FC Basel trennt sich per sofort von Lichtsteiner

Der FC Basel hat sich per sofort von Cheftrainer Stephan Lichtsteiner getrennt. Der Klub reagiert auf die aus seiner Sicht ausgebliebene sportliche Entwicklung und zwei Heimniederlagen in Folge. Assistenztrainer Luigi Nocentini übernimmt die erste Mannschaft interimistisch.

Der FCB gab die Trennung am Mittwochabend offiziell bekannt. Nach sieben Meisterschaftsrunden stehen die Basler bei drei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen.

Damit endet Lichtsteiners erste Station als Cheftrainer in der Super League nach gut sieben Monaten. Der frühere Captain der Schweizer Nationalmannschaft hatte die Basler Ende Januar 2026 übernommen.

FCB vermisst die erhoffte Entwicklung

Der FC Basel begründet den Entscheid vor allem mit der aus Sicht der sportlichen Führung fehlenden Weiterentwicklung der Mannschaft. Die in den vergangenen Wochen und Monaten angestrebten Verbesserungen seien nicht im erwarteten Mass eingetreten.

Nach sieben Meisterschaftsrunden und drei Niederlagen in vier Heimspielen beurteilt der Klub das Risiko einer negativen sportlichen Dynamik als zu gross.

Besonders schwer wiegen die beiden jüngsten Auftritte im St. Jakob-Park. Gegen den FC Sion gab Basel eine Führung aus der Hand und verlor mit 1:2.

Nur drei Tage später folgte gegen den FC Lugano ein ähnlicher Rückschlag. Metinho brachte den FCB kurz nach der Pause mit 1:0 in Führung, doch Yanis Cimignani und Uran Bislimi drehten die Partie innerhalb weniger Minuten. Ahmed Kendouci sorgte später für den 3:1-Endstand zugunsten der Tessiner.

Stocker hatte Lichtsteiner noch gestützt

Die Trennung kommt auch deshalb überraschend, weil Sportchef Valentin Stocker den Trainer erst wenige Tage zuvor öffentlich gestützt hatte. Die Trainerfrage beim FC Basel war nach den Niederlagen gegen Sion und Lugano zunächst noch ausdrücklich kein Thema.

Stocker hatte gleichzeitig deutlich gemacht, dass ihn die Entwicklung der Mannschaft nicht zufriedenstellte. Insbesondere nach Rückschlägen vermisste der sportliche Leiter Emotionen und eine überzeugende Reaktion auf dem Platz.

Nun hat die Klubführung ihre Einschätzung geändert. Der FCB sieht die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fortsetzung des langfristig angelegten Projekts nicht mehr als gegeben an.

Lichtsteiner hatte das Amt Ende Januar als Nachfolger von Ludovic Magnin übernommen. Zuvor hatte der ehemalige Juventus- und Arsenal-Verteidiger unter anderem im Nachwuchsbereich des FC Basel und beim FC Wettswil-Bonstetten als Trainer gearbeitet.

Auch Mario Cantaluppi verlässt Basel

Gemeinsam mit Lichtsteiner verlässt auch Assistenztrainer Mario Cantaluppi den FC Basel.

Cantaluppi war Teil des Trainerstabs um Lichtsteiner. Die Zusammenarbeit mit ihm wird ebenfalls per sofort beendet.

Bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist, übernimmt Luigi Nocentini die Verantwortung für die erste Mannschaft. Der Italiener gehört bereits seit Sommer 2024 zum Basler Trainerstab und kennt Mannschaft sowie Klubstrukturen entsprechend gut.

Der FC Basel will erst wieder eine Medienkonferenz durchführen, wenn der Nachfolger Lichtsteiners präsentiert werden kann. Auch die ursprünglich geplante Vorschau auf das nächste Meisterschaftsspiel wurde abgesagt.

Nocentini übernimmt gegen Luzern

Viel Zeit für die Aufarbeitung bleibt dem FCB nicht. Bereits am Sonntag, 13. September, steht um 16.30 Uhr das Auswärtsspiel beim FC Luzern auf dem Programm.

Nach sieben Runden haben die Basler zehn Punkte gesammelt. Die beiden jüngsten Heimniederlagen haben den Druck auf die Mannschaft deutlich erhöht.

Nocentini soll das Team nun kurzfristig stabilisieren, während die Klubführung parallel die Suche nach einem neuen Cheftrainer vorantreibt.

Für Lichtsteiner endet das Basler Kapitel damit deutlich früher als vom Klub ursprünglich erhofft. Die sportliche Führung zieht nach dem enttäuschenden Saisonstart die Konsequenzen und stellt die Mannschaft erneut unter eine neue Leitung.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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