Medvedev kämpft sich weiter

Daniil Medvedev hat beim ATP Masters 1000 in Shanghai einen schwierigen Auftakt gemeistert. Der Russe besiegte am Samstag, 10. Oktober 2026, den Deutschen Jan-Lennard Struff nach Satzrückstand mit 4:6, 6:4, 6:3. Nach einem umkämpften Duell steht der ehemalige Weltranglistenerste in der dritten Runde.

Für Medvedev war es ein besonders wichtiger Erfolg. Erst wenige Tage zuvor war der 30-Jährige beim Turnier in Peking nach einem Zwischenfall mit einem Zuschauer disqualifiziert worden. In Shanghai stand er deshalb unter besonderer Beobachtung.

Struff verlangte seinem Gegner über weite Strecken alles ab. Doch Medvedev steigerte sich nach dem verlorenen ersten Satz, fand zunehmend zu seinem Spiel und entschied die Partie nach rund 1 Stunde und 52 Minuten für sich.

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Das Wichtigste auf einen Blick

Der Sieger: Daniil Medvedev setzt sich gegen Jan-Lennard Struff in drei Sätzen durch.

Das Resultat: 4:6, 6:4, 6:3 aus Sicht von Medvedev.

Die Besonderheit: Medvedev gewinnt sein erstes Match nach der Disqualifikation beim Turnier in Peking.

Die nächste Runde: Der an Nummer fünf gesetzte Russe erreicht die Runde der letzten 32.

Struff erwischt den besseren Start

Jan-Lennard Struff zeigte von Beginn an, dass er sich gegen den favorisierten Medvedev nicht verstecken wollte.

Der Deutsche setzte auf sein druckvolles Grundlinienspiel und versuchte, die Ballwechsel möglichst früh zu bestimmen.

Im ersten Satz gelang es Struff zweimal, seinem Gegner den Aufschlag abzunehmen. Damit erspielte er sich die entscheidenden Vorteile.

Medvedev fand zunächst nicht die gewünschte Konstanz und musste den Auftaktsatz mit 4:6 abgeben.

Für Struff war dies eine vielversprechende Ausgangslage. Der Deutsche hatte bereits bei früheren Begegnungen bewiesen, dass er Medvedev gefährlich werden kann.

Medvedev steigert sich im zweiten Satz

Nach dem Satzverlust reagierte Medvedev mit einer deutlich konzentrierteren Leistung.

Der Russe brachte seine Aufschlagspiele zunehmend sicher durch und setzte Struff bei dessen Service stärker unter Druck.

Lange blieb der zweite Satz ausgeglichen.

Erst im zehnten Spiel gelang Medvedev das entscheidende Break. Damit gewann er den Durchgang mit 6:4 und erzwang einen dritten Satz.

Die Partie war wieder völlig offen.

Entscheidendes Break im dritten Satz

Im letzten Durchgang entwickelte sich zunächst erneut ein enges Duell.

Beide Spieler versuchten, mit kraftvollen Aufschlägen und präzisen Grundschlägen die Kontrolle zu übernehmen.

Im sechsten Spiel gelang Medvedev das entscheidende Break.

Der Russe nutzte seinen Vorsprung und liess sich den Sieg anschliessend nicht mehr nehmen.

Mit 6:3 entschied er den dritten Satz für sich und verwandelte den Rückstand aus dem ersten Durchgang in einen wichtigen Auftakterfolg.



20 Asse unterstreichen Medvedevs Aufschlagstärke

Ein wichtiger Faktor war der Aufschlag des Russen.

Medvedev schlug während der Partie 20 Asse und gewann 72 Prozent seiner gesamten Aufschlagpunkte.

Seine Quote beim ersten Aufschlag lag bei 61 Prozent.

Auch in kritischen Situationen zeigte er sich widerstandsfähig. Von sieben Breakmöglichkeiten seines Gegners konnte er vier abwehren.

Die Zahlen verdeutlichen, wie wichtig der Service gerade in den entscheidenden Phasen war.

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Erstes Match nach dem Vorfall in Peking

Der Sieg in Shanghai hatte für Medvedev auch aus einem anderen Grund besondere Bedeutung.

Am Montag war der Russe beim ATP-Turnier in Peking im Halbfinal gegen Novak Djokovic disqualifiziert worden.

Medvedev hatte aus Frustration einen Ball geschlagen, der nach einem Abpraller von der Rückwand auf die Zuschauertribüne gelangte und eine Person am Auge traf.

Der Spieler entschuldigte sich anschliessend und erklärte, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe.

Die Disqualifikation hatte für grosses Aufsehen gesorgt.

In Shanghai kehrte Medvedev erstmals seit diesem Vorfall auf den Turnierplatz zurück.

Mit dem Sieg gegen Struff konnte er sich wieder auf das sportliche Geschehen konzentrieren.

Zweites Duell innerhalb einer Woche

Bemerkenswert ist auch, dass Medvedev und Struff erst wenige Tage zuvor aufeinandergetroffen waren.

Am 3. Oktober hatte der Russe beim ATP-Turnier in Peking mit 6:4, 6:3 gewonnen.

In Shanghai entwickelte sich dagegen eine deutlich engere Begegnung.

Struff zeigte sich verbessert und gewann diesmal sogar den ersten Satz.

Medvedev setzte sich dennoch erneut durch.

Im direkten Vergleich führt der Russe nun mit zehn Siegen gegenüber zwei Erfolgen des Deutschen.

Shanghai gehört zu den wichtigsten Turnieren der ATP-Tour

Das Shanghai Masters zählt zur Kategorie ATP Masters 1000.

Diese Turniere gehören nach den vier Grand-Slam-Veranstaltungen zu den bedeutendsten Wettbewerben im Herrentennis.

Gespielt wird auf Hartplatz.

Das Turnier bietet den besten Spielern der Welt die Gelegenheit, wertvolle Weltranglistenpunkte zu sammeln.

Medvedev gehört als Nummer fünf der Setzliste zu den prominentesten Teilnehmern.

Durch sein Freilos in der ersten Runde war das Duell mit Struff sein erster Auftritt bei der diesjährigen Austragung.



Medvedev will in Shanghai weiterkommen

Der Erfolg gegen Struff ist für den ehemaligen Weltranglistenersten ein wichtiger Schritt.

Nach einem schwierigen Start bewies er, dass er auch in einer engen Dreisatzpartie die Ruhe bewahren kann.

Gleichzeitig zeigte das Match, dass Medvedev seine Leistung weiter stabilisieren muss, wenn er in Shanghai um den Titel mitspielen möchte.

Vor allem gegen stärkere Gegner dürften Schwächephasen wie im ersten Satz schwerer zu korrigieren sein.

Für Struff endet das Turnier dagegen bereits in der zweiten Runde.

Der Deutsche kann sich dennoch zugutehalten, seinem favorisierten Gegner einen intensiven Kampf geliefert zu haben.

DIE WICHTIGSTEN MATCHDATEN

ATP Shanghai Masters 2026

Daniil Medvedev gegen Jan-Lennard Struff – 2. Runde.

Angabe Information
Datum 10. Oktober 2026
Sieger Daniil Medvedev
Resultat 4:6, 6:4, 6:3
Spieldauer Ca. 1 Stunde 52 Minuten
Asse Medvedev 20
Erster Aufschlag 61 Prozent
Direkter Vergleich 10:2 für Medvedev
Nächste Runde 3. Runde / letzte 32

 

Quellen: ATP Tour, Sportschau, Associated Press
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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