Niederreiter vor ungewisser Zukunft – drei Schweizer Klubs beobachten die Lage
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Eishockey Freiburg Genf Graubünden Magazine nachrichtenticker.ch National League NHL Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Transfermarkt Ⳇ Verbreitung
Nino Niederreiter steht bei den Winnipeg Jets vor einer schwierigen Phase seiner NHL-Karriere. Der 34-jährige Bündner musste zuletzt mehrfach auf der Tribüne Platz nehmen und wartet in dieser Saison noch auf seinen ersten Skorerpunkt. Wie swisshockey.ch in Erfahrung bringen konnte, beobachten Fribourg-Gottéron und Genève-Servette seine Situation aufmerksam. Auch eine Rückkehr zum HC Davos könnte plötzlich zum Thema werden.
Der erfahrene Schweizer Nationalstürmer möchte sich weiterhin in Winnipeg durchsetzen. Doch seine Einsatzzeiten sind gesunken, und sein Platz in der Mannschaft ist nicht mehr selbstverständlich. In neun NHL-Partien blieb Niederreiter ohne Tor und Assist. Zuletzt musste er drei Spiele hintereinander zuschauen, bevor er gegen die Carolina Hurricanes wieder eingesetzt wurde.
Hinzu kommt die sportliche Krise der Jets. Die Mannschaft hat neun Begegnungen in Folge verloren und steht in der Central Division nur auf Rang sieben. Sollte Niederreiter seine Situation nicht verbessern können, könnte ein Wechsel innerhalb der NHL zur nächsten Option werden. Falls auch diese Möglichkeit keine passende Perspektive bietet, rückt eine Rückkehr in die Schweiz näher.
Niederreiter verliert in Winnipeg an Bedeutung
Für Nino Niederreiter verläuft die Saison 2026/27 bislang enttäuschend. Der langjährige NHL-Stürmer kommt bei Winnipeg nicht mehr regelmässig zum Einsatz.
Nach neun Partien steht der Schweizer bei null Skorerpunkten und zwölf Torschüssen. Seine durchschnittliche Eiszeit beträgt lediglich 12:02 Minuten.
Besonders deutlich wurde die veränderte Situation, als Niederreiter zuletzt dreimal hintereinander als überzähliger Spieler auf der Tribüne sass.
Beim 0:7 gegen Carolina kehrte er zurück, erhielt 14:26 Minuten Eiszeit und verzeichnete drei Torschüsse. Den sportlichen Absturz der Jets konnte aber auch er nicht verhindern.
Fribourg und Genève-Servette beobachten die Lage
Nach Informationen von swisshockey.ch verfolgen Fribourg-Gottéron und Genève-Servette die Entwicklung des Schweizer Nationalstürmers aufmerksam.
Für beide Vereine wäre Niederreiter eine aussergewöhnlich interessante Verstärkung. Der 34-Jährige bringt körperliche Präsenz, internationale Erfahrung und eine lange NHL-Karriere mit.
Besonders für Fribourg wäre ein Spieler mit seinen Qualitäten eine spannende Verstärkung der Offensive. Auch Genève-Servette könnte von seiner Erfahrung und seinem Durchsetzungsvermögen profitieren.
Entscheidend bleibt allerdings Niederreiters persönliche Planung. Der Bündner möchte seine Karriere in Nordamerika fortsetzen und bei den Jets wieder eine wichtigere Rolle übernehmen.
Der HC Davos als emotionale Alternative
Neben den beiden Westschweizer Vereinen könnte auch der HC Davos plötzlich ins Zentrum rücken.
Niederreiter stammt aus Chur und spielte vor seinem Wechsel nach Nordamerika im Nachwuchs des HCD. Die Verbindung zum Bündner Eishockey ist damit besonders eng.
Eine Rückkehr nach Davos hätte nicht nur sportlich, sondern auch persönlich eine besondere Bedeutung.
Der HCD könnte dem erfahrenen Flügelstürmer eine wichtige Rolle in einer ambitionierten National-League-Mannschaft bieten.
Ob diese Möglichkeit für Niederreiter konkret interessant wird, hängt insbesondere von seiner weiteren NHL-Perspektive ab.
Ein NHL-Transfer könnte zuerst zum Thema werden
Niederreiter besitzt bei Winnipeg einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2026/27. Sein jährlicher Cap Hit beträgt vier Millionen US-Dollar.
Seine Erfahrung könnte für andere NHL-Organisationen interessant sein. In 1039 Meisterschaftsspielen erzielte er 248 Tore und bereitete 251 weitere Treffer vor.
Damit steht er bei 499 NHL-Skorerpunkten und nur noch einen Punkt vor der prestigeträchtigen Marke von 500.
Eine Veränderung innerhalb der NHL würde seinem Wunsch entsprechen, weiterhin auf höchstem Niveau zu spielen.
Allerdings müsste ein interessierter Klub auch die finanzielle Seite seines laufenden Vertrags berücksichtigen.
Winnipegs Krise verschärft den Druck
Die sportliche Lage der Jets macht Niederreiters Situation nicht einfacher.
Wie die jüngste Niederlagenserie der Winnipeg Jets zeigt, befindet sich die Mannschaft in einer schwierigen Phase.
Seit dem 5:2 gegen Minnesota am 13. Oktober wartet Winnipeg auf einen weiteren Sieg. In neun Spielen kassierte das Team 37 Gegentore und erzielte lediglich 16 Treffer.
Trainer Scott Arniel sucht nach Lösungen. Die häufigen Veränderungen innerhalb der Mannschaft erschweren es Niederreiter, wieder einen festen Platz in den Angriffsformationen zu finden.
Bereits in der Nacht auf Mittwoch steht das Auswärtsspiel gegen Montréal auf dem Programm.
Die kommenden Wochen werden entscheidend
Für Niederreiter geht es nun darum, seine Position bei Winnipeg zurückzuerobern.
Regelmässige Einsatzzeiten und erste Skorerpunkte würden seine Ausgangslage verbessern. Gleichzeitig könnte sich bei anhaltenden Schwierigkeiten die Frage nach einem Wechsel stellen.
Mit Fribourg-Gottéron, Genève-Servette und dem HC Davos gibt es mehrere interessante Schweizer Perspektiven.
Noch steht für den Bündner aber sein NHL-Ziel im Vordergrund. Wie lange Winnipeg ihm dafür die nötigen Möglichkeiten bietet, dürfte seine weiteren Karriereentscheidungen wesentlich beeinflussen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert