Europa

Kroatien gegen England – Verfolgerduell in Rijeka

In Rijeka wartet am Samstagabend ein richtungsweisendes Nations-League-Duell. Kroatien und England stehen nach zwei Spielen bei jeweils drei Punkten und kämpfen damit direkt um Rang zwei hinter dem makellosen Tabellenführer Spanien. Für beide Teams gilt: Wer verliert, gerät in der Gruppe früh erheblich unter Druck. Kroatien startete mit einem 2:1-Auswärtssieg in Tschechien in die Kampagne, musste danach beim 1:4 in Spanien aber einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. England verlor zum Auftakt zuhause mit 2:3 gegen Spanien, reagierte anschliessend jedoch mit einem 2:0-Sieg in Prag. Anthony Gordon und Harry Kane haben in beiden bisherigen Nations-League-Partien getroffen und sind damit die auffälligsten Offensivspieler der Three Lions. Anpfiff im Stadion HNK Rijeka ist am Samstag um 18.00 Uhr Schweizer Zeit. England geht personell fast vollständig in die Partie: Lediglich Nico O'Reilly hat das Camp verlassen und ist zur weiteren Behandlung zu Manchester City zurückgekehrt. Kroatien steht dagegen vor allem nach der klaren Niederlage gegen Spanien unter Zugzwang und braucht vor eigenem Publikum eine Reaktion.

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Finnland gegen Albanien – Duell um die Tabellenführung

In Helsinki steigt am Samstagnachmittag das Spitzenspiel der Nations-League-Gruppe C1. Albanien reist mit sechs Punkten aus zwei Spielen als Tabellenführer nach Finnland, die Gastgeber folgen mit vier Zählern unmittelbar dahinter. Besonders bemerkenswert: Beide Mannschaften haben in dieser Nations-League-Kampagne noch kein einziges Gegentor kassiert. Albanien startete mit einem 2:0-Heimsieg gegen Belarus und legte anschliessend beim 3:0 in San Marino nach. Finnland eröffnete die Kampagne sogar mit einem 7:0-Kantersieg in San Marino, kam drei Tage später zuhause gegen Belarus allerdings nicht über ein 0:0 hinaus. Damit stehen vor dem direkten Duell fünf albanische und sieben finnische Tore auf der einen Seite sowie jeweils eine makellose Defensive auf der anderen. Anpfiff im Olympiastadion von Helsinki ist am Samstag um 15.00 Uhr Schweizer Zeit. Für Albanien ist es laut UEFA der bislang schwierigste Test dieser Nations-League-Saison. Mit einem dritten Sieg würde die Mannschaft von Nationaltrainer Rolando Maran ihren Vorsprung an der Spitze deutlich ausbauen. Finnland kann dagegen mit einem Heimsieg selbst Rang eins übernehmen.

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Ukraine geht gegen Nordirland 0:3 unter

Die Ukraine erleidet in der Nations League einen schweren Rückschlag. Das Team verliert sein Heimspiel im slowakischen Trnava gegen Nordirland klar mit 0:3 und fällt damit in Gruppe B2 hinter Ungarn auf Rang drei zurück. Ciaron Brown trifft doppelt, Isaac Price erzielt den zweiten nordirischen Treffer. Nordirland erwischte den besseren Start und ging bereits in der 9. Minute in Führung. Nach einer Ecke von Trai Hume köpfte Ruairi McConville den Ball Richtung Tor, Brown stand am richtigen Ort und drückte ihn über die Linie. In der 22. Minute erhöhte Price nach einem schnellen Gegenstoss per Kopf auf 2:0. Die Ukraine versuchte danach zwar, mehr Druck aufzubauen, fand gegen die kompakte nordirische Defensive aber kaum ein Mittel. Kurz nach der Pause verfehlte Mykola Matviyenko das Tor knapp, ehe Brown in der 61. Minute nach einem weiten Freistoss von Pierce Charles zum 3:0 traf. Damit war die Partie praktisch entschieden.

