch verkürzte Márquez den Rückstand in der Fahrerwertung auf lediglich zwei Punkte.
Der zehnte Titel bleibt das grosse Ziel
Am Wochenende vom 9. bis 11. Oktober gastiert die MotoGP auf dem Mandalika International Street Circuit in Indonesien.
Das Rennen eröffnet Márquez die nächste Gelegenheit, seinen Konkurrenten im direkten Duell unter Druck zu setzen.
Der Vergleich mit früheren Motorradlegenden verleiht dem Titelkampf zusätzliche Bedeutung. Sollte der Spanier die Weltmeisterschaft 2026 gewinnen, wäre er mit zehn Titeln über alle Klassen hinweg allein vor Valentino Rossi platziert.
Für Márquez steht jedoch zunächst der sportliche Kampf mit Martín im Mittelpunkt. Die Entscheidung über den Weltmeistertitel fällt erst im weiteren Saisonverlauf.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert