GC und Vaduz trennen sich 2:2 – Kellerduell ohne Sieger
von belmedia Redaktion Allgemein Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Super League Themen Zürich Ⳇ Verbreitung
Der Grasshopper Club Zürich kommt im Heimspiel gegen den FC Vaduz nicht über ein 2:2 hinaus. Im direkten Duell zweier Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel verpassen beide Teams den erhofften Befreiungsschlag. Für GC ist das Unentschieden im Letzigrund besonders ärgerlich: Auch unter Trainer Olaf Janßen bleibt die Suche nach mehr Konstanz eine wichtige Aufgabe.
Die Liechtensteiner gehen am Samstag, 31. Oktober 2026, bereits in der 15. Minute durch Liridon Berisha in Führung. Manex Gibelalde gleicht neun Minuten später nach Vorarbeit von Óscar Clemente zum 1:1 aus. Zur Pause ist die Begegnung ausgeglichen, am Ende teilen sich die beiden Mannschaften beim 2:2 die Punkte.
Damit stehen beide Teams nach zwölf Meisterschaftsspielen bei zehn Zählern. Vaduz bleibt dank der besseren Tordifferenz vor den Grasshoppers. Für die Zürcher wäre ein Heimsieg wichtig gewesen, um sich im Tabellenkeller etwas Luft zu verschaffen. Nun bleibt der Abstand zu einem direkten Konkurrenten unverändert.
Vaduz schlägt früh zu
Das direkte Duell beginnt für die Grasshoppers ungünstig. Bereits in der 15. Minute erzielt Liridon Berisha nach Vorarbeit von Denis Simani das 1:0 für die Gäste.
Vaduz demonstriert damit einmal mehr seine offensive Gefährlichkeit. Die Mannschaft von Trainer Marc Schneider hatte vor der Begegnung bereits 22 Tore in elf Meisterschaftspartien erzielt.
Die Zürcher benötigen nach dem Rückstand eine schnelle Reaktion. Diese gelingt ihnen in der 24. Minute.
Óscar Clemente bereitet den Treffer vor, Manex Gibelalde stellt auf 1:1. Für GC ist der Ausgleich wichtig, weil die Gastgeber nach dem frühen Gegentor nicht erneut einer langen Aufholjagd hinterherlaufen müssen.
Beide Mannschaften brauchen dringend Punkte
Die Ausgangslage vor der Begegnung verdeutlicht die Bedeutung des Kellerduells.
Vaduz reist mit neun Punkten aus elf Spielen nach Zürich. Die Grasshoppers verfügen über die gleiche Ausbeute, weisen allerdings das deutlich schlechtere Torverhältnis auf.
Die Zürcher hatten zuletzt beim FC Basel ein 0:0 erreicht. Unter Olaf Janßen sollte die Mannschaft nun auch im eigenen Stadion einen wichtigen Schritt machen.
Vaduz wiederum hatte mit einem 3:0-Heimsieg gegen Basel auf sich aufmerksam gemacht, anschliessend aber bei Servette mit 1:2 verloren.
Das direkte Duell bietet deshalb beiden Trainern eine Gelegenheit, die eigene Mannschaft in eine günstigere Tabellenposition zu bringen.
Das erste Saisonduell endete mit einem Debakel für GC
Für die Grasshoppers besitzt die Begegnung auch wegen der Vorgeschichte eine besondere Bedeutung.
Am 30. August verloren die Zürcher auswärts im Rheinpark Stadion mit 2:5. Dabei hatte es zur Halbzeit noch 2:2 gestanden.
Dominik Schwizer und Juan Cabrera erzielten damals jeweils zwei Treffer für Vaduz. Vor allem nach dem Seitenwechsel hatten die Liechtensteiner die Schwächen der Zürcher konsequent ausgenutzt.
Der deutliche 5:2-Erfolg von Vaduz gegen GC gehörte zu den auffälligsten Resultaten der frühen Saisonphase.
Beim Wiedersehen im Letzigrund wollen die Zürcher zeigen, dass sie sich seit jener Niederlage weiterentwickelt haben. Das 2:2 verhindert immerhin eine weitere Niederlage gegen den Aufsteiger.
Olaf Janßen arbeitet an mehr Stabilität
Seit dem Trainerwechsel bei den Grasshoppers steht vor allem die defensive Organisation im Mittelpunkt.
Die Zürcher hatten in den ersten elf Meisterschaftsspielen bereits 26 Gegentore kassiert. Mit durchschnittlich mehr als zwei Gegentreffern pro Partie lässt sich eine erfolgreiche Saison nur schwer gestalten.
Das torlose Unentschieden gegen Basel war deshalb ein positives Signal. GC konnte gegen einen etablierten Konkurrenten ohne Gegentor bleiben.
Gegen Vaduz zeigt sich erneut, dass die Mannschaft weiterhin an ihrer Konstanz arbeiten muss.
Ein einzelner Punkt bringt die Zürcher zwar nicht entscheidend voran, verhindert aber, dass Vaduz im direkten Duell davonzieht.
Für Janßen wird wichtig sein, dass seine Mannschaft künftig auch knappe Begegnungen für sich entscheiden kann.
Vaduz behauptet die bessere Ausgangslage
Die Liechtensteiner bleiben nach der Punkteteilung vor GC klassiert.
Dabei liegt die Stärke von Vaduz bislang vor allem in der Offensive. Besonders Lutfi Dalipi hat in der laufenden Meisterschaft mehrfach seine Qualitäten als Torschütze und Vorbereiter unter Beweis gestellt.
Gegen GC im August war er an drei Treffern direkt beteiligt. Auch beim deutlichen 3:0 gegen Basel spielte er eine entscheidende Rolle.
Auf der anderen Seite kassierte Vaduz vor dem Gastspiel in Zürich bereits 23 Gegentore.
Das verdeutlicht eine ähnliche Problematik wie bei GC: Beide Mannschaften besitzen offensive Möglichkeiten, müssen aber defensiv verlässlicher werden.
Die nächsten Spiele gewinnen an Bedeutung
Für die Grasshoppers geht die Meisterschaft am 7. November mit dem Heimspiel gegen Lausanne-Sport weiter.
Auch dort trifft GC auf einen Gegner aus dem unteren Tabellenbereich. Ein Sieg wäre besonders wertvoll, um den Abstand zum Tabellenende zu vergrössern.
Vaduz empfängt am gleichen Wochenende den FC Sion.
Die Liechtensteiner treffen damit auf einen Gegner, der bisher wesentlich mehr Punkte gesammelt hat.
Nach dem 2:2 im Letzigrund bleibt für beide Mannschaften die gleiche Erkenntnis: Einzelne gute Auftritte reichen nicht aus, um sich dauerhaft vom Tabellenkeller zu entfernen. Dafür braucht es Siege und eine bessere defensive Stabilität.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert