Schweizer Frauen-Nati erwischt Hammergruppe – Spanien, Norwegen und Irland warten

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft steht in der Nations League 2027 vor einer enormen Herausforderung. Bei der Auslosung am Dienstag, 3. November 2026, in Nyon wurde die Schweiz in die Gruppe A1 mit Weltmeister Spanien, Norwegen und der Republik Irland eingeteilt. Nach dem Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse warten damit gleich drei anspruchsvolle Gegnerinnen auf die Mannschaft von Nationaltrainer Rafel Navarro.

Besonders Spanien sticht heraus. Die Weltmeisterinnen von 2023 gewannen die beiden bisherigen Austragungen der Women’s Nations League und erreichten an der Europameisterschaft 2025 in der Schweiz den Final. Auch Norwegen ist ein unangenehmer Gegner: Die Skandinavierinnen bezwangen die Schweiz im Eröffnungsspiel der Heim-EM mit 2:1. Irland komplettiert die Gruppe.

Die Schweizerinnen müssen sich auf sechs Begegnungen zwischen Februar und Juni 2027 einstellen. Gegen jede Nation wird einmal zu Hause und einmal auswärts gespielt. Neben der Chance auf den Gruppensieg geht es darum, den Platz in der Liga A zu sichern. Bereits der dritte Gruppenrang würde eine Relegation erforderlich machen.

SOCCER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Auslosung: Schweiz spielt in Gruppe A1 der Women’s Nations League 2027.
Spanien: Weltmeister 2023 und zweifacher Nations-League-Sieger.
Norwegen: Gegner der Schweiz an der Heim-EM 2025.
Irland: Vierter Teilnehmer der Gruppe A1.
Spieltermine: Sechs Begegnungen zwischen Februar und Juni 2027.
Was das bedeutet
Die Schweiz muss sich unmittelbar nach dem Aufstieg gegen europäische Spitzenmannschaften behaupten. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe bleiben in Liga A, während der dritte Rang in die Relegation führt. Der Gruppenletzte steigt direkt ab.

Spanien ist der überragende Gegner

Mit Spanien trifft die Schweiz auf eine der erfolgreichsten Frauen-Nationalmannschaften der vergangenen Jahre.

Die Spanierinnen gewannen 2023 die Weltmeisterschaft sowie 2024 und 2025 die Nations League. Bei der Europameisterschaft 2025 erreichten sie den Final, unterlagen dort allerdings England im Penaltyschiessen.

Für die Schweizerinnen kommt es damit zu einem Wiedersehen mit dem Gegner des EM-Viertelfinals.

Am 18. Juli 2025 hatte Spanien im Berner Wankdorf mit 2:0 gewonnen. Athenea del Castillo und Clàudia Pina erzielten die Tore.

Die Schweiz hielt damals lange dagegen, musste sich aber der spielerischen Überlegenheit der Weltmeisterinnen beugen.

Norwegen hat die Schweiz bereits zweimal geschlagen

Auch mit Norwegen verbindet die Schweizerinnen eine schwierige jüngere Vergangenheit.

Am 2. Juli 2025 führte die Nati beim EM-Eröffnungsspiel in Basel nach dem Treffer von Nadine Riesen zur Pause mit 1:0.

Ada Hegerberg glich in der 54. Minute aus. Vier Minuten später brachte ein Eigentor von Julia Stierli Norwegen den 2:1-Sieg.

Bereits im Juni desselben Jahres hatte die Schweiz gegen Norwegen in der Nations League mit 0:1 verloren.

Die Norwegerinnen verfügen über grosse internationale Erfahrung und mehrere Spielerinnen, die bei europäischen Spitzenvereinen unter Vertrag stehen.

Irland komplettiert die anspruchsvolle Gruppe

Die Republik Irland geht ebenfalls als Mitglied der höchsten europäischen Spielklasse in die Nations League.

Die Mannschaft von Trainerin Carla Ward gehörte bei der Auslosung zum dritten Lostopf. Spanien war im ersten, Norwegen im zweiten und die Schweiz im vierten Topf vertreten.

Gerade gegen Irland könnten für die Schweizerinnen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegen.

Schweiz hat den Aufstieg souverän geschafft

Die Ausgangslage ist trotz der schwierigen Gruppe nicht ausschliesslich negativ.

Unter Nationaltrainer Rafel Navarro gewann die Schweiz ihre Qualifikationsgruppe in Liga B mit 16 Punkten aus sechs Begegnungen.

Mit dem Wiederaufstieg in die Liga A schafften die Schweizerinnen die sportliche Voraussetzung für Duelle mit Europas besten Nationen.

Die klare Leistungssteigerung während der WM-Qualifikation soll nun auch gegen deutlich stärkere Gegnerinnen Bestand haben.

Sechs Spiele in drei Länderspielfenstern

Die ersten beiden Gruppenspiele finden zwischen dem 23. Februar und 6. März 2027 statt.

Die nächsten Begegnungen folgen zwischen dem 13. und 24. April. Abgeschlossen wird die Ligaphase zwischen dem 7. und 15. Juni.

Nur die vier Gruppensieger der Liga A qualifizieren sich für die Halbfinals im Oktober.

Für die Schweizerinnen wird deshalb entscheidend sein, gegen Spanien und Norwegen möglichst konkurrenzfähig aufzutreten und insbesondere gegen Irland Punkte zu sammeln.

AKTUELLER STAND
Women’s Nations League 2027 – Liga A
Auslosung vom 3. November 2026 in Nyon
Gruppe Nationalmannschaften
A1 – Schweiz Spanien, Norwegen, Irland, Schweiz
A2 Frankreich, England, Österreich, Portugal
A3 Dänemark, Italien, Island, Wales
A4 Deutschland, Niederlande, Schweden, Schottland

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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