Sergio Pérez verlängert bei Cadillac bis 2029

Sergio Pérez bleibt der Formel 1 langfristig erhalten. Cadillac hat den Vertrag mit dem 36-jährigen Mexikaner am Mittwoch, 28. Oktober 2026, bis mindestens Ende 2029 verlängert. Die Bekanntgabe erfolgt unmittelbar vor seinem Heimrennen in Mexiko-Stadt, bei dem Pérez seinen 300. Grand-Prix-Start feiern soll. Der amerikanische Rennstall setzt damit trotz einer bislang punktelosen Debütsaison auf Erfahrung und Kontinuität.

Pérez war Anfang 2026 nach einem Jahr Pause mit Cadillac in die Formel 1 zurückgekehrt. Der ehemalige Red-Bull-Pilot hatte ursprünglich einen Vertrag bis Ende 2027 unterschrieben. Die neue Vereinbarung verlängert seine Bindung um zwei weitere Jahre und sichert dem Team einen seiner beiden Fahrerplätze langfristig.

Für den früheren Sauber-Piloten ist die Entscheidung ein bedeutendes Signal. Cadillac steht in seiner ersten Formel-1-Saison noch ohne WM-Punkt am Ende der Konstrukteurswertung. Pérez soll mit seiner Erfahrung aus sechs Grand-Prix-Siegen und dem Vizeweltmeistertitel 2023 helfen, den neuen Rennstall konkurrenzfähig zu machen.

AUTOSPORT.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Vertragsverlängerung: Sergio Pérez bleibt bis mindestens Ende 2029 bei Cadillac.
Heimrennen: In Mexiko-Stadt steht sein 300. Grand-Prix-Start bevor.
Cadillac: Der neue Formel-1-Rennstall wartet 2026 noch auf seinen ersten WM-Punkt.
Zweites Cockpit: Die Zukunft von Valtteri Bottas für 2027 bleibt offen.
Was das bedeutet
Cadillac sichert sich einen erfahrenen Fahrer für die nächste Entwicklungsphase. Pérez wird beim Ablauf des neuen Vertrags 39 Jahre alt sein. Die Entscheidung über die zweite Fahrerposition gewinnt damit zusätzliche Bedeutung.

Cadillac setzt langfristig auf Pérez

Die Vertragsverlängerung ist ein deutliches Bekenntnis des amerikanischen Herstellers zu seinem erfahrensten Leistungsträger.

Pérez war 2025 zunächst ohne Stammcockpit geblieben, nachdem seine Zeit bei Red Bull Ende 2024 vorzeitig beendet worden war. Cadillac ermöglichte ihm die Rückkehr in die Königsklasse.

Der Neustart verlief sportlich schwierig. Das neue Team liegt weiterhin am Ende des Feldes. Pérez erreichte bislang als bestes Rennergebnis zweimal Platz 14.

Trotzdem hat er sich innerhalb des Rennstalls eine wichtige Stellung erarbeitet. Seine Erfahrung und sein technisches Feedback helfen den Ingenieuren bei der Weiterentwicklung des Fahrzeugs.

Pérez sieht seine Aufgabe noch nicht als abgeschlossen

Der Mexikaner bezeichnet die Vertragsverlängerung als natürliche Fortsetzung eines Projekts, an das er von Beginn an geglaubt habe.

"Ein Formel-1-Team von Grund auf aufzubauen, erfordert Zeit, unermüdliche Arbeit und Geduld."

Mit den bisherigen Fortschritten zeigt er sich zufrieden, betont aber gleichzeitig den grossen Arbeitsaufwand, der noch bevorsteht.

Er wolle sich in den kommenden drei Jahren vollständig für die Weiterentwicklung von Cadillac einsetzen.

Dabei bedankt sich Pérez bei der Führung von General Motors und TWG Motorsports sowie bei den Mitarbeitenden an den verschiedenen Standorten.

Dan Towriss lobt Erfahrung und Führungsqualitäten

Cadillac-Geschäftsführer Dan Towriss sieht in der Verlängerung eine wichtige Grundlage für den langfristigen Aufbau.

Pérez bringe nicht nur fahrerische Qualität mit, sondern auch Führungsstärke und technische Erfahrung.

Der Rennstall arbeitet an mehreren Standorten an seiner Weiterentwicklung. Dazu gehören Silverstone in Grossbritannien sowie Indianapolis und Charlotte in den USA.

Besonders wichtig ist die Verbesserung der Abläufe an der Rennstrecke. Gleichzeitig muss Cadillac den Rückstand bei der Fahrzeugentwicklung verkleinern.

Das Team fährt derzeit mit Ferrari-Antriebseinheiten. Langfristig verfolgt General Motors das Ziel, einen eigenen Formel-1-Motor einzusetzen.

300. Grand Prix ausgerechnet beim Heimrennen

Die Bekanntgabe kommt für Pérez zu einem besonderen Zeitpunkt.

Am Sonntag, 1. November, soll er beim Grossen Preis von Mexiko-Stadt seinen 300. Formel-1-Start absolvieren.

Der Autódromo Hermanos Rodríguez gilt als eine der emotionalsten Stationen seiner Karriere. Pérez kann dort regelmässig auf die Unterstützung Zehntausender mexikanischer Fans zählen.

Für Mittwoch ist zudem eine Demonstrationsfahrt durch Mexiko-Stadt vorgesehen.

Sportlich dürfte Cadillac auch beim Heimrennen vor einer schwierigen Aufgabe stehen. Pérez besitzt derzeit kein Fahrzeug, mit dem er unter normalen Bedingungen regelmässig um Punkte kämpfen kann.

Schweizer Verbindung: Karrierebeginn bei Sauber

Für Schweizer Motorsportfans besitzt Pérez eine besondere Bedeutung.

Seine Formel-1-Karriere begann 2011 beim damaligen Sauber-Team aus Hinwil. Dort entwickelte er sich innerhalb von zwei Jahren vom Nachwuchsfahrer zu einem viel beachteten Talent.

2012 gelangen ihm drei Podestplätze. Besonders sein zweiter Rang beim Grand Prix von Malaysia sorgte international für Aufmerksamkeit.

Nach seiner Zeit bei Sauber fuhr er für McLaren, Force India, Racing Point und Red Bull.

Mit Red Bull gewann er fünf seiner insgesamt sechs Grands Prix und wurde 2023 hinter Max Verstappen Vizeweltmeister.

Die Verbindung zu Hinwil zeigt, wie unterschiedlich die Karrierewege ehemaliger Sauber-Fahrer verlaufen können.

Was geschieht mit Valtteri Bottas?

Während Pérez langfristig an Cadillac gebunden ist, bleibt die zweite Fahrerposition für 2027 Gegenstand von Diskussionen.

Valtteri Bottas war ebenfalls mit einem mehrjährigen Vertrag zum neuen Rennstall gekommen. Eine ausdrückliche Bestätigung für die kommende Saison steht jedoch aus.

Der Finne wartet wie Pérez noch auf seine ersten WM-Punkte für Cadillac.

Als möglicher Kandidat für das zweite Cockpit wird unter anderem der amerikanische Fahrer Colton Herta gehandelt. Auch andere Fahrer könnten bei der Entscheidung eine Rolle spielen.

Die Teamführung muss abwägen, ob sie weiterhin auf die Erfahrung von Bottas oder auf eine neue Besetzung setzt.

Pérez hat diese Entscheidung nun bereits hinter sich.

Cadillac muss den sportlichen Rückstand verkleinern

Die Vertragsverlängerung fällt in eine Saison, in der Cadillac noch deutlich hinter den etablierten Rennställen zurückliegt.

Beim Training zum Grand Prix der USA in Austin belegten Bottas und Pérez die Plätze 19 und 21. Die Abstände auf die Spitze verdeutlichten den Entwicklungsbedarf.

Cadillac setzt darauf, mit stabilen personellen Strukturen schneller voranzukommen.

Für Pérez ist das Projekt auch eine persönliche Herausforderung: Er verzichtet auf kurzfristige sportliche Erfolgsaussichten und beteiligt sich am langfristigen Aufbau eines neuen Werksteams.

Mit dem Vertrag bis 2029 erhält er die Gelegenheit, diesen Weg über mehrere Jahre mitzugestalten.

AKTUELLER STAND
Sergio Pérez – Vertrags- und Karriereprofil
28. Oktober 2026 · Cadillac Formula 1 Team
Kennzahl Angabe
Fahrer Sergio Pérez
Nationalität Mexiko
Alter 36 Jahre
Aktuelles Team Cadillac
Vertrag bis Ende 2029
Bisheriger Vertrag Bis Ende 2027
Formel-1-Debüt 2011 mit Sauber
Grand-Prix-Siege 6
Podestplätze 39
Pole-Positions 3
Bestes WM-Ergebnis Vizeweltmeister 2023
WM-Punkte 2026 0
Bestes Ergebnis 2026 Platz 14
Nächster Grand Prix Mexiko-Stadt, 1. November 2026

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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