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Džeko verabschiedet sich mit Remis gegen Schweden

Edin Džeko beendet seine fast 20-jährige Karriere im Nationalteam von Bosnien und Herzegowina mit einem 1:1 gegen Schweden. Viktor Gyökeres bringt den Gruppenleader in der 61. Minute in Führung, Kerim Alajbegović gleicht in der 80. Minute aus. Džeko selbst verlässt das Feld nach 63 Minuten unter grossem Applaus und beendet seine Länderspielkarriere mit 152 Einsätzen und 73 Toren. Bosnien hielt gegen Schweden von Beginn an gut mit und hatte in der ersten Halbzeit sogar Pech, dass Džekos vermeintlicher Treffer in der Nachspielzeit nicht zählte. Zuvor war bereits ein schwedisches Tor von Gyökeres wegen Handspiels aberkannt worden. Nach der Pause nutzte Schweden einen Ballgewinn im Mittelfeld zur Führung, ehe Alajbegović mit einer missglückten Flanke, die an Freund und Feind vorbeiging, noch den Ausgleich erzielte. Mit dem Punkt bleibt Bosnien in der Gruppe B4 auf Rang zwei und damit mitten im Rennen um die Spitzenplätze. Schweden führt nach drei Spielen mit sieben Punkten, Bosnien folgt mit fünf Zählern, Polen hat vier Punkte. Rumänien steht nach der 0:6-Niederlage gegen Polen weiterhin ohne Punkt da.

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Türkei geht in Belgien unter – Montella immer stärker unter Druck

Die Türkei steckt in der Nations League tief in der Krise. Das Team von Vincenzo Montella verliert auswärts in Lüttich gegen Belgien klar mit 0:3 und bleibt nach drei Gruppenspielen ohne einzigen Punkt. Kevin De Bruyne entscheidet die Partie mit zwei Treffern praktisch im Alleingang, Romelu Lukaku setzt in der Schlussphase den Schlusspunkt. Belgien ging bereits in der 10. Minute in Führung. De Bruyne traf von der Strafraumgrenze zum 1:0 und stellte die türkische Defensive früh vor Probleme. Dodi Lukébakio traf danach zweimal Aluminium. Die Türkei hatte durch Arda Güler zwar einige gute Aktionen, brachte Belgiens Torhüter Senne Lammens insgesamt aber zu selten ernsthaft in Bedrängnis. Nach einer Stunde schlug De Bruyne erneut zu. Der belgische Captain traf mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 2:0. In der 76. Minute erhöhte der eingewechselte Romelu Lukaku aus kurzer Distanz auf 3:0. Damit war die dritte türkische Niederlage im dritten Nations-League-Spiel endgültig besiegelt.

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Lewandowski zerlegt Rumänien – Polen gewinnt 6:0

Polen meldet sich in der Nations League eindrücklich zurück. Die Mannschaft von Jan Urban schlägt Rumänien im PGE Narodowy in Warschau mit 6:0, Robert Lewandowski erzielt in seinem 170. Länderspiel einen Hattrick. Für Rumänien wird die Lage nach der dritten Niederlage im dritten Gruppenspiel immer bedrohlicher. Die Partie kippte in der 22. Minute, als Radu Drăgușin wegen eines taktischen Fouls die Rote Karte sah. Zwei Minuten später verwandelte Lewandowski den fälligen Penalty zur polnischen Führung. Nach der Pause dauerte es nur zwei Minuten bis zum nächsten Treffer des Captains. Ein Eigentor von Virgil Ghiță, Tore von Piotr Zieliński und Jan Bednarek sowie Lewandowskis dritter Treffer sorgten schliesslich für das 6:0. Für Polen war es nach dem 0:0 gegen Bosnien und Herzegowina und dem 1:3 in Schweden der dringend benötigte erste Sieg dieser Nations-League-Kampagne. Die Weiss-Roten stehen nach drei Partien nun bei vier Punkten und bleiben damit im Rennen um die vorderen Plätze der Gruppe B4. Rumänien dagegen ist nach drei Niederlagen weiterhin punktelos.

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Grasshopper Club Zürich verpflichtet Olaf Janssen als Cheftrainer bis Sommer 2027

Der Grasshopper Club Zürich freut sich, die Verpflichtung von Olaf Janssen als neuen Cheftrainer bekannt zu geben. Der 59-jährige Deutsche übernimmt die erste Mannschaft mit sofortiger Wirkung. Er unterzeichnet einen Vertrag bis Sommer 2027. Olaf Janssen bringt umfangreiche Trainererfahrung aus dem deutschen Fussball mit. Zuletzt stand er beim SV Sandhausen an der Seitenlinie. Davor war er viereinhalb Jahre lang bei Viktoria Köln tätig, wo er zum dienstältesten Cheftrainer der dritten deutschen Profi-Liga wurde, viermal den Mittelrheinpokal gewann und zahlreichen Nachwuchsspielern ihr Debüt in der ersten Mannschaft ermöglichte.

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Italien besteht Härtetest in Paris – 1:1 gegen Frankreich

Italien setzt seinen Aufwärtstrend unter Roberto Mancini fort. Die Azzurri holen im Stade de France ein 1:1 gegen Frankreich und bestehen damit den bislang schwierigsten Test der neuen Nations-League-Kampagne. Michael Olise brachte die Franzosen in der 55. Minute in Führung, Alessandro Bastoni glich in der 68. Minute aus. Frankreich bestimmte über weite Strecken den Ballbesitz, doch Italien hatte bereits vor der Pause die klareren Möglichkeiten. Moise Kean scheiterte an Mike Maignan, Davide Frattesi kam ebenfalls gefährlich zum Abschluss. Nach dem Seitenwechsel wurde Frankreich stärker, Gianluigi Donnarumma rückte mit mehreren Paraden in den Mittelpunkt und musste sich erst bei einem präzisen Freistoss von Olise geschlagen geben. Italien reagierte jedoch stark. Bastoni eroberte weit vorne den Ball gegen Lucas Da Cunha und traf zum 1:1. In der Schlussphase sah Dayot Upamecano nach einem Foul an Kean die zweite Gelbe Karte. Italien drückte in Überzahl sogar noch auf den Sieg, musste sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen. Nach dem 4:1 in der Türkei ist das Remis in Paris dennoch der nächste wichtige Schritt.

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Achillessehnenriss – Csillag fällt lange aus

Schwerer Rückschlag für Aurélie Csillag und das Schweizer Frauen-Nationalteam: Die 23-jährige Angreiferin hat sich im Cupspiel des Liverpool FC gegen Birmingham City die Achillessehne gerissen. Untersuchungen bestätigten die schwere Verletzung, nachdem Csillag kurz vor der Pause auf einer Trage vom Feld gebracht worden war. Sie wird sowohl Liverpool als auch der Schweizer Nati lange fehlen. Liverpool bestätigte die Diagnose am Donnerstag offiziell. Wie der englische Klub mitteilte, soll Csillag nun von Spezialisten untersucht werden, bevor die weiteren Behandlungsschritte festgelegt werden. Eine konkrete Ausfalldauer wurde deshalb noch nicht kommuniziert. Bei einer derart schweren Verletzung steht für die Schweizerin zunächst die medizinische Behandlung und anschliessend ein längerfristiger Wiederaufbau im Vordergrund. Für die Schweiz kommt der Ausfall zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Bereits am 9. Oktober beginnt gegen Israel die erste Runde der Playoffs zur Weltmeisterschaft 2027. Das Hinspiel findet im ungarischen Mezőkövesd statt, am 13. Oktober folgt das Rückspiel in Sion. Nationaltrainer Rafel Navarro muss dabei ohne Csillag planen und hat Lydia Andrade vom 1. FC Köln als Ersatz aufgeboten.

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Woltemade unter Druck – Deutschland sucht weiter die Nummer 9

Deutschland feiert beim 2:0 gegen Serbien den ersten Sieg unter Jürgen Klopp, doch bei Nick Woltemade bleibt ein bitterer Moment hängen. Der Mittelstürmer vergab in der 59. Minute aus wenigen Metern eine riesige Chance und geriet danach in der deutschen Presse deutlich in die Kritik. Damit flammt gleichzeitig eine alte Diskussion wieder auf: Wer ist Deutschlands verlässliche Nummer 9? Philipp Treu brachte den Ball von rechts präzise vor das serbische Tor, Woltemade stand nur wenige Meter vor dem praktisch leeren Gehäuse – und setzte den Abschluss über die Latte. Selbst der 24-Jährige konnte die Szene kaum fassen. Zwei Minuten später erzielte Florian Wirtz das 2:0 und nahm Woltemades Fehlschuss damit zumindest sportlich die unmittelbare Bedeutung. Doch die Szene beschäftigt die deutschen Medien. Der "Kicker" sprach von einer kolossalen Gelegenheit, auch andere deutsche Medien kritisierten Woltemades fehlende Konsequenz im Abschluss. Dabei war sein Auftritt keineswegs komplett schwach: Der Stürmer beteiligte sich am Kombinationsspiel und bereitete unter anderem eine gute Möglichkeit für Serge Gnabry vor. Vor dem Tor fehlte ihm jedoch erneut die Effizienz, die von einer deutschen Nummer 9 erwartet wird.

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Schweizerinnen verlieren auch gegen Finnland klar mit 1:4

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel beim Turnier der Women’s Euro Hockey Tour in Lahti verloren. Zwei Tage nach dem 0:5 gegen Schweden unterlag das Team von Head Coach Shannon Miller Gastgeber Finnland mit 1:4. Nicole Vallario erzielte den einzigen Schweizer Treffer. Die Schweiz erwischte erneut einen denkbar schlechten Start. Bereits nach 31 Sekunden ging Finnland mit 1:0 in Führung. Die Reaktion folgte allerdings schnell: In der 6. Minute traf Vallario mit einem präzisen Handgelenkschuss zum 1:1. Auch der Beginn des zweiten Drittels missriet den Schweizerinnen – nur 14 Sekunden nach Wiederbeginn stellte Finnland auf 2:1. Damit konnte die Schweiz die deutliche 0:5-Auftaktniederlage gegen Schweden nicht mit einer Reaktion im Resultat beantworten. Die Ausgangslage ist vor dem letzten Turnierspiel klar: Am Samstag um 13.00 Uhr trifft die Nati in Lahti auf Tschechien und erhält dort die letzte Chance auf einen Erfolg bei diesem Zusammenzug.

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Sina Frei greift in Lake Placid nach der Kristallkugel

Sina Frei steht vor dem entscheidenden Wochenende ihrer herausragenden Mountainbike-Saison. Beim Weltcup-Finale in Lake Placid kämpft die 29-jährige Zürcherin heute zunächst um den Gesamtsieg im Short Track und besitzt dort die deutlich bessere Ausgangslage als Jenny Rissveds. Auch im Cross-Country-Gesamtweltcup ist der Titel rechnerisch noch möglich. Im Short Track führt Frei vor dem letzten Rennen mit 100 Punkten Vorsprung auf Rissveds. Sollte die Schwedin das Finale gewinnen, benötigt Frei mindestens Rang drei, um die Kristallkugel aus eigener Kraft zu sichern. Wird Rissveds Zweite, genügt der Schweizerin bereits Rang neun. Gestartet wird heute um 17.45 Uhr Schweizer Zeit. Deutlich schwieriger ist die Situation im olympischen Cross Country. Dort führt Rissveds vor dem Saisonfinale mit 220 Punkten Vorsprung, insgesamt sind aus Short Track und Cross Country noch maximal 330 Punkte für die kombinierte XCO-Gesamtwertung zu holen. Frei hat den Titel damit noch nicht abgeschrieben, braucht aber ein nahezu perfektes Wochenende und gleichzeitig einen Rückschlag ihrer schwedischen Rivalin. Ihre aktuelle Form stimmt: in Soldier Hollow fuhr Frei zuletzt auch im Cross Country als Dritte aufs Podest.

