Genève empfängt Meister Fribourg – Derby mit viel Druck
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Freiburg Genf Magazine nachrichtenticker.ch National League Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch swisshockey.ch Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Genève-Servette empfängt am Freitagabend um 19.45 Uhr Fribourg-Gottéron zum Westschweizer Duell in Les Vernets. Beide Teams sind durchzogen in die neue National-League-Saison gestartet, Genève hat sich mit dem 4:2 gegen die Rapperswil-Jona Lakers zuletzt aber erstmals befreit. Fribourg reist als amtierender Meister mit fünf Punkten aus vier Spielen an.
Die Genfer stehen nach vier Partien bei vier Punkten und einem Torverhältnis von 10:15. Auf die Niederlagen gegen Lugano, Ajoie und die ZSC Lions folgte am Dienstag endlich der erste Sieg. Fribourg kommt auf fünf Punkte und 10:10 Tore. Die Freiburger gewannen gegen Lausanne und zuletzt nach Penaltyschiessen in Davos.
Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, von denen wir vor Saisonbeginn deutlich mehr erwartet haben. Genève-Servette haben wir auf Rang 6 eingestuft, Fribourg-Gottéron als Titelverteidiger auf Rang 4. Noch hat keines der beiden Teams seinen Rhythmus vollständig gefunden.
Genève stoppt den Fehlstart
Für Servette war der 4:2-Heimsieg gegen die Lakers enorm wichtig. Nach drei Partien ohne Sieg und nur einem Punkt aus dem Penaltyschiessen gegen Ajoie drohte der Saisonstart früh aus dem Ruder zu laufen.
Gegen Rapperswil gerieten die Genfer erneut unter Druck, fanden aber im Verlauf der Partie zurück und drehten die Begegnung. Damit gelang Sam Hallams Mannschaft im vierten Anlauf der erste Meisterschaftssieg.
Gerade offensiv war das ein wichtiges Signal. Nach dem 0:3 bei den ZSC Lions erzielte Genève wieder vier Tore und nutzte seine Chancen deutlich konsequenter.
Fribourg bleibt schwer zu schlagen
Auch Gottéron hat bislang keine perfekte Startphase hinter sich.
Zum Auftakt verlor der Meister 2:4 in Biel. Danach folgte ein 4:2 gegen Lausanne, ehe Rapperswil einen 0:2-Rückstand drehte und Fribourg mit 3:2 bezwang.
Am Dienstag zeigte die Mannschaft von Roger Rönnberg in Davos eine deutlich stabilere Leistung. Nach 65 Minuten stand es 1:1, im Penaltyschiessen setzte sich Gottéron durch und nahm zwei Punkte aus Graubünden mit.
Die Freiburger kassierten in vier Partien zehn Gegentreffer. Gleichzeitig erzielten sie ebenfalls zehn Tore. Die Bilanz ist damit ausgeglichen, aber noch weit von der Dominanz entfernt, mit der der Klub im vergangenen Frühling erstmals Schweizer Meister wurde.
Hallam gegen Rönnberg
Zusätzliche Spannung erhält die Partie durch die Trainer.
Sam Hallam hat Genève im Sommer übernommen und soll dem Team eine klarere, schnellere und strukturiertere Spielweise geben. Der Schwede kam nach erfolgreichen Jahren mit Växjö und bringt viel Erfahrung aus dem skandinavischen Eishockey mit.
Rönnberg dagegen führte Gottéron bereits in seiner ersten Saison zum historischen Meistertitel. Trotz gewichtiger Abgänge im Sommer blieb der Kern der Mannschaft konkurrenzfähig.
Beide Trainer stehen nun vor ähnlichen Aufgaben: Sie müssen neue Hierarchien festigen und gleichzeitig möglichst schnell Resultate liefern.
Genève will den Rückenwind nutzen
Für Servette wäre ein Sieg gegen den Meister mehr als nur der nächste Dreier.
Nach dem Fehlstart könnte das Team mit zwei Siegen in Folge erstmals einen echten Rhythmus aufbauen. Gerade vor eigenem Publikum wäre ein Erfolg gegen Fribourg zudem ein starkes Signal.
Auch Gottéron benötigt die Punkte. Nach vier Runden steht der Titelverteidiger zwar nicht unter akutem Druck, eine weitere Niederlage würde aber den durchzogenen Saisonbeginn verlängern.
Das direkte Duell dürfte deshalb von hoher Intensität geprägt sein.
Die nächsten Aufgaben warten bereits
Viel Zeit zur Erholung bleibt beiden Teams nicht.
Fribourg empfängt bereits am Samstag die SCL Tigers. Genève hat am Wochenende etwas mehr Pause und tritt am Sonntag in Biel an.
Danach folgen für beide weitere englische Wochen mit mehreren Partien innerhalb weniger Tage. Gerade deshalb wäre ein Erfolg im Westschweizer Derby auch für die unmittelbare Formkurve wichtig.
- Genève-Servette: 4 Spiele, 4 Punkte und 10:15 Tore.
- Fribourg-Gottéron: 4 Spiele, 5 Punkte und 10:10 Tore.
- Genève feierte zuletzt mit dem 4:2 gegen Rapperswil den ersten Saisonsieg.
- Fribourg gewann am Dienstag nach Penaltyschiessen mit 2:1 in Davos.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert