Neun Tore im Schlussdrittel – Fribourg schlägt Biel 6:3

40 Minuten lang fällt kein einziges Tor, dann verwandelt sich die BCF Arena in ein Tollhaus. Fribourg-Gottéron gewinnt am Freitag, 23. Oktober 2026, gegen den EHC Biel-Bienne mit 6:3. Sämtliche neun Treffer fallen im letzten Drittel einer aussergewöhnlichen National-League-Partie, in der Benoît Jecker mit zwei Toren zum Matchwinner wird.

Vor 9’620 Zuschauern halten die Torhüter Loïc Galley und Harri Säteri ihre Mannschaften zunächst im Spiel. Erst in der 42. Minute eröffnet Patrik Nemeth das Skore. Nach dem zwischenzeitlichen Bieler Ausgleich ziehen die Freiburger innerhalb weniger Minuten auf 5:1 davon. Biel verkürzt nochmals auf 5:3, ehe Jecker mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt setzt.

Mit diesem Erfolg reagiert Fribourg auf die jüngste Niederlage gegen Ambri und verbessert sich auf 24 Punkte aus 14 Spielen. Biel bleibt mit 16 Zählern aus ebenfalls 14 Partien auf Tabellenrang zwölf. Besonders bitter verläuft der Abend für Biel-Trainer Christian Dubé, der bei seiner Rückkehr an die frühere Wirkungsstätte eine deutliche Niederlage hinnehmen muss.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Fribourg-Gottéron – EHC Biel 6:3 (0:0, 0:0, 6:3).
Besonderheit: Alle neun Treffer fallen im Schlussdrittel.
Freiburger Tore: Nemeth, Schmid, Richard, de la Rose und Jecker (2).
Bieler Tore: Sylvegård, Neuenschwander und Rajala.
Statistik: 9’620 Zuschauer, 26:28 Torschüsse.
Was das bedeutet
Fribourg meldet sich mit drei wichtigen Punkten in der Spitzengruppe zurück. Jecker erzielt seine ersten beiden Saisontore, während Jacob de la Rose in seinem 250. National-League-Spiel den entscheidenden vierten Treffer beisteuert. Biel verpasst es, seine jüngsten Erfolge gegen Rapperswil zu bestätigen.

40 Minuten lang bleiben beide Tore unberührt

Die Begegnung beginnt mit Chancen auf beiden Seiten. Biel besitzt zunächst die besseren Möglichkeiten.

In der achten Minute verpasst Jeff Skinner eine hervorragende Gelegenheit, als er am zweiten Pfosten nicht ins praktisch leere Tor trifft.

Danach übernimmt Fribourg zunehmend die Initiative. Mehrfach scheitern die Gastgeber am stark reagierenden Harri Säteri.

Auch im zweiten Drittel gelingt keiner Mannschaft ein Treffer. Die Freiburger erhöhen zwar den Druck, doch Säteri hält Biel mit mehreren Paraden im Spiel.

Nemeth eröffnet das Torfestival

Nach 41:18 Minuten ist der Bann endlich gebrochen.

Patrik Nemeth erhält viel Raum, zieht in Richtung Bieler Tor und bezwingt Säteri zum 1:0. Marcus Sörensen und Henrik Borgström bereiten den Führungstreffer vor.

Die Antwort folgt bereits 90 Sekunden später. Marcus Sylvegård nutzt eine Überzahlsituation zum 1:1.

Damit beginnt eine Phase, in der sich die Ereignisse überschlagen.

Vier Freiburger Treffer innerhalb weniger Minuten

Nach 44:31 Minuten bringt Sandro Schmid Gottéron im Powerplay erneut in Führung.

Nur 59 Sekunden später erhöht Anthony Richard nach Vorarbeit von Jamiro Reber und Michael Kapla auf 3:1.

Biel findet kaum noch Möglichkeiten, den Freiburger Angriffsdruck zu unterbrechen.

In der 49. Minute trifft Jacob de la Rose ebenfalls in Überzahl zum 4:1. Für den schwedischen Stürmer ist es ein besonderes Tor: Er bestreitet sein 250. Spiel in der National League.

Benoît Jecker erhöht in der 54. Minute auf 5:1 und erzielt damit sein erstes Saisontor.

Biel verkürzt innerhalb von 45 Sekunden

Trotz des deutlichen Rückstands geben die Seeländer nicht auf.

Nach 54:34 Minuten trifft Jonah Neuenschwander nach einem Zuspiel von Dominic Zwerger und Yanik Burren zum 5:2.

Nur 45 Sekunden später verkürzt Toni Rajala auf 5:3. Victor Söderström und Yanick Stampfli liefern die Vorarbeit.

Plötzlich entsteht nochmals Spannung. Biel benötigt jedoch weitere Tore, während die verbleibende Spielzeit immer kürzer wird.

Nach 57:14 Minuten macht Jecker mit seinem zweiten Treffer alles klar. Sandro Schmid bereitet das 6:3 vor.

Jecker und Sörensen prägen den Freiburger Sieg

Benoît Jecker erlebt mit seinen ersten beiden Saisontoren einen besonderen Abend.

Auch Marcus Sörensen leistet einen wesentlichen Beitrag. Der schwedische Topskorer bereitet drei Treffer vor und erhöht sein Saisonkonto auf 16 Assists.

Sandro Schmid sammelt mit einem Tor und zwei Vorlagen ebenfalls drei Skorerpunkte.

Bemerkenswert ist zudem die offensive Effizienz der Gastgeber. Fribourg erzielt sechs Tore bei lediglich 26 Schüssen auf das Bieler Gehäuse.

Christian Dubé kehrt ohne Punkte zurück

Die Partie besitzt für Biels Trainer Christian Dubé eine besondere Bedeutung.

Der frühere Spieler, Trainer und Sportdirektor von Fribourg-Gottéron kehrt erstmals als Bieler Cheftrainer zu einem Meisterschaftsspiel an seine langjährige Wirkungsstätte zurück.

Seine Mannschaft hält während 40 Minuten dagegen, verliert im Schlussabschnitt jedoch die defensive Ordnung.

Fribourg wiederum reagiert auf die knappe Niederlage gegen Ambri-Piotta mit einem wichtigen Heimerfolg.

Für beide Mannschaften geht es sofort weiter

Bereits am Samstag, 24. Oktober, stehen die nächsten Meisterschaftsspiele an.

Fribourg-Gottéron gastiert um 19.45 Uhr beim Lausanne HC. Der amtierende Meister möchte seinen Aufwärtstrend bestätigen und den Anschluss an die Tabellenspitze halten.

Biel empfängt gleichzeitig den EV Zug in der Tissot Arena.

Für die Seeländer wird vor allem entscheidend sein, nach dem schwachen Schlussdrittel in Freiburg wieder defensiv stabiler aufzutreten.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
23. Oktober 2026 | Nach den Freitagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 14 +25 36
2. HC Ambri-Piotta 14 0 24
3. Genève-Servette HC 15 −5 24
4. Fribourg-Gottéron 14 +16 24
5. SC Bern 13 +5 23
6. HC Ajoie 15 +1 22
7. SCL Tigers 15 +4 22
8. Lausanne HC 16 −3 21
9. EV Zug 9 +14 19
10. HC Davos 15 −9 19
11. HC Lugano 14 −3 18
12. EHC Biel-Bienne 14 −8 16
13. EHC Kloten 15 −21 15
14. SCRJ Lakers 15 −16 14

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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