Mauro Icardi und Juventus: Kommt es zum zweiten Anlauf?

Mauro Icardi könnte im Winter erneut zum Thema bei Juventus Turin werden. Der 33-jährige argentinische Torjäger ist seit seinem Abschied von Galatasaray vereinslos und möchte in die italienische Serie A zurückkehren. Bereits im Februar 2026 verhandelten sein Umfeld und Juventus über eine kurzfristige Verpflichtung. Damals stand ein Vertrag über sechs Monate mit einer Option auf eine weitere Saison zur Diskussion.

Die Gespräche scheiterten Anfang Februar, als Icardi noch bei Galatasaray unter Vertrag stand. Im Juni beschäftigte sich Juventus erneut mit dem früheren Inter-Captain. Inzwischen wäre der Stürmer ablösefrei verfügbar. Die Turiner haben ihre Offensive allerdings im Sommer mit Randal Kolo Muani und Nick Woltemade verstärkt.

Für Icardi bleibt Italien ein bevorzugtes Ziel. Zuletzt brachte er auch eine Rückkehr zu Inter Mailand ins Gespräch, doch die Mailänder planen ohne ihn. Juventus könnte die frühere Vertragsidee für Januar 2027 wieder aufgreifen. Konkrete neue Verhandlungen sind derzeit jedoch nicht bekannt.

SOCCER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Mauro Icardi: Der 33-jährige Mittelstürmer ist ablösefrei verfügbar.
Juventus: Im Februar und Juni 2026 bestanden Kontakte.
Vertragsidee: Sechs Monate mit einer möglichen Verlängerung um ein Jahr.
Letzter Verein: Galatasaray Istanbul, Abschied im Juli 2026.
Winter 2027: Ein erneuter Anlauf wäre für Juventus möglich.
Was das bedeutet
Juventus müsste für Icardi keine Ablöse bezahlen und könnte die Vertragsdauer begrenzen. Die Verantwortlichen müssten allerdings abwägen, ob ein zusätzlicher erfahrener Strafraumstürmer in die bestehende Kaderplanung passt.

Juventus und Icardi waren bereits weit gekommen

Anfang Februar 2026 beschäftigten sich die Verantwortlichen von Juventus intensiv mit Mauro Icardi.

Nach damaligen Berichten von Tuttosport und Tuttomercatoweb diskutierten die Parteien einen ungewöhnlich kurzen Vertrag. Icardi sollte zunächst bis Saisonende unterschreiben. Eine weitere Spielzeit wäre unter bestimmten Bedingungen möglich gewesen.

Eine Variante sah vor, die Verlängerung an die Qualifikation für die Champions League zu knüpfen.

Icardis Berater Letterio Pino bestätigte später Gespräche mit Juventus-Verantwortlichen, darunter Marco Ottolini und Damien Comolli.

Zum Abschluss kam es nicht. Galatasaray wollte seinen Angreifer während der laufenden Saison behalten.

Jetzt wäre Icardi ablösefrei zu haben

Die Ausgangslage hat sich seit Februar grundlegend verändert.

Icardis Vertrag mit Galatasaray lief Ende Juni aus. Mitte Juli verabschiedete der türkische Rekordmeister seinen langjährigen Torjäger offiziell.

Der Argentinier war 2022 nach Istanbul gewechselt und gewann mit Galatasaray unter anderem vier türkische Meisterschaften.

Insgesamt erzielte er nach Vereinsangaben 77 Tore in 134 Pflichtspielen und bereitete 25 weitere Treffer vor.

Während der Sommertransferperiode führten seine Berater unter anderem Gespräche mit Lazio Rom. Anfang September bestätigte Pino das Interesse der Römer, erklärte allerdings, dass Icardi eine passende sportliche Perspektive suche.

Sechs Monate plus Option wären eine besondere Lösung

Das frühere Juventus-Modell könnte auch für die kommende Wintertransferperiode interessant sein.

Bei einem Vertragsbeginn im Januar 2027 würde eine Vereinbarung bis Ende Juni zunächst nur eine begrenzte finanzielle Verpflichtung bedeuten.

Eine Option auf die Saison 2027/28 könnte anschliessend von sportlichen Leistungen oder vereinbarten Erfolgszielen abhängig gemacht werden.

Ob Icardi ein solches Modell erneut akzeptieren würde, ist offen. Der Argentinier könnte bei einem längerfristigen Angebot eines anderen Vereins auch eine grössere Planungssicherheit bevorzugen.

Für Juventus steht ausserdem die sportliche Notwendigkeit im Vordergrund. Die Turiner verfügen inzwischen über mehrere Offensivoptionen.

Woltemade und Kolo Muani verändern die Ausgangslage

Im Sommer investierte Juventus in die Breite seines Angriffs.

Randal Kolo Muani und Nick Woltemade kamen nach Turin. Besonders beim deutschen Nationalstürmer beschäftigen sich die Verantwortlichen bereits mit einer längerfristigen Lösung.

Die Gespräche über Woltemades Zukunft sind deshalb ein wichtiger Faktor für die weitere Kaderplanung.

Icardi verfügt allerdings über ein anderes Spielerprofil.

Der frühere Inter-Captain ist ein klassischer Mittelstürmer, der seine Stärken beim Abschluss im Strafraum besitzt. Woltemade wiederum kann sich stärker am Kombinationsspiel beteiligen und durch seine Körpergrösse Bälle festmachen.

Eine Verpflichtung Icardis könnte Juventus zusätzliche taktische Möglichkeiten eröffnen, würde aber gleichzeitig die Konkurrenz im Angriff erhöhen.

Inter schliesst eine Rückkehr aus

Icardi selbst sprach Ende Oktober gegenüber La Repubblica über eine mögliche Rückkehr zu Inter.

Der Argentinier hatte zwischen 2013 und 2019 für die Mailänder gespielt und war zeitweise Captain der Mannschaft.

Eine Wiedervereinigung mit seinem früheren Verein erscheint allerdings unwahrscheinlich.

Inter-Präsident Giuseppe Marotta erklärte Anfang November, dass Icardi nicht zu den aktuellen Transferplänen gehöre.

Für den 33-Jährigen bleiben damit andere Möglichkeiten in Italien interessant.

Juventus kennt seine Qualitäten und hatte sich bereits mehrfach mit ihm beschäftigt. Ob aus dieser Vorgeschichte im Winter ein neuer Transferanlauf entsteht, wird von der weiteren Entwicklung des Turiner Angriffs abhängen.

AKTUELLER STAND
Mauro Icardi – Transferprofil
4. November 2026 | Wintertransferfenster 2027
Merkmal Angabe
Name Mauro Emanuel Icardi
Geburtsdatum 19. Februar 1993
Alter 33 Jahre
Nationalität Argentinien
Position Mittelstürmer
Vereinsstatus Vereinslos
Letzter Verein Galatasaray Istanbul
Ablöse Ablösefrei
Frühere Gespräche Juventus, Februar und Juni 2026
Früheres Vertragsmodell 6 Monate + Option auf 1 Jahr
Galatasaray-Spiele 134 Pflichtspiele
Galatasaray-Tore 77
Galatasaray-Assists 25

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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