Rohrer-Show beim 5:0 – Zug zerlegt Lausanne zum Saisonstart

Der EV Zug setzt zum Start der National-League-Saison ein deutliches Ausrufezeichen. Die Innerschweizer gewinnen auswärts beim Lausanne HC gleich mit 5:0, obwohl ihnen vier wichtige Stürmer fehlen. Matchwinner ist Neuzugang Vinzenz Rohrer mit zwei Toren und einem Assist, während Leonardo Genoni mit 31 Paraden den ersten Shutout der Saison feiert.

Lange deutet in der Vaudoise aréna wenig auf eine derart klare Angelegenheit hin. Lausanne hält im Startdrittel gut dagegen und beschäftigt Genoni mehrfach. Erst zwei Sekunden vor der ersten Pause fällt das 0:1: Rohrer nutzt das erste Zuger Powerplay und erzielt bei seinem Meisterschaftsdebüt für den EVZ gleich seinen ersten Treffer. Danach werden die Gäste immer effizienter.

Andreas Wingerli erhöht in der 23. Minute auf 2:0, ehe Rohrer beim dritten Treffer seine Qualitäten als Vorbereiter zeigt. Bei einem Zwei-gegen-eins-Konter bedient er Sven Senteler, der in der 35. Minute zum 3:0 einschiebt. Im Schlussdrittel trifft Rohrer selbst zum zweiten Mal, Chris Egli setzt mit einem Empty-Netter den Schlusspunkt. Ausgerechnet der personell dezimierte EV Zug startet damit mit einem Kantersieg beim hoch eingeschätzten Lausanne HC.

Rohrer braucht kein Anlaufjahr

Beim EVZ waren die Erwartungen an Vinzenz Rohrer bereits vor dem Saisonstart hoch. Der 21-Jährige kehrte nach seinen Jahren bei den ZSC Lions in die Schweiz zurück und soll unter dem neuen Headcoach Lauri Marjamäki eine zentrale Rolle übernehmen.

In Lausanne zeigt er sofort, weshalb Zug grosse Hoffnungen in ihn setzt. Das 1:0 im Powerplay fällt praktisch mit der Pausensirene und verändert die Partie. Nach dem Seitenwechsel beteiligt sich Rohrer entscheidend am 3:0 von Senteler, ehe er in der 53. Minute seinen Doppelpack komplettiert.

Zwei Tore und ein Assist bei seinem ersten Meisterschaftsspiel im Zuger Trikot sind ein Einstand nach Mass.

Zug steckt vier gewichtige Ausfälle weg

Der klare Sieg erhält zusätzliche Bedeutung durch die personelle Ausgangslage. Mit Dominik Kubalík, Gregory Hofmann, Mike Künzle und Lino Martschini fehlen den Zugern gleich vier etablierte Offensivspieler.

Kubalík und Hofmann hatten sich unmittelbar vor dem Saisonstart verletzt und werden vom Klub als «week-to-week» geführt. Auch Künzle und Martschini standen in Lausanne nicht zur Verfügung.

Marjamäkis neu zusammengestellte Mannschaft kompensiert diese Ausfälle jedoch eindrücklich. Neben Rohrer trifft auch Chris Egli bei seinem ersten National-League-Spiel für Zug.

Genoni lässt Lausanne verzweifeln

Das Resultat erzählt allerdings nicht die ganze Geschichte. Lausanne kommt selbst regelmässig zum Abschluss und bringt 31 Schüsse auf das Zuger Tor.

Leonardo Genoni ist jedoch nicht zu bezwingen. Der Nationalgoalie stoppt sämtliche Versuche und startet die neue Saison direkt mit einem Shutout.

Gerade in jenen Phasen, in denen Lausanne auf einen Anschlusstreffer drängt, gibt Genoni seinem Team die nötige Sicherheit. Auf der anderen Seite nutzt Zug seine Möglichkeiten wesentlich konsequenter.

Für Lausanne ist die fehlende Effizienz besonders bitter. Die Waadtländer waren mit hohen Erwartungen und nach einer gelungenen Vorbereitung in die Saison gestartet, finden gegen den EVZ aber während 60 Minuten keinen Weg an Genoni vorbei.

Aus 7:0 wird ein 0:5

Das Resultat besitzt auch wegen der jüngeren Vergangenheit besondere Brisanz. Beim letzten Zuger Auftritt in Lausanne in der vergangenen Saison hatte der EVZ noch eine empfindliche 0:7-Niederlage kassiert.

Diesmal drehen die Innerschweizer die Kräfteverhältnisse komplett um.

Für Marjamäki ist es gleichzeitig ein perfekter Einstand als EVZ-Headcoach in einem Meisterschaftsspiel. Seine Mannschaft hatte bereits sechs der sieben Vorbereitungspartien gewonnen und nimmt diesen Schwung nun unmittelbar in die National League mit.

Zug muss diese Form vorerst ausschliesslich in fremden Stadien bestätigen. Wegen der Bauarbeiten an der OYM hall bestreitet der EVZ seine ersten acht Meisterschaftsspiele auswärts. Als Nächstes wartet am Samstag, 19. September, der HC Davos.

Lausanne erhält bereits am Freitag bei Meister Fribourg-Gottéron die Chance zur Reaktion und empfängt einen Tag später Ambri-Piotta.

🏆 DAS WICHTIGSTE ZUM 5:0 DES EVZ

  • Vinzenz Rohrer: Zwei Tore und ein Assist beim ersten Meisterschaftsspiel für Zug.
  • Leonardo Genoni: 31 Paraden und Shutout zum Saisonauftakt.
  • Ausfälle: Kubalík, Hofmann, Künzle und Martschini fehlten der Zuger Offensive.
  • Nächste Aufgabe: Zug spielt am Samstag auswärts beim HC Davos – es ist die zweite von acht Auswärtspartien zum Saisonstart.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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