Stéphane Leite übernimmt Basketball-Nati

Die Schweizer Basketball-Frauen haben einen neuen Nationaltrainer. Der 38-jährige Franzose Stéphane Leite übernimmt die Mannschaft im November 2026 und tritt die Nachfolge von François Gomez an. Swiss Basketball bestätigte die Verpflichtung am Freitag, 9. Oktober 2026. Mit dem neuen Trainerstab soll die Qualifikation für die Europameisterschaft 2029 gelingen.

Leite bringt umfangreiche Erfahrung aus dem französischen Frauenbasketball mit. Seit 2022 trainiert er Charnay Basket Bourgogne Sud und führte den Verein 2023 in die höchste französische Liga. Auch international ist er erfahren: 2025 betreute er die Frauen-Nationalmannschaft der Elfenbeinküste beim AfroBasket. Der neue Trainerstab ist bis Juni 2030 verpflichtet.

Für die Schweizerinnen beginnt ein neuer Abschnitt nach der erfolgreichen, zuletzt aber schwierigen Amtszeit von François Gomez. Unter dessen Führung qualifizierte sich die Schweiz 2025 erstmals seit 69 Jahren wieder für eine Frauen-Europameisterschaft. Die EM 2027 wurde dagegen verpasst. Leite soll die Entwicklung fortsetzen und die Nationalmannschaft langfristig stärken.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Nationaltrainer: Stéphane Leite (38) übernimmt die Schweizer Frauen-Nati im November.
Erfahrung: Trainer von Charnay Basket und früherer Nationalcoach der Elfenbeinküste.
Trainerstab: Eleni Kafentari und Juan Leonel Hernandez Cardenaz gehören zum Team.
Vertragsdauer: Der neue Trainerstab ist bis Juni 2030 verpflichtet.
Erste Heimpartie: Schweiz – Irland am 17. November 2026 in Freiburg.
Was das bedeutet
Swiss Basketball setzt auf einen langfristigen Aufbau mit enger Zusammenarbeit zwischen Nationalmannschaft und Vereinen. Der erste wichtige Schritt ist die Gruppenphase der EM-Vorqualifikation gegen Aserbaidschan, Island und Irland.

Leite soll die erfolgreiche Arbeit fortsetzen

Mit Stéphane Leite entscheidet sich Swiss Basketball für einen Trainer mit umfangreicher Erfahrung im europäischen Frauenbasketball. Der Franzose hat mehrfach gezeigt, dass er Mannschaften entwickeln und erfolgreich durch anspruchsvolle Wettbewerbe führen kann.

Besonders seine Arbeit bei Charnay Basket spielte bei der Verpflichtung eine wichtige Rolle. Seit seiner Übernahme 2022 entwickelte sich der Verein zu einer etablierten Mannschaft in der höchsten französischen Liga. Nach dem Zweitliga-Meistertitel 2023 und dem Aufstieg qualifizierte sich Charnay 2024, 2025 und 2026 für den EuroCup.

Zuvor arbeitete Leite bei Landerneau Bretagne Basket und Basket Lattes Montpellier. Mit Landerneau gewann er 2018 die französische Zweitliga-Meisterschaft und wurde zum Trainer des Jahres gewählt. Hinzu kommen Erfahrungen aus Hospitationen bei verschiedenen WNBA-Organisationen.

Schwieriges Erbe nach Gomez

Leite übernimmt eine Nationalmannschaft, die in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt hat, gleichzeitig aber weiterhin um internationale Konstanz kämpft.

Sein Vorgänger François Gomez führte die Schweizerinnen 2025 erstmals seit 1956 wieder an eine Europameisterschaft. Die anschliessende Qualifikation für die Ausgabe 2027 verlief hingegen enttäuschend.

Nach der einvernehmlichen Trennung von François Gomez suchte der Verband einen international erfahrenen Trainer, der langfristig mit den Schweizer Vereinen zusammenarbeiten möchte.

Swiss-Basketball-Generalsekretär Daniel Goethals hebt insbesondere Leites Fähigkeit hervor, nachhaltige Strukturen aufzubauen. Der neue Nationaltrainer soll nicht nur die sportlichen Leistungen verbessern, sondern auch die Verbindung zwischen Verband, Klubs und Spielerinnen stärken.

Neuer Trainerstab bis 2030 verpflichtet

Unterstützt wird Leite von Eleni Kafentari als Assistenztrainerin und Juan Leonel Hernandez Cardenaz als Teammanager. Eine vierte Person soll den Trainerstab später ergänzen.

Der gesamte neue Staff ist bis Juni 2030 verpflichtet. Damit setzt Swiss Basketball bewusst auf Kontinuität statt auf eine kurzfristige Lösung.

Leite will zunächst die Spielerinnen kennenlernen und eine gemeinsame sportliche Identität entwickeln. Dabei legt er besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Vereinen und deren Trainerinnen und Trainern.

EM-Vorqualifikation beginnt im November

Viel Vorbereitungszeit bleibt dem neuen Nationaltrainer nicht. Bereits am 11. November startet die Schweiz in die Vorqualifikation für die Europameisterschaft 2029.

In der Gruppe A treffen die Schweizerinnen auf Aserbaidschan, Island und Irland. Nur der Gruppensieger erreicht die zweite Vorqualifikationsrunde im Juni 2027.

Die ersten drei Begegnungen stehen bereits fest: Am 11. November spielt die Schweiz in Baku gegen Aserbaidschan, am 14. November folgt die Auswärtspartie gegen Island in Hafnarfjörður. Das erste Heimspiel findet am 17. November gegen Irland in Freiburg statt.

Für Leite bedeutet dieser Spielplan einen unmittelbaren Einstieg in den internationalen Wettbewerb. Besonders wichtig wird sein, dass die Mannschaft seine taktischen Vorstellungen schnell umsetzen kann.

Ein langfristiges Projekt für den Frauenbasketball

Der Schweizer Verband verbindet mit der Verpflichtung mehr als die Hoffnung auf einzelne Siege. Die Nationalmannschaft soll sich sportlich stabilisieren und gleichzeitig eine stärkere Verbindung zum heimischen Frauenbasketball entwickeln.

Leite bringt dafür Erfahrungen aus unterschiedlichen Ligen und Nationalmannschaftsstrukturen mit. Entscheidend wird sein, diese Kenntnisse auf die Voraussetzungen in der Schweiz zu übertragen.

Die Vorqualifikation bietet einen ersten Gradmesser. Nach den drei November-Partien folgen im Februar 2027 die Rückspiele. Im Juni kämpfen die drei Gruppensieger der ersten Runde um einen Platz in der nächsten Qualifikationsphase.

AKTUELLER STAND
Frauen-EM 2029 – Vorqualifikation, Gruppe A
Stand: 9. Oktober 2026, vor Beginn der Gruppenspiele
Rang / Team Sp. S/N Pkt.
1. Schweiz 0 0/0 0
2. Irland 0 0/0 0
3. Island 0 0/0 0
4. Aserbaidschan 0 0/0 0
Sp. = Spiele | S/N = Siege/Niederlagen | Pkt. = Punkte

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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