Thun verliert gegen Hajduk Split – Christoffersson vergibt den Ausgleich
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Conference League Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Thun Ⳇ Verbreitung
Der FC Thun wartet in der Conference League weiterhin auf den ersten Punkt. Der Schweizer Meister verliert am Donnerstagabend, 22. Oktober 2026, sein Heimspiel gegen Hajduk Split mit 0:1. Dalisson de Almeida erzielt in der 17. Minute das entscheidende Tor. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause bleiben die Berner Oberländer ohne Treffer.
Thun wird für eine passive Anfangsphase bestraft. Ein missglückter Rückpass von Nico Maier ermöglicht den Kroaten die frühe Führung. Anschliessend erarbeiten sich die Gastgeber mehrere gute Möglichkeiten. Torhüter Niklas Steffen hält in der 68. Minute einen Penalty von Michele Sego. Sieben Minuten später vergibt Noah Christoffersson die grosse Ausgleichschance vor dem praktisch leeren Tor.
Für die Mannschaft von Gian-Luca Privitelli ist es nach dem 0:1 bei Twente Enschede die zweite Niederlage in der Ligaphase. Thun steht mit null Punkten und einem Torverhältnis von 0:2 auf Rang 32. Währenddessen feiert der FC Lugano einen deutlichen Auswärtssieg in Spanien und klettert auf den zweiten Tabellenplatz. Am Sonntag kommt es in Thun zum direkten Duell der beiden Schweizer Europacup-Vertreter.
Ein Fehler bringt Hajduk früh in Führung
Vor 10’000 Zuschauern übernimmt Hajduk Split zu Beginn die Kontrolle. Die Kroaten halten den Ball lange in ihren Reihen und setzen Thun mit aggressivem Pressing unter Druck.
In der 17. Minute unterläuft Nico Maier ein folgenschwerer Fehler. Sein Rückpass gerät zu kurz, Dalisson de Almeida erobert den Ball und läuft auf das Thuner Tor zu.
Seinen ersten Abschluss blockt Jan Bamert noch ab. Doch der Ball springt erneut zum Spanier, der mit dem Aussenrist zum 0:1 trifft.
Dursun und Labeau verpassen den Ausgleich
Nach dem Rückstand findet Thun besser ins Spiel.
Brighton Labeau und Furkan Dursun sorgen für Gefahr. Nach 24 Minuten bietet sich Dursun eine ausgezeichnete Möglichkeit, doch sein Nachschuss verfehlt das Tor.
Die Gastgeber gewinnen nun mehr Zweikämpfe und gestalten die Begegnung zunehmend ausgeglichen.
Nach dem Seitenwechsel bestimmt Thun längere Phasen. Fabio Fehr kommt in der 54. Minute zum Abschluss, drei Minuten später versucht es Nils Reichmuth.
Ein Treffer gelingt weiterhin nicht.
Steffen pariert umstrittenen Penalty
In der 68. Minute droht die Vorentscheidung.
Nach einem Zweikampf mit Olivier Mambwa entscheidet Schiedsrichter Jarred Gillett auf Penalty für Hajduk Split. Die Entscheidung fällt ausgesprochen hart aus.
Michele Sego tritt an und schiesst den Ball in die Tormitte.
Niklas Steffen bleibt stehen und wehrt den Strafstoss ab. Der Thuner Schlussmann hält seine Mannschaft damit im Spiel.
Christoffersson trifft das leere Tor nicht
Die grösste Möglichkeit der Gastgeber folgt in der 75. Minute.
Fabio Fehr schickt Labeau auf der rechten Seite in die Tiefe. Der Stürmer bringt den Ball flach vor das Tor, wo der eingewechselte Noah Christoffersson völlig frei steht.
Aus wenigen Metern müsste der Schwede nur noch einschieben. Doch sein Abschluss geht am praktisch leeren Tor vorbei.
Thun drängt anschliessend weiter, während Hajduk zunehmend auf die Defensive setzt. In der Nachspielzeit trifft Dalisson mit einem Heber aus grosser Distanz noch die Latte.
Es bleibt beim 0:1.
Privitelli sieht trotz Niederlage Fortschritte
Thuns Trainer Gian-Luca Privitelli kritisiert nach Spielende den fehlenden Mut seiner Mannschaft während der ersten 20 Minuten.
Mit der Reaktion danach zeigt er sich zufriedener. Vor allem in der zweiten Halbzeit habe Thun bewiesen, dass die Mannschaft auch international mithalten könne.
Die fehlende Durchschlagskraft im Abschluss verhindert jedoch ein besseres Ergebnis.
Auch Captain Marco Bürki hebt die Leistungssteigerung hervor. Entscheidend bleibe, dass die Mannschaft ihre Möglichkeiten künftig konsequenter nutze.
Zwei Schweizer Klubs mit gegensätzlicher Bilanz
Thun wartet nach zwei Spielen weiterhin auf den ersten Europacup-Treffer.
Ganz anders präsentiert sich die Situation beim FC Lugano. Die Tessiner gewinnen nach ihrem Auftakterfolg gegen Roter Stern Belgrad auch in Spanien. Der 5:2-Auswärtssieg gegen Getafe bringt Lugano auf sechs Punkte.
Am Sonntag treffen die beiden Mannschaften in der Super League direkt aufeinander.
International geht es für Thun am 5. November gegen Heart of Midlothian weiter. Danach folgen Begegnungen bei Ajax Amsterdam, gegen Gent und bei CSKA Sofia.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert