Schweizer Frauen-Nati gewinnt Torfestival gegen Israel mit 7:3

Die Schweizer Frauen-Nati startet mit einem spektakulären 7:3-Auswärtssieg gegen Israel in die Playoffs zur Weltmeisterschaft 2027. Im ungarischen Mezőkövesd liefern sich beide Mannschaften einen torreichen Schlagabtausch, ehe die Schweizerinnen in der zweiten Halbzeit den Unterschied machen. Riola Xhemaili und Lia Kamber treffen jeweils doppelt und verschaffen der Schweiz eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel in Sitten.

Die Equipe von Nationaltrainer Rafel Navarro geht durch Géraldine Reuteler früh in Führung, gerät nach zwei Gegentreffern von Talia Sommer aber mit 1:2 in Rückstand. Iman Beney gleicht unmittelbar vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel bringt Sydney Schertenleib die Schweiz erneut in Führung, doch Sommer antwortet mit ihrem dritten Treffer. Erst Xhemailis Doppelpack und zwei späte Tore von Kamber sorgen für das deutliche Endresultat.

Der Sieg bringt die Schweizerinnen ihrem nächsten Etappenziel auf dem Weg zur WM in Brasilien näher. Am Dienstag, 13. Oktober, empfängt die Nati Israel im Stade de Tourbillon in Sitten. Trotz des komfortablen Vorsprungs bleibt die defensive Leistung ein Thema: Drei Gegentreffer gegen die Aussenseiterinnen zeigen, dass sich die Schweiz vor den nächsten Aufgaben steigern muss.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Israel – Schweiz 3:7 (2:2).
Wettbewerb: WM-Qualifikation 2027, erste Playoff-Runde, Hinspiel.
Doppeltorschützinnen: Riola Xhemaili und Lia Kamber.
Israel: Talia Sommer erzielt alle drei Gegentore.
Rückspiel: Dienstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr, Sitten.
Was das bedeutet
Die Schweiz geht mit vier Toren Vorsprung ins Rückspiel. Bei erfolgreicher Qualifikation für die zweite Playoff-Runde wartet Ende November entweder Österreich oder Kosovo. Erst danach entscheidet sich, ob die Nati ein WM-Ticket lösen kann.

Schweiz erlebt turbulente erste Halbzeit

Der Start gelingt den Schweizerinnen nach Wunsch. Bereits in der 14. Minute bringt Géraldine Reuteler die Gäste mit 1:0 in Führung. Doch Israel lässt sich davon nicht beeindrucken und antwortet nur sechs Minuten später durch Talia Sommer.

Die israelische Angreiferin bleibt auch danach die auffälligste Spielerin ihrer Mannschaft. In der 35. Minute trifft sie erneut und bringt die Gastgeberinnen überraschend mit 2:1 in Führung.

Die Schweiz hat mehr Spielanteile, findet zunächst aber keine überzeugende Balance zwischen Offensive und Defensive. Besonders bei schnellen Angriffen der Israelinnen entstehen gefährliche Situationen.

Kurz vor dem Pausenpfiff gelingt Iman Beney der wichtige Ausgleich. Ihr Treffer in der ersten Minute der Nachspielzeit stellt das 2:2 her und verhindert, dass die Schweizerinnen mit einem Rückstand in die Kabine müssen.

Xhemaili entscheidet den offenen Schlagabtausch

Nach der Pause übernimmt die Schweiz wieder die Initiative. Sydney Schertenleib trifft bereits in der 47. Minute zum 3:2. Doch die Hoffnung auf eine ruhige zweite Halbzeit erfüllt sich nicht.

Nur sechs Minuten später gleicht Talia Sommer zum 3:3 aus. Mit ihrem dritten Treffer wird die Israelin zur herausragenden Offensivspielerin ihres Teams.

Jetzt zeigt die Nati allerdings ihre individuelle Qualität. Riola Xhemaili trifft in der 65. Minute per Kopf und bringt die Schweiz zum vierten Mal in Führung. Acht Minuten später erhöht sie mit einem Fallrückzieher auf 5:3.

Dieser Doppelschlag ist die entscheidende Phase der Begegnung. Israel kann dem steigenden Druck nicht mehr ausreichend standhalten, während die Schweizerinnen zunehmend Räume vorfinden.

In der Nachspielzeit kommt schliesslich Lia Kamber zu ihrem grossen Auftritt. Die eingewechselte Offensivspielerin erzielt zwei weitere Tore und schraubt das Ergebnis auf 7:3.

Offensive überzeugt, Defensive bleibt anfällig

Sieben Auswärtstore in einem WM-Playoff-Spiel sind eine bemerkenswerte offensive Ausbeute. Besonders die Leistung von Xhemaili unterstreicht, wie wichtig die Mittelfeldspielerin für die Schweizer Mannschaft geworden ist.

Auch die beiden späten Treffer von Kamber zeigen, dass Navarro von seiner Ersatzbank zusätzliche Qualität ins Spiel bringen kann.

Weniger erfreulich präsentiert sich die Defensivarbeit. Die drei Gegentore fallen nicht zufällig. Israel nutzt wiederholt Unsicherheiten in der Schweizer Hintermannschaft und stellt auch Torhüterin Livia Peng vor Probleme.

Für Navarro bleibt deshalb trotz des klaren Sieges genügend Arbeit. Gegen stärkere Gegnerinnen dürften solche Nachlässigkeiten deutlich schwerer wiegen.

Die personelle Situation war bereits vor der Partie durch die verletzungsbedingte Abwesenheit von Elvira Herzog erschwert worden. An der Rolle von Peng als Nummer eins änderte dies allerdings nichts.

In Sitten soll der nächste Schritt folgen

Das Rückspiel findet am Dienstagabend im Stade de Tourbillon statt. Die Schweizerinnen können dort vor eigenem Publikum den Einzug in die nächste Playoff-Runde sicherstellen.

Bei einem Weiterkommen wartet die Siegerin des Duells zwischen Österreich und Kosovo. Die zweite Runde wird Ende November und Anfang Dezember ebenfalls in Hin- und Rückspielen ausgetragen.

Für die Schweiz bleibt die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien das grosse Ziel. Der deutliche Erfolg gegen Israel ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg, bedeutet aber noch keine direkte WM-Qualifikation.

AKTUELLER STAND
Israel – Schweiz 3:7 (2:2)
WM-Playoffs 2027 · Hinspiel · 9. Oktober 2026 · Mezőkövesd (Ungarn)
Torschützin Min. Stand
Géraldine Reuteler (SUI) 14. 0:1
Talia Sommer (ISR) 20. 1:1
Talia Sommer (ISR) 35. 2:1
Iman Beney (SUI) 45.+1 2:2
Sydney Schertenleib (SUI) 47. 2:3
Talia Sommer (ISR) 53. 3:3
Riola Xhemaili (SUI) 65. 3:4
Riola Xhemaili (SUI) 73. 3:5
Lia Kamber (SUI) 90.+1 3:6
Lia Kamber (SUI) 90.+3 3:7
SUI = Schweiz; ISR = Israel. Sämtliche zehn Tore in chronologischer Reihenfolge. Rückspiel: 13. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Stade de Tourbillon, Sitten.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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