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Ronaldo-Streit eskaliert – Polizei greift bei Portugals Ankunft ein

Der Streit zwischen Cristiano Ronaldo und Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus sorgt nun auch ausserhalb des Platzes für heftige Szenen. Bei der Ankunft der portugiesischen Nationalmannschaft am Flughafen Francisco Sá Carneiro in Porto wurde Jesus von einem Anhänger massiv beschimpft. Als anschliessend auch unter den wartenden Fans ein Streit ausbrach, musste die Polizei eingreifen und die Beteiligten voneinander trennen. Portugal war nach dem 4:2-Sieg gegen Dänemark nach Porto gereist, wo sich die Mannschaft auf das Nations-League-Heimspiel gegen Norwegen vorbereitet. Beim Verlassen des Terminals richtete ein Ronaldo-Anhänger eine ganze Serie von Beschimpfungen gegen Jesus. Er warf dem Nationaltrainer unter anderem ein übergrosses Ego vor und erklärte lautstark, Jesus sei im Vergleich mit Cristiano Ronaldo "nichts wert". Zu einem bestätigten körperlichen Angriff auf den Trainer kam es jedoch nicht. Die Stimmung verschärfte sich zusätzlich, als sich andere Anhänger in die Diskussion einmischten und unterschiedliche Positionen zum Konflikt zwischen Ronaldo und Jesus vertraten. Beamte der PSP trennten die Beteiligten und sorgten dafür, dass die portugiesische Delegation sicher zum Mannschaftsbus gelangte. Die neue Eskalation folgt nur einen Tag nach Cristiano Ronaldos spektakulärer Abreise aus dem Nationalteam.

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Jesus blockt Ronaldo-Fragen ab – Portugal antwortet auf dem Platz

Portugal hat nach dem Wirbel um Cristiano Ronaldo die sportlich deutlichste Antwort gegeben: Die Seleção gewann in Kopenhagen 4:2 gegen Dänemark und steht nach drei Nations-League-Spielen bei der maximalen Ausbeute von neun Punkten. Nationaltrainer Jorge Jesus wollte nach der Partie kaum noch über den abgereisten Captain sprechen. Für ihn stand die Leistung seiner Mannschaft klar im Vordergrund. João Cancelo, Gonçalo Ramos, Vitinha und João Félix erzielten die portugiesischen Treffer. Dänemark kam durch Mikkel Damsgaard und Rasmus Højlund zweimal zum Ausgleich, doch Portugal blieb ruhig und setzte sich in der zweiten Halbzeit entscheidend ab. Jesus bezeichnete die Vorstellung als die beste unter seiner Leitung und hob vor allem hervor, wie konsequent seine Mannschaft die zuvor trainierten Abläufe umgesetzt habe. Die Fragen zu Ronaldo verschwanden damit trotzdem nicht. Der Superstar hatte die portugiesische Auswahl nach dem Konflikt um seine sportliche Rolle vorzeitig verlassen. Seine Abreise hatte bereits am Flughafen für weitere Aufregung gesorgt. Jesus vermied nach dem 4:2 jedoch jede neue Eskalation und wiederholte lediglich seinen Grundsatz: Spieler könnten unterschiedliche Rollen und unterschiedlichen Status besitzen, die Regeln seien aber für alle gleich.

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Yakin warnt vor Slowenien – Nati will dritten Sieg

Die Schweizer Nationalmannschaft geht mit zwei Siegen und 6:0 Toren in das Nations-League-Heimspiel gegen Slowenien. Murat Yakin verlangt am Samstagabend in Luzern dennoch volle Konzentration und einen starken Auftritt. Von einer möglichen frühen Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg will der Nationaltrainer noch nichts wissen. Die Schweiz führt die Gruppe B1 nach dem 3:0 in Nordