Sölden: Meillard und Odermatt feiern Schweizer Doppelpodest
von belmedia Redaktion Allgemein Magazine nachrichtenticker.ch Schwingen Sport sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Skirennfahrer starten mit einem Doppelpodest in die Weltcupsaison 2026/27. Beim Riesenslalom in Sölden am Sonntag, 25. Oktober 2026, fährt Loïc Meillard auf den zweiten Platz. Marco Odermatt verbessert sich im zweiten Lauf auf Rang drei. Den Sieg sichert sich der Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen mit einer überlegenen Vorstellung.
Auf dem Rettenbachgletscher setzt sich Pinheiro Braathen in einer Gesamtzeit von 1:44,72 Minuten durch. Meillard verliert 48 Hundertstelsekunden, Odermatt folgt lediglich eine Hundertstelsekunde hinter seinem Teamkollegen. Für die Schweizer Mannschaft ist es ein erfolgreicher Auftakt in den neuen Weltcupwinter.
Auch Thomas Tumler und Lenz Hächler sammeln Weltcuppunkte. Sie beenden den Riesenslalom auf den Plätzen 23 und 25. Starke Windböen sorgen dafür, dass das Rennen auf einer verkürzten Strecke ausgetragen werden muss.
Pinheiro Braathen dominiert bereits den ersten Lauf
Der Weltcupauftakt in Sölden steht zunächst im Zeichen schwieriger Wetterbedingungen. Starke Windböen machen einen Start vom ursprünglich vorgesehenen Ausgangspunkt unmöglich.
Die Organisatoren entscheiden deshalb, den Riesenslalom auf einer verkürzten Strecke durchzuführen.
Lucas Pinheiro Braathen kommt mit den Bedingungen am besten zurecht. Der für Brasilien startende Norweger absolviert den ersten Durchgang in 52,40 Sekunden und übernimmt die Führung.
Loïc Meillard folgt mit 24 Hundertstelsekunden Rückstand auf dem zweiten Platz. Der Österreicher Stefan Brennsteiner liegt weitere 25 Hundertstelsekunden dahinter auf Rang drei.
Marco Odermatt erwischt keinen fehlerfreien ersten Lauf. Der Nidwaldner verliert insbesondere im anspruchsvollen Gelände wertvolle Zeit und reiht sich mit 55 Hundertstelsekunden Rückstand auf Rang vier ein.
Damit bleibt für den Schweizer Gesamtweltcupsieger die Chance auf einen Podestplatz bestehen.
Meillard verteidigt Rang zwei – Odermatt kämpft sich aufs Podest
Im zweiten Durchgang zeigen die beiden Schweizer Spitzenfahrer ihre Klasse.
Marco Odermatt greift entschlossen an und verbessert sich mit einer Laufzeit von 52,26 Sekunden vom vierten auf den dritten Platz.
Loïc Meillard verteidigt seine ausgezeichnete Ausgangslage. Der Walliser fährt im zweiten Durchgang 52,56 Sekunden und sichert sich damit den zweiten Gesamtrang.
Am Ende trennt die beiden Schweizer lediglich eine Hundertstelsekunde.
Für Meillard ist es der erste Podestplatz seiner Karriere beim Weltcupauftakt in Sölden. Besonders erfreulich: Der Walliser bestreitet sein erstes Weltcuprennen seit der Geburt seines Kindes.
Odermatt wiederum erreicht bei seinem 200. Weltcupstart bereits zum 103. Mal einen Podestplatz.
Marco Odermatt stellt Schweizer Rekord auf
Obwohl es für den Sieg nicht reicht, darf Marco Odermatt einen besonderen Erfolg feiern.
Mit seinem dritten Platz erreicht der Nidwaldner seinen 47. Weltcup-Podestplatz im Riesenslalom.
Damit übertrifft er die bisherige Schweizer Bestmarke von Michael von Grünigen und Vreni Schneider, die jeweils 46 Podestplätze in dieser Disziplin erreicht hatten.
Der erfolgreiche Saisonauftakt bestätigt, dass Odermatt weiterhin zur absoluten Weltspitze gehört.
Der Schweizer muss allerdings anerkennen, dass Lucas Pinheiro Braathen an diesem Sonntag der stärkere Fahrer ist.
Braathen feiert vierten Riesenslalomsieg in Folge
Lucas Pinheiro Braathen lässt sich auch im zweiten Lauf nicht mehr von der Spitze verdrängen.
Der 26-Jährige fährt die Gesamtbestzeit von 1:44,72 Minuten und gewinnt den ersten Männer-Riesenslalom der neuen Weltcupsaison.
Für den Brasilianer ist es bereits der zweite Triumph in Sölden. Seinen ersten Weltcupsieg hatte er 2020 auf dem Rettenbachgletscher gefeiert, damals noch unter norwegischer Flagge.
Mit dem Erfolg setzt Braathen seine Siegesserie fort. Saisonübergreifend gewinnt er zum vierten Mal hintereinander einen Riesenslalom.
Bereits in der vergangenen Saison hatte er die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin gewonnen.
Tumler und Hächler holen weitere Schweizer Weltcuppunkte
Hinter dem erfolgreichen Schweizer Spitzenduo können zwei weitere Athleten Punkte sammeln.
Thomas Tumler beendet den Riesenslalom auf dem 23. Platz. Der Bündner verliert insgesamt 1,89 Sekunden auf den Sieger.
Lenz Hächler klassiert sich mit 2,14 Sekunden Rückstand auf Rang 25.
Für den 23-jährigen Schweizer ist es erst das zweite Mal, dass er in seiner noch jungen Weltcupkarriere Punkte gewinnt.
Beide Fahrer verbessern sich gegenüber ihrer Platzierung nach dem ersten Lauf um jeweils zwei Ränge.
Nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren sich vier weitere Schweizer:
- Fadri Janutin: 41. Platz im ersten Lauf
- Luca Aerni: 42. Platz im ersten Lauf
- Gino Caviezel: 49. Platz im ersten Lauf
- Giuliano Fux: 61. Platz im ersten Lauf
Für Gino Caviezel ist das Rennen besonders bedeutend. Der Bündner bestreitet nach seiner schweren Verletzung von Bormio im Dezember 2024 einen weiteren Schritt auf dem Weg zurück in den regulären Weltcupbetrieb.
Schweizer Doppelpodest zum Start in den Skiwinter
Mit den Plätzen zwei und drei gelingt der Schweizer Mannschaft ein erfreulicher Einstieg in die Weltcupsaison 2026/27.
Loïc Meillard und Marco Odermatt bestätigen ihre Position unter den besten Riesenslalomfahrern der Welt.
Gleichzeitig zeigt der Sieg von Lucas Pinheiro Braathen, dass die Konkurrenz im Kampf um die Kristallkugeln stark ist.
Für die Riesenslalomspezialisten steht nun eine längere Wettkampfpause bevor. Das nächste Rennen dieser Disziplin ist Ende November in Copper Mountain in den USA vorgesehen.
Zuvor beginnt für die Slalomspezialisten am 15. November in Levi und am 22. November in Gurgl die neue Saison.
Quelle: SRF Sport / sport.ORF.at / sda / belmedia-Redaktion
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