Sandro Schmid steht vor Comeback gegen Pilsen

Fribourg-Gottéron erhält kurz vor dem Start der National League eine wichtige Verstärkung aus dem eigenen Kader zurück. Sandro Schmid steht nach seiner schweren Knieverletzung unmittelbar vor dem Comeback. Der 26-jährige Stürmer soll bereits am Freitag im Champions-League-Spiel gegen den HC Pilsen wieder eingesetzt werden können.

Schmid absolvierte am Donnerstag das Mannschaftstraining erstmals wieder ohne das rote Trikot, das ihn während der Aufbauphase vor Körperkontakt geschützt hatte. Damit hat der Freiburger einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zurück in den Spielbetrieb gemacht.

Noch vor wenigen Tagen war ein konkreter Termin offen. Bei Gottéron arbeitete Schmid zuletzt weiterhin an seiner Rückkehr nach der Knieverletzung. Nun deutet alles auf ein Comeback beim dritten CHL-Spiel der Saison hin.

Sechs Monate nach der Knieverletzung

Schmid hatte sich am 9. März im letzten Spiel der regulären Saison gegen den SC Bern am Knie verletzt. Bereits im ersten Drittel musste der Nationalstürmer die Partie vorzeitig beenden.

Wenige Tage später folgte die bittere Diagnose: Schmid würde die Playoffs verpassen. Damit fehlte einer der wichtigsten Schweizer Stürmer ausgerechnet während jener Phase, in der Fribourg-Gottéron erstmals in seiner Geschichte Schweizer Meister wurde.

Seitdem arbeitete Schmid über Monate an seinem Comeback. Im Sommer bestand sein Programm aus Rehabilitation, Physiotherapie, Krafttraining und schrittweise gesteigerten Einheiten auf dem Eis.

Anfang August kehrte der Angreifer ins Mannschaftstraining zurück. Körperkontakt war zunächst allerdings weiterhin tabu. Dafür trug Schmid das rote Trainingsleibchen, das bei Gottéron signalisiert, dass der betreffende Spieler nicht gecheckt werden darf.

Training wieder ohne Einschränkung

Nun ist die nächste wichtige Hürde genommen. Wie «La Liberté» berichtet, trainierte Schmid am Donnerstag wieder regulär mit seinen Teamkollegen und ohne das rote Kontaktverbot-Trikot.

Damit rückt sein erster Pflichtspieleinsatz seit März unmittelbar näher. Vorgesehen ist eine Rückkehr am Freitagabend in der Champions Hockey League beim tschechischen Vertreter HC Pilsen.

Für Trainer Roger Rönnberg ist das Comeback auch mit Blick auf den Saisonstart in der National League wertvoll. Gottéron eröffnet die Meisterschaft am Dienstag, 15. September, auswärts gegen den EHC Biel.

Schmid erhält damit möglicherweise bereits in der Champions League erste Spielpraxis, bevor wenige Tage später der nationale Wettbewerb beginnt.

Gottéron mit perfektem Start in die CHL

Sportlich haben die Freiburger ihre ersten beiden Pflichtspiele auch ohne Schmid gewonnen. Zum CHL-Auftakt setzte sich der Schweizer Meister bei den Graz99ers mit 4:2 durch.

Zwei Tage später folgte beim KAC Klagenfurt ein 3:1-Erfolg. Alle drei Freiburger Tore fielen dabei innerhalb von lediglich 67 Sekunden während desselben Überzahlspiels.

Mit sechs Punkten aus den ersten beiden Begegnungen hat Gottéron einen perfekten Start in den europäischen Wettbewerb hingelegt. Nun wartet mit Pilsen die dritte Aufgabe.

Die mögliche Rückkehr Schmids verschafft Rönnberg zusätzliche Optionen im Angriff. Vor seiner Verletzung gehörte der Schweizer Internationale zu den wichtigsten Offensivspielern der Freiburger.

Schmid langfristig an Gottéron gebunden

Schmid stammt aus dem Nachwuchs von Fribourg-Gottéron und gehört inzwischen zu den Führungsspielern des Klubs. Für die Saison 2026/27 wurde er neben Jacob de la Rose und Christoph Bertschy zu einem der Assistenzcaptains bestimmt.

Auch langfristig spielt der 26-Jährige eine zentrale Rolle in den Freiburger Planungen. Sein Vertrag läuft bis 2030.

Nach rund einem halben Jahr ohne Pflichtspiele steht nun allerdings zunächst die sportliche Rückkehr im Mittelpunkt. Verläuft der letzte Test wie geplant, könnte Schmid bereits am Freitagabend in Pilsen wieder im Gottéron-Trikot auf dem Eis stehen.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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