Zhengs Triumph verändert die Tennis-Rangliste

Der Turniersieg von Zheng Qinwen bei den China Open in Peking hat Auswirkungen auf die Tennis-Weltrangliste. Während die chinesische Olympiasiegerin nach ihrem Comeback wieder in die Top 30 vorstösst, erreicht die erst 19-jährige Mirra Andrejewa trotz ihrer Finalniederlage erstmals Rang drei.

Auch für die Schweizer Spitzenspielerin Belinda Bencic ist diese Entwicklung interessant. Mit Zheng kehrt eine frühere Topspielerin in die vorderen Regionen der Weltrangliste zurück, während Andrejewa ihre Position in der Weltspitze weiter festigt.

Das WTA-1000-Turnier in Peking endet damit nicht nur mit einem historischen Heimsieg, sondern auch mit einer veränderten Ausgangslage für die kommenden grossen Turniere.

TENNIS.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Zheng Qinwen: Nach ihrem Sieg in Peking wieder auf dem Weg in die Top 30.
Mirra Andrejewa: Voraussichtlich erstmals Nummer drei der Welt.
Belinda Bencic: Schied in Peking bereits in der dritten Runde aus.
Finalresultat: Zheng – Andrejewa 7:5, 6:4.
Besonderheit: Zheng gewinnt als erste Chinesin den Einzeltitel der China Open.
Was das bedeutet
Die Konkurrenz an der Spitze wird breiter: Andrejewa etabliert sich unter den besten drei Spielerinnen, während Zheng nach ihrer Verletzungspause wieder aufholt. Für Bencic und andere Spitzenspielerinnen wächst damit die Zahl der starken Gegnerinnen bei kommenden Turnieren.

Andrejewa erreicht trotz Niederlage Rang drei

Mirra Andrejewa gehört zu den grossen Aufsteigerinnen der Saison 2026. Die 19-jährige Russin erreichte in Peking ihren fünften Final des Jahres.

Obwohl sie das Endspiel gegen Zheng Qinwen mit 5:7 und 4:6 verlor, dürfte sie in der am Montag veröffentlichten Weltrangliste erstmals auf Position drei stehen.

Damit setzt Andrejewa ihre Entwicklung fort. Bereits mit ihrem Triumph bei den French Open hatte sie bewiesen, dass sie auch auf der grössten Tennisbühne bestehen kann.

Der Ranglistensprung unterstreicht ihre Konstanz über die gesamte Saison.

Zheng Qinwen meldet sich in der Weltspitze zurück

Noch im Juni 2026 war Zheng Qinwen bis auf Rang 160 der Weltrangliste zurückgefallen. Eine Ellbogenverletzung und die anschliessende Operation hatten ihre sportliche Entwicklung gebremst.

Inzwischen hat sich die Olympiasiegerin eindrucksvoll zurückgekämpft.

Beim Turnier in Peking startete sie mit einer Wildcard und setzte sich unter anderem gegen Elina Svitolina und Elise Mertens durch.

Mit ihrem ersten WTA-1000-Titel verbessert sie ihre Ausgangslage erheblich. Die WTA erwartet, dass Zheng wieder zu den besten 30 Spielerinnen der Welt gehören wird.

Damit wird die Chinesin bei künftigen Turnieren auch aus Sicht der Setzlisten zunehmend interessant.

Was bedeutet das für Belinda Bencic?

Belinda Bencic musste sich bei den China Open bereits in der dritten Runde verabschieden. Während die Schweizerin früh ausschied, sammelten andere Spielerinnen wichtige Weltranglistenpunkte.

Für Bencic bedeutet das allerdings nicht automatisch einen bestimmten Ranglistenverlust. Ihre genaue Position hängt auch von den Resultaten der übrigen Spielerinnen und den Punkten aus dem Vorjahr ab.

Sportlich zeigt sich jedoch eine klare Entwicklung: Neben etablierten Spitzenspielerinnen wie Aryna Sabalenka und Iga Swiatek drängen weitere Konkurrentinnen nach vorne.

Mit Andrejewa und Zheng stehen zwei Spielerinnen im Mittelpunkt, die bei grossen Turnieren künftig eine wichtige Rolle spielen dürften.

Warum die Weltrangliste so wichtig ist

Die Weltrangliste entscheidet bei vielen Turnieren über die Setzpositionen. Wer weit vorne klassiert ist, kann bei der Auslosung zunächst anderen gesetzten Spielerinnen aus dem Weg gehen.

Bei einem WTA-1000-Turnier gibt es für die Siegerin grundsätzlich 1000 Ranglistenpunkte. Die Finalistin erhält 650 Punkte.

Entscheidend für den tatsächlichen Ranglistensprung ist allerdings auch, welche Punkte aus dem entsprechenden Vorjahreszeitraum wegfallen.

Deshalb führt ein Turniersieg nicht automatisch zu einem gleich grossen Sprung bei jeder Spielerin.

Ein Titel mit besonderer Bedeutung

Zhengs Erfolg in Peking ist auch aus historischer Sicht bemerkenswert. Seit der Einführung des Turniers im Jahr 2004 hatte keine chinesische Spielerin den Einzeltitel gewonnen.

Die 24-Jährige schaffte dies ausgerechnet nach einer schwierigen Phase mit Verletzung und Formproblemen.

Im Final wehrte sie gegen Andrejewa drei Satzbälle ab, ehe sie den ersten Durchgang mit 7:5 gewann. Im zweiten Satz gelang ihr beim Stand von 4:4 das entscheidende Break.

Nach 1 Stunde und 43 Minuten verwandelte Zheng ihren ersten Matchball mit einem Ass.

Es war ihr sechster Titel auf der WTA-Tour und der erste seit Oktober 2024.


TENNIS.CH ANALYSE
WTA-Weltrangliste: Die wichtigsten Entwicklungen
Stand: 11. Oktober 2026 · Prognosen vor der nächsten Ranglistenveröffentlichung

Mirra Andrejewa: Die Russin wird voraussichtlich erstmals Weltnummer drei. Ihr Finaleinzug in Peking bestätigt eine erfolgreiche Saison.

Zheng Qinwen: Nach ihrem zwischenzeitlichen Absturz auf Rang 160 kehrt sie mit dem Turniersieg in die Top 30 zurück.

Belinda Bencic: Für die Schweizerin bleibt die eigene Punkteausbeute entscheidend. Die Resultate in Peking zeigen, wie stark die Konkurrenz ist.

Wichtig: Die endgültigen Positionen ergeben sich erst aus der offiziell aktualisierten WTA-Weltrangliste.

 

Quelle: WTA / belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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