Schweizerinnen zum Auftakt von Schweden überrollt
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Europa Frauen-Hockey Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch swisshockey.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Frauen-Nati ist mit einer deutlichen Niederlage in das zweite Turnier der Women’s Euro Hockey Tour gestartet. Das Team von Head Coach Shannon Miller unterlag Schweden am Mittwoch in Lahti mit 0:5. Nach einem ausgeglichenen Startdrittel entschieden die Schwedinnen die Partie vor allem im Mittelabschnitt.
Während im ersten Drittel noch keine Tore fielen, erhöhte Schweden nach der ersten Pause deutlich den Druck. Die Schweizerinnen konnten das Tempo nicht mehr mitgehen und kassierten im Mittelabschnitt drei Gegentreffer. Mit einem 0:3-Rückstand ging es in die zweite Pause.
Auch im Schlussdrittel gelang der Schweiz keine Reaktion auf der Anzeigetafel. Schweden erzielte zwei weitere Treffer und machte den klaren 5:0-Erfolg perfekt. Für die Schweizerinnen ist es nach dem überzeugenden Heimturnier im August ein deutlicher Rückschlag im letzten grossen Vorbereitungsblock vor der Weltmeisterschaft.
Ganz anderes Bild als noch im August
Besonders auffällig ist der Unterschied zum ersten Turnier der Women’s Euro Hockey Tour in Kloten. Dort hatte die Schweiz Schweden noch mit 4:2 bezwungen. Anschliessend folgte ein 4:3 nach Verlängerung gegen Finnland, ehe das Heimturnier mit einer knappen 1:2-Niederlage gegen Tschechien endete.
In Lahti konnte die Mannschaft diese Leistungen gegen Schweden nicht bestätigen. Nach dem torlosen Startabschnitt verloren die Schweizerinnen im zweiten Drittel die Kontrolle über das Spiel. Drei Gegentreffer innerhalb von 20 Minuten brachten Schweden auf die Siegerstrasse.
Die Partie zeigt gleichzeitig, wie eng Erfolg und eine klare Niederlage gegen die europäischen Topnationen beieinanderliegen können. Noch im August hatte die Schweiz bewiesen, dass sie Schweden schlagen kann. Diesmal setzte sich der Gegner jedoch deutlich durch.
Schweiz mit verändertem Kader
Miller musste vor der Reise nach Finnland mehrere Änderungen vornehmen. Verteidigerin Annic Büchi sowie die Stürmerinnen Alina Marti, Luisa Waser und Jade Surdez standen verletzungs- beziehungsweise gesundheitsbedingt nicht zur Verfügung.
Mara Frey, Elisa Dalessi und Jael Manetsch rückten nach, während Martis Platz nicht zusätzlich besetzt wurde. Die Schweiz trat deshalb mit zwölf Stürmerinnen zum Turnier an.
Bereits vor dem Start war klar, dass Miller den Zusammenzug auch zur weiteren Entwicklung der neu formierten Mannschaft nutzen will. Nach den personellen Veränderungen seit den Olympischen Spielen müssen Rollen und Formationen weiterhin gefunden werden. Vor dem Turnier in Lahti hatte die Schweiz gleich vier Änderungen im ursprünglichen Aufgebot vornehmen müssen.
Finnland wartet als nächste schwere Aufgabe
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Am Freitag trifft die Schweiz auf Gastgeber Finnland. Zwei Tage nach dem 0:5 gegen Schweden steht damit bereits der nächste Vergleich mit einer europäischen Topnation an.
Zum Abschluss des Turniers folgt am Samstag die Partie gegen Tschechien. Gerade diese beiden Spiele werden zeigen, ob das Team auf die deutliche Auftaktniederlage reagieren kann.
Die Women’s Euro Hockey Tour ist gleichzeitig ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt. Vom 6. bis 16. November findet in Herning und Esbjerg die Frauen-Weltmeisterschaft statt. Die Schweiz reist gemäss aktueller IIHF-Weltrangliste als Nummer vier der Welt in diese entscheidende Phase der Vorbereitung.
- Freitag, 2. Oktober: Finnland – Schweiz in Lahti.
- Samstag, 3. Oktober: Schweiz – Tschechien zum Turnierabschluss.
- Vom 26. Oktober bis 5. November folgt der nächste WEHT-Zusammenzug mit WM-Vorbereitung in Schweden.
- Die Frauen-WM findet vom 6. bis 16. November 2026 in Herning und Esbjerg statt.
| # | Nation | Punkte |
|---|---|---|
| 1. | USA | 5460 |
| 2. | Kanada | 5400 |
| 3. | Tschechien | 5125 |
| 4. | Schweiz | 5100 |
| 5. | Finnland | 5090 |
| 6. | Schweden | 4980 |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert