Pogačar zurück auf dem Rad – Comeback erst 2027

Tadej Pogačar hat nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta a España einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Rehabilitation gemacht. Der 27-jährige Slowene sitzt wieder auf dem Rad und absolviert zuhause erste kontrollierte Einheiten auf der Rolle. An ein Renn-Comeback ist 2026 allerdings nicht mehr zu denken.

Pogačar war am 29. August auf der achten Etappe der Vuelta schwer gestürzt. Dabei erlitt der Weltmeister einen verschobenen Bruch des linken Schlüsselbeins, einen stabilen Bruch des siebten Halswirbels sowie eine Gehirnerschütterung. Zwei Tage später wurde er in Barcelona erfolgreich am Schlüsselbein operiert.

Nun arbeitet der fünffache Tour-de-France-Sieger wieder auf dem Rad. Die Belastung wird bewusst langsam gesteigert. Sein Team UAE Team Emirates-XRG hat bereits bestätigt, dass Pogačar in dieser Saison keine Rennen mehr bestreiten wird. Damit verpasst er unter anderem die Strassen-WM in Montreal, die Europameisterschaften und Il Lombardia.

Erste Einheiten auf der Rolle

Pogačar veröffentlichte zuletzt selbst Bilder und Videos von seinem Aufbautraining. Dabei absolviert er aktuell noch kontrollierte Einheiten auf dem stationären Rad.

Für den Slowenen ist dies dennoch ein wichtiger Schritt. Nach dem schweren Sturz stand zunächst vollständig die medizinische Stabilisierung im Vordergrund. Besonders die Kombination aus Schlüsselbeinbruch, Halswirbelverletzung und Gehirnerschütterung machte eine vorsichtige Rehabilitation notwendig.

Das Team will deshalb bewusst keinen Zeitplan erzwingen. Teamchef Mauro Gianetti betonte, dass Pogačar ohne zusätzlichen Druck Schritt für Schritt zurückkehren soll.

WM-Titel kann Pogačar nicht verteidigen

Sportlich bedeutet der Unfall das vorzeitige Ende einer weiteren aussergewöhnlichen Saison. Pogačar hätte am 27. September in Montreal seinen WM-Titel im Strassenrennen verteidigen sollen.

Dazu kommt es nun nicht. Auch bei den Europameisterschaften Anfang Oktober sowie beim Klassiker Il Lombardia wird der Slowene fehlen.

Vor seinem Sturz hatte Pogačar die Vuelta dominiert. Nach sieben Etappen führte er die Gesamtwertung mit 3:50 Minuten Vorsprung auf Enric Mas an und hatte bereits drei Etappensiege gefeiert.

Über die unmittelbaren Folgen des Unfalls und die anschliessende Operation haben wir bereits berichtet: Pogačar wurde nach seinem Vuelta-Sturz erfolgreich am linken Schlüsselbein operiert.

Blick richtet sich bereits auf 2027

Pogačar selbst richtet den Fokus inzwischen klar auf die kommende Saison. Die ersten Einheiten dienen nicht dazu, möglichst schnell wieder Rennniveau zu erreichen, sondern sollen den Körper schrittweise an die Belastung gewöhnen.

Wann er wieder draussen auf der Strasse trainieren kann und wann intensivere Einheiten möglich werden, hängt von den weiteren medizinischen Kontrollen ab. Vor allem der verletzte Halswirbel und die Folgen der Gehirnerschütterung müssen vollständig ausheilen.

Fest steht hingegen bereits, dass Pogačar langfristig bei UAE Team Emirates-XRG bleibt. Parallel zur Bekanntgabe seines Saisonendes bestätigte das Team eine Vertragsverlängerung bis 2032.

Damit ist auch klar, dass die aktuelle Rehabilitation nicht unter kurzfristigem Erfolgsdruck steht. Das grosse Ziel ist eine vollständige Genesung und eine uneingeschränkte Rückkehr in der Saison 2027.

🏆 POGAČARS WEG ZURÜCK

  • 29. August: schwerer Sturz auf der 8. Etappe der Vuelta a España.
  • Diagnose: gebrochenes linkes Schlüsselbein, stabiler C7-Halswirbelbruch und Gehirnerschütterung.
  • 31. August: erfolgreiche Operation am Schlüsselbein in Barcelona.
  • Aktuell: kontrolliertes Aufbautraining auf dem stationären Rad, Renn-Comeback frühestens 2027.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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