Muheim schiesst den HSV zum Sieg gegen Stuttgart

Miro Muheim ist erneut der Matchwinner des Hamburger SV. Der Schweizer Nationalspieler schiesst die Hanseaten am Samstag, 17. Oktober 2026, mit einem wuchtigen Distanzschuss zum 1:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart. Sein Treffer in der 88. Minute entscheidet eine umkämpfte Bundesliga-Partie vor 57’000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion. Für Hamburg ist es der dritte Meisterschaftssieg hintereinander.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit liefern sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Stuttgart besitzt mehr Spielanteile und kommt durch Deniz Undav sowie Ermedin Demirovic zu Aluminiumtreffern. Auf der Gegenseite scheitert Yussuf Poulsen am Torgestänge. Zwei Minuten vor Schluss schlägt Muheim zu: Nach einer Vorlage von Zakaria El Ouahdi trifft er aus rund 25 Metern mit dem linken Fuss.

Der 28-jährige Zürcher erlebt damit innerhalb einer Woche seinen zweiten grossen Moment. Bereits beim 3:2-Auswärtssieg gegen Hoffenheim hatte Muheim in der Nachspielzeit das Siegtor erzielt und zuvor den Ausgleich vorbereitet. Der HSV erreicht nach sechs Bundesligaspielen neun Punkte. Für den Schweizer entwickelt sich die Saison nach einem schwierigen Beginn zunehmend positiv.

SOCCER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Hamburger SV – VfB Stuttgart 1:0 (0:0)
Siegtor: Miro Muheim (88.), Vorlage El Ouahdi
Serie: Dritter Bundesliga-Sieg des HSV in Folge
Zuschauer: 57’000 im Volksparkstadion
Schweizer im Fokus: Zweites spätes Siegtor Muheims innerhalb einer Woche
Was das bedeutet
Hamburg setzt seine Aufholjagd nach dem schwierigen Saisonstart fort. Muheim gewinnt als vielseitig einsetzbarer Leistungsträger an Bedeutung. Die drei Punkte bringen dem HSV zusätzlichen Abstand zu den Abstiegsplätzen.

Stuttgart beginnt mit mehr Ballbesitz

Die Gäste übernehmen im Volksparkstadion zunächst die Initiative. Stuttgart versucht, den HSV mit kontrolliertem Spielaufbau unter Druck zu setzen.

Hamburg konzentriert sich auf eine kompakte Defensive und schnelle Gegenangriffe. Trainer Merlin Polzin muss sein Mittelfeld wegen der Verletzungen von Nicolai Remberg und Albert Sambi Lokonga neu aufstellen.

Muheim rückt deshalb ins Zentrum und übernimmt neben Bilal Nadir zusätzliche Verantwortung.

Die Partie entwickelt sich zu einem intensiven Duell. Stuttgart kommt zu gefährlichen Abschlüssen, während Hamburg bei seinen Angriffen ebenfalls Chancen herausspielt.

Pfosten, Latte und starke Torhüter

Beide Mannschaften haben Möglichkeiten, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden.

Bei Stuttgart scheitern Deniz Undav und Ermedin Demirovic am Aluminium. Auch auf Hamburger Seite verhindert das Torgestänge einen Treffer von Yussuf Poulsen.

Die Torhüter müssen mehrfach eingreifen. Trotz der zahlreichen Abschlüsse bleibt die Begegnung lange torlos.

Stuttgart besitzt zwar insgesamt mehr Ballbesitz und kommt häufiger zum Abschluss, doch der HSV verteidigt leidenschaftlich.

Die Gastgeber bleiben mit ihren schnellen Vorstössen jederzeit gefährlich.

Muheim entscheidet die Partie in der 88. Minute

Kurz vor Schluss entwickelt sich der entscheidende Hamburger Angriff.

Nach einem abgewehrten Vorstoss der Gäste schaltet der HSV schnell um. Terem Moffi behauptet den Ball und spielt zu Albert Grønbæk.

Dieser verlagert das Spiel auf Zakaria El Ouahdi. Der Aussenbahnspieler zieht nach innen und legt für Muheim ab.

Der Schweizer nimmt den Ball aus rund 25 Metern mit dem linken Fuss und trifft präzise ins linke Toreck.

Das Volksparkstadion steht kopf. Die Mannschaft verteidigt den knappen Vorsprung in der Nachspielzeit und feiert ihren dritten Sieg hintereinander.

Vom Ersatzspieler zum Matchwinner

Muheims Entwicklung innerhalb weniger Tage ist bemerkenswert.

Noch zu Saisonbeginn gehörte der Schweizer nicht regelmässig zur ersten Wahl. Beim Auswärtsspiel gegen Hoffenheim wurde er nach der Verletzung von Captain Remberg eingewechselt.

Dort bereitete er den Ausgleich vor und erzielte in der 94. Minute das entscheidende 3:2.

Nun trifft er auch gegen Stuttgart kurz vor dem Ende und sichert seinem Team erneut drei Punkte.

Der Erfolg unterstreicht seine Vielseitigkeit. Muheim kann auf der linken Abwehrseite und im Mittelfeld eingesetzt werden und bringt offensiv eine gefährliche Schusstechnik mit.

HSV spielt auch für verletzten Captain

Der Heimsieg hat für die Hamburger Mannschaft eine zusätzliche emotionale Bedeutung.

Captain Nicolai Remberg erlitt beim Auswärtsspiel in Hoffenheim einen Kreuzbandriss und fällt langfristig aus.

Vor dem Anpfiff tragen die Spieler beim Aufwärmen Shirts mit der Nummer 21 ihres verletzten Mitspielers.

Auf dem Platz gelingt es der neu formierten Mannschaft, den Ausfall mit grossem Einsatz zu kompensieren.

Nach dem Schlusspfiff steht neben Muheims Siegtor deshalb auch die geschlossene Teamleistung im Mittelpunkt.

Hamburg gewinnt an Selbstvertrauen

Der HSV hat nach sechs Meisterschaftsspielen neun Punkte gesammelt. Besonders die jüngsten drei Siege verändern die Ausgangslage nach dem schwachen Saisonstart.

Stuttgart bleibt dagegen bei sechs Punkten stehen und muss die Niederlage trotz zahlreicher Torchancen verkraften.

Für Muheim ist der Erfolg ein weiterer persönlicher Höhepunkt. Innerhalb einer Woche entscheidet der Schweizer zwei Bundesligaspiele mit späten Toren.

Der HSV kann mit deutlich mehr Selbstvertrauen in die kommenden Aufgaben gehen.

AKTUELLER STAND
Bundesliga 2026/27 – 6. Spieltag
17. Oktober 2026 | Zwischenstand des Spieltags
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. SC Freiburg 5 +10 13
2. Borussia Dortmund 5 +7 13
3. Bayern München 5 +12 11
4. Bayer Leverkusen 5 +6 10
5. RB Leipzig 5 +10 9
6. Hamburger SV 6 −9 9
7. FC Augsburg 5 +5 8
8. Werder Bremen 5 0 8
9. Eintracht Frankfurt 6 −6 8
10. Mainz 05 5 +3 7
11. SV Elversberg 5 0 7
12. 1. FC Köln 6 −3 7
13. VfB Stuttgart 6 −2 6
14. FC Schalke 04 5 −2 5
15. SC Paderborn 07 5 −4 4
16. Union Berlin 5 −12 4
17. TSG Hoffenheim 5 −4 3
18. Borussia Mönchengladbach 5 −11 0

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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