Brendan Lemieux für drei Spiele gesperrt – HC Davos verliert wichtigen Stürmer
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Graubünden Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Der HC Davos muss drei Meisterschaftsspiele auf Brendan Lemieux verzichten. Der 30-jährige kanadisch-amerikanische Stürmer wird nach seinem Check von hinten gegen Nico Dünner von den SC Rapperswil-Jona Lakers gesperrt. Die Szene ereignete sich am 30. Oktober 2026 in der Schlussphase einer dramatischen National-League-Partie. Für die Bündner bedeutet die Sanktion den vorübergehenden Ausfall eines körperlich starken Offensivspielers.
Lemieux traf Lakers-Captain Dünner bei 58:44 Minuten von hinten und beförderte ihn gegen die Bande. Die Schiedsrichter verhängten eine Fünfminutenstrafe sowie eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Am folgenden Tag eröffneten die Disziplinarinstanzen ein ordentliches Verfahren und sperrten den Davoser vorsorglich für eine Begegnung. Nun beträgt das Strafmass drei Spiele.
Besonders bemerkenswert ist die Vorgeschichte: Nur eine Woche zuvor war Lemieux selbst Opfer eines Checks gegen den Kopf- und Nackenbereich geworden. SCB-Stürmer Marc Marchon erhielt dafür ebenfalls drei Spielsperren. Der erneute Ausfall trifft den HC Davos in einer Phase, in der mehrere verletzte Spieler fehlen.
Check gegen Nico Dünner löst Verfahren aus
Die entscheidende Szene ereignet sich am Freitag, 30. Oktober, beim Heimspiel des HC Davos gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers.
Die Gäste führen mit 3:2, als Lakers-Captain Nico Dünner in der Schlussphase an den Puck gelangt. Kurz nachdem er die Scheibe in Richtung des verlassenen Davoser Tores gespielt hat, wird er von Brendan Lemieux von hinten gegen die Bande gecheckt.
Die Schiedsrichter unterbrechen die Partie und sprechen gegen den HCD-Stürmer eine Fünfminutenstrafe sowie eine Spieldauerdisziplinarstrafe aus.
Davos muss die letzten 76 Sekunden der regulären Spielzeit in Unterzahl bestreiten.
Zadina rettet Davos trotz Lemieux-Strafe
Sportlich nimmt die Begegnung anschliessend eine aussergewöhnliche Wendung.
Obwohl Davos in Unterzahl spielt, gelingt Filip Zadina bei 59:12 Minuten der Ausgleich zum 3:3.
Auch in der Verlängerung überstehen die Bündner die verbleibende Strafe. Im anschliessenden Penaltyschiessen setzen sie sich mit 4:3 durch.
Die dramatische Aufholjagd gegen die Lakers bringt Davos zwei Punkte, hat für Lemieux jedoch disziplinarische Folgen.
Aus vorsorglicher Sperre werden drei Spiele
Am Samstag, 31. Oktober, eröffneten die Disziplinarinstanzen der National League ein ordentliches Verfahren gegen Lemieux.
Der Stürmer wurde gleichzeitig vorsorglich für eine Meisterschaftspartie gesperrt und fehlte deshalb beim Auswärtsspiel gegen den Lausanne HC.
Mit der dreitägigen Spielsperre ist das Strafmass nun festgelegt.
Die bereits verbüsste Begegnung wird angerechnet. Damit muss Lemieux insgesamt noch zwei weitere Meisterschaftsspiele aussetzen.
Erst Opfer, nun selbst gesperrt
Die Vorgeschichte macht den Fall besonders bemerkenswert.
Am 23. Oktober wurde Lemieux während der Partie zwischen Davos und dem SC Bern von Marc Marchon am Kopf- und Nackenbereich getroffen.
Die Disziplinarinstanzen bestraften den Berner Angreifer am 26. Oktober mit drei Spielsperren und einer Busse von 5’020 Franken.
Nur sieben Tage nach jenem Vorfall wurde Lemieux selbst wegen eines gefährlichen Checks vom Eis geschickt.
Die beiden Szenen verdeutlichen, wie konsequent die National League gefährliche Körperkontakte beurteilt.
Davos verliert einen wichtigen Offensivspieler
Lemieux wechselte mit grosser NHL-Erfahrung nach Davos. Der robuste Flügelstürmer bringt Zweikampfstärke, Energie und Präsenz vor dem gegnerischen Tor ins Spiel.
In der laufenden Saison absolvierte er bislang 18 Meisterschaftsspiele. Dabei erzielte er fünf Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.
Seine sieben Skorerpunkte entsprechen durchschnittlich 0,39 Punkten pro Partie.
Für Josh Holden ist der Ausfall besonders unangenehm. Der Trainer musste bereits in den vergangenen Wochen zahlreiche personelle Veränderungen vornehmen.
Mit Simon Ryfors fällt ein weiterer wichtiger Angreifer langfristig aus. Auch Rasmus Asplund und Harrison Schreiber standen zuletzt verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
Weitere Umstellungen im Davoser Angriff
Die Sperre zwingt den HCD zu Anpassungen in seinen Offensivformationen.
Besonders im Forechecking und bei den Zweikämpfen entlang der Banden wird Lemieux fehlen.
Gleichzeitig bietet die Situation anderen Spielern zusätzliche Einsatzmöglichkeiten. Für Davos wird entscheidend sein, die fehlende körperliche Präsenz durch eine geschlossene Mannschaftsleistung auszugleichen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert