Bozon schiesst Servette spät zum Sieg gegen Zug

Genève-Servette setzt seinen starken Lauf in der National League fort. Die Genfer schlagen den EV Zug in den Vernets mit 2:1 und feiern damit bereits den sechsten Sieg aus den letzten sieben Spielen. Tim Bozon entscheidet die enge Partie drei Minuten nach dem Zuger Ausgleich.

Johnny Kneubuehler brachte Servette im Mitteldrittel in Führung. Zug musste bis in die 53. Minute warten, ehe Grégory Hofmann mit einem One-Timer das 1:1 erzielte. Die Antwort der Gastgeber folgte jedoch beinahe unmittelbar: Bozon traf in der 56. Minute zum entscheidenden 2:1.

Bemerkenswert ist der Erfolg auch wegen der schwierigen personellen Situation bei Genève-Servette. Die Westschweizer mussten erneut auf mehrere wichtige Spieler verzichten und brachten den knappen Vorsprung dennoch über die Zeit. Schon am Freitag hatte Servette trotz zahlreicher Ausfälle beim SC Bern nach Penaltyschiessen gewonnen.

Kneubuehler profitiert von Genoni-Fehler

Das erste Drittel blieb torlos. Die beste Genfer Möglichkeit hatte Jimmy Vesey bereits nach acht Minuten. Der Amerikaner entwischte in Unterzahl, setzte seinen Abschluss jedoch an den Pfosten.

Im Mittelabschnitt fanden die Gastgeber besser in die Partie. In der 31. Minute erhielt Servette noch einmal eine Chance im Powerplay. Kurz vor Ablauf der Zuger Strafe unterlief EVZ-Goalie Leonardo Genoni ein Fehler, den Johnny Kneubuehler zur 1:0-Führung nutzte.

Danach entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung, in der beide Torhüter lange kaum etwas zuliessen. Servette verteidigte den knappen Vorsprung bis weit ins Schlussdrittel.

Hofmann gleicht aus – Bozon antwortet

Zug erhöhte im letzten Abschnitt den Druck und wurde in der 53. Minute belohnt. Grégory Hofmann kam zu einem One-Timer und bezwang Robert Mayer zum 1:1. Vor dem Genfer Tor herrschte viel Verkehr, wodurch Mayer die Scheibe spät sah.

Der Ausgleich hielt allerdings nur rund drei Minuten. Tim Bozon brachte Servette erneut in Führung und stellte auf 2:1.

Für Bozon war es bereits das zweite wichtige Tor innerhalb weniger Tage. Am Freitag hatte er die Genfer auch beim 3:2 nach Penaltyschiessen in Bern mit dem ersten Treffer der Partie auf Kurs gebracht.

Zug versuchte in den Schlussminuten nochmals alles und brachte die Genfer Defensive mehrfach unter Druck. Servette überstand die kritischen Situationen jedoch und sicherte sich die drei Punkte.

Servettes Formkurve zeigt steil nach oben

Nach einem schwierigen Saisonstart hat sich Genève-Servette eindrücklich stabilisiert. Die Genfer verloren ihre ersten drei Meisterschaftsspiele gegen Lugano, Ajoie und die ZSC Lions.

Danach folgte die Wende. Servette punktete gegen Rapperswil, Fribourg, Biel, Kloten, Lausanne, Bern und nun auch gegen Zug. Aus den letzten sieben Spielen resultierten sechs Siege.

Für den EV Zug endet dagegen eine längere Pause mit einer Niederlage. Die Zentralschweizer hatten aufgrund ihres ungewöhnlichen Spielplans deutlich weniger Meisterschaftspartien absolviert als die meisten Konkurrenten.

Genf bestätigt mit dem Erfolg gegen den EVZ seine Position in der Spitzengruppe. Die offizielle SIHF-Tabelle war unmittelbar nach Spielende noch nicht um die Sonntagspartien aktualisiert. Deshalb ist unten der letzte offiziell bestätigte Tabellenstand vor den beiden Spielen vom Sonntagnachmittag aufgeführt.

🏆 DIE SCHLÜSSELMOMENTE

  • 31. Minute: Johnny Kneubuehler bringt Genève-Servette im Powerplay mit 1:0 in Führung.
  • 53. Minute: Grégory Hofmann gleicht mit einem One-Timer für Zug zum 1:1 aus.
  • 56. Minute: Tim Bozon erzielt das entscheidende 2:1 für Servette.
  • Form: Genève-Servette gewinnt zum sechsten Mal in den letzten sieben Meisterschaftsspielen.
📊NATIONAL LEAGUE – LETZTER OFFIZIELL BESTÄTIGTER STAND
Stand vor den Sonntagsspielen Genève-Servette – Zug und Ajoie – Lugano; die SIHF hatte diese Resultate zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht in die Tabelle eingerechnet.
Team Sp. Pkt. Tore Diff.
1. ZSC Lions 7 21 31:16 +15
2. Genève-Servette HC 9 15 28:26 +2
3. Fribourg-Gottéron 8 14 26:20 +6
4. HC Davos 8 13 21:20 +1
5. SCL Tigers 8 12 28:27 +1
6. HC Ambri-Piotta 8 11 23:29 -6
7. HC Ajoie 8 11 23:23 0
8. Lausanne HC 8 11 26:29 -3
9. EV Zug 5 10 21:12 +9
10. Rapperswil-Jona Lakers 8 9 23:32 -9
11. HC Lugano 6 8 22:21 +1
12. SC Bern 6 8 18:19 -1
13. EHC Biel-Bienne 7 7 23:25 -2
14. EHC Kloten 8 6 16:30 -14

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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