Narvik sagt Ski-Weltcup ab – Frauen-Speedrennen brauchen neuen Austragungsort
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Wintersport Ⳇ Verbreitung
Die Frauen-Weltcuprennen in Narvik fallen im März 2027 aus. Die FIS bestätigt am 19. Oktober den Rückzug des Organisationskomitees. Betroffen sind die Abfahrt vom 12. und der Super-G vom 13. März. Die Infrastruktur des künftigen WM-Ortes ist noch nicht bereit.
Die Organisatoren haben die Risiken neu bewertet. Theoretisch wäre es möglich, die Anlage rechtzeitig fertigzustellen, zu testen und freizugeben. Das Risiko wäre aber zu hoch. Der Ausbau soll ohne den Druck eines Weltcupwochenendes weitergehen.
Für die Schweizer Speedfahrerinnen ändert sich die Saisonplanung. FIS und norwegischer Skiverband suchen einen Ersatzort für beide Rennen. Bis zu dessen Bekanntgabe bleibt die Reiseplanung offen. Narvik konzentriert sich auf die alpine WM 2029.
Die geplante WM-Generalprobe fällt weg
Abfahrt und Super-G sollten im März 2027 die neue Speedstrecke, das Zielgelände und die Abläufe unter Wettkampfbedingungen testen. Schon die ursprüngliche Terminplanung stand unter Vorbehalt.
Anfang Oktober beanstandete FIS-Rennchef Peter Gerdol den Baufortschritt: Piste, Beschneiung, Lifte und Sicherheitsanlagen waren noch nicht fertig. Die Absage kommt deshalb nicht überraschend.
Warum die Baustelle zum Sicherheitsproblem wird
In Narvik entsteht eine umfassend modernisierte Skianlage mit neuen Liften, einer ausgebauten Beschneiung, zusätzlichen Sicherheitsnetzen und einer neuen Rennstrecke. Auch das Zielgelände muss für internationale Veranstaltungen vorbereitet werden.
Bemerkenswert ist der langfristige Zeitplan: Der Betreiber nennt für die Fertigstellung der sportlichen Infrastruktur den Herbst 2027. Ein Weltcup bereits im März hätte eine deutlich frühere betriebsbereite Teilanlage vorausgesetzt. Auf einer Abfahrt reicht es nicht, die Piste gerade noch rechtzeitig fertigzustellen. Sie muss auch getestet und von den zuständigen Stellen freigegeben werden.
Der Weltverband zieht die Konsequenz
Die FIS unterstützt den Rückzug. Rennchef Gerdol betont, dass bei einem Weltcup keine Risiken eingegangen werden dürfen. WM-Chef Knut-Eirik Dybdal will die Kräfte auf die Titelkämpfe 2029 konzentrieren.
Die WM bleibt geplant. Die Absage zeigt jedoch, wie anspruchsvoll der Ausbau ist. Eine wichtige Bewährungsprobe fällt weg.
Neue Strecke für die Schweizer Speedfahrerinnen
Für die Nationalteams zählt nun vor allem, wo die zwei Rennen nachgeholt werden können. Sie waren unmittelbar vor dem Weltcupfinal in Sun Valley in den USA vorgesehen. Ein neuer Austragungsort beeinflusst Trainingspläne, Materialtransporte und die Anreise über den Atlantik.
Auch sportlich sind die Termine wichtig: In Abfahrt und Super-G geht es im März um Punkte für die Disziplinenwertungen. Die FIS hat noch keinen Ersatzort bekannt gegeben. Die Rennen sind damit nicht grundsätzlich aus dem Weltcupkalender gestrichen, sondern müssen neu angesetzt werden.
Narvik setzt auf 2028 und die WM 2029
Nach dem gestrichenen Weltcup 2027 bleibt das Weltcupfinal 2028 als nächste grosse Generalprobe geplant. Vom 13. bis 25. Februar 2029 sollen in Narvik die alpinen Weltmeisterschaften stattfinden.
Für die Schweiz beginnt der Winter bereits am 24. Oktober mit dem Weltcupauftakt in Sölden. Der Höhepunkt dieser Saison folgt mit der Heim-WM 2027 in Crans-Montana. Die Absage in Norwegen betrifft vor allem die spätere Speedplanung – und erinnert daran, dass eine moderne Rennarena frühzeitig einsatzbereit sein muss.
Quelle: belmedia-Redaktion
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