Zug bezwingt Lugano mit 7:2 – Rohrer und Senteler glänzen

Der EV Zug meldet sich mit einem eindrucksvollen Heimsieg zurück. Die Zentralschweizer schlagen den HC Lugano am Dienstagabend, 27. Oktober 2026, in der OYM Hall mit 7:2. Nach einem 0:1-Rückstand drehen sie die Begegnung mit vier Toren im Mitteldrittel. Vinzenz Rohrer und Sven Senteler treffen jeweils doppelt.

Lugano erwischt zunächst den besseren Start. Lassi Thomson bringt die Tessiner in der 16. Minute im Powerplay in Führung. Danach übernehmen die Zuger das Kommando. Senteler gleicht aus, Rohrer trifft zur erstmaligen Führung. Tomas Tatar und Grégory Hofmann erhöhen innerhalb von nur 13 Sekunden auf 4:1. Im Schlussdrittel machen die Gastgeber den Kantersieg perfekt.

Für die Mannschaft von Trainer Lauri Marjamäki ist es die erhoffte Reaktion auf die 0:5-Niederlage in Biel. Zug feiert den zweiten Heimsieg der Saison und verbessert sich auf 22 Punkte aus elf Spielen. Lugano verliert dagegen zum dritten Mal hintereinander und bleibt mit 19 Punkten auf Rang zwölf. Besonders schwer wiegen die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle der Tessiner.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: EV Zug – HC Lugano 7:2 (0:1, 4:0, 3:1).
Doppeltorschützen: Vinzenz Rohrer und Sven Senteler.
Entscheidung: Vier Zuger Tore zwischen der 26. und 34. Minute.
Zuschauer: 7’180 in der OYM Hall.
Tabellenlage: Zug Achter mit 22 Punkten, Lugano Zwölfter mit 19 Punkten.
Was das bedeutet
Zug festigt mit sieben Siegen aus elf Partien seine Position im Kampf um die direkten Playoffplätze. Für Lugano wird die Situation vor den Begegnungen mit Lausanne und Ambri-Piotta zunehmend anspruchsvoll. Die Tessiner benötigen dringend Punkte, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren.

Lugano beginnt stark – Thomson trifft im Powerplay

Die Begegnung startet zunächst nach dem Geschmack der Gäste. Lugano hält gegen die Zuger gut dagegen und wartet geduldig auf seine Möglichkeiten.

In der 16. Minute zahlt sich das aus. Nach einer Strafe gegen Jan Kovář kommt Lugano zu einer Überzahlsituation. Lassi Thomson nutzt diese zur Führung. Luca Fazzini und Zach Sanford bereiten den Treffer vor.

Mit diesem knappen Vorsprung geht Lugano in die erste Pause. Doch was danach folgt, verändert die Partie vollständig.

Vier Tore in gut acht Minuten

Zug kommt mit deutlich mehr Tempo aus der Kabine. In der 26. Minute gleicht Sven Senteler nach Vorarbeit von Nikita Petrovič zum 1:1 aus.

Nur 160 Sekunden später schlägt Vinzenz Rohrer zu. Der junge Zuger trifft im Powerplay nach einem Zuspiel von Dominik Kubalík zur 2:1-Führung.

Lugano versucht zu reagieren, doch Zug erhöht den Druck kontinuierlich.

In der 34. Minute trifft Tomas Tatar zum 3:1. Der slowakische Stürmer verwertet ein Zuspiel von Tobias Geisser.

Lediglich 13 Sekunden später folgt bereits der nächste Treffer. Grégory Hofmann profitiert von einem Fehler des Lugano-Torhüters Robert Mayer und stellt auf 4:1.

Die vier Gegentreffer innerhalb von gut acht Minuten brechen den Widerstand der Gäste. Zug bestimmt nun das Spiel und geht mit einem komfortablen Vorsprung in die zweite Pause.

Senteler und Rohrer treffen erneut

Lugano gelingt zu Beginn des Schlussdrittels nochmals eine Reaktion. Oskar Lycksell verkürzt in der 42. Minute auf 2:4. David Olsson bereitet den Treffer vor.

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd hält allerdings nicht lange.

In der 48. Minute erzielt Senteler nach einem Zuspiel von Hofmann seinen zweiten Treffer des Abends. Nur zwei Minuten später macht auch Rohrer seinen Doppelpack perfekt.

Mit dem 6:2 ist die Partie endgültig entschieden. In der 58. Minute setzt Verteidiger Samuel Guerra nach Vorarbeit von Hofmann den Schlusspunkt.

Senteler beendet die Begegnung mit zwei Toren und zwei Assists. Rohrer steht nun bei sieben Saisontreffern. Auch Hofmann trägt mit einem Tor und mehreren Vorlagen wesentlich zum deutlichen Heimsieg bei.

Verletzungssorgen verschärfen Luganos Krise

Für Lugano kommt die Niederlage in einer schwierigen Phase. Trainer Tomas Mitell muss weiterhin auf mehrere wichtige Spieler verzichten.

Besonders schwer wiegt die angespannte Verletzungssituation beim HC Lugano. Captain Calvin Thürkauf, Alessio Bertaggia und Jesper Peltonen fallen länger aus.

Auch Dario Simion, Calle Dahlström, Lorenzo Canonica und Marco Zanetti fehlten gegen Zug.

Für die Tessiner ist es bereits die neunte Niederlage aus den letzten 13 Begegnungen. Nach dem 2:5 gegen Kloten und dem 1:2 nach Verlängerung in Bern setzt es nun die nächste Enttäuschung ab.

Zug empfängt Langnau – Lugano vor Tessiner Derby

Für den EV Zug geht es am Freitag, 30. Oktober, mit dem Heimspiel gegen die SCL Tigers weiter.

Lugano empfängt bereits am Donnerstag den Lausanne HC. Am Samstag folgt das Derby gegen Ambri-Piotta in der Gottardo Arena.

Mit nur 19 Punkten aus 16 Spielen benötigen die Bianconeri dringend eine sportliche Wende.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
28. Oktober 2026 · Nach den Dienstagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 16 +32 42
2. HC Ambri-Piotta 16 +4 29
3. Fribourg-Gottéron 16 +16 27
4. Genève-Servette 17 −8 26
5. SCL Tigers 17 +9 26
6. SC Bern 15 +3 25
7. Lausanne HC 18 −7 24
8. EV Zug 11 +14 22
9. HC Ajoie 17 −5 22
10. HC Davos 17 −10 21
11. EHC Biel-Bienne 16 −4 20
12. HC Lugano 16 −9 19
13. SCRJ Lakers 17 −16 18
14. EHC Kloten 17 −19 18

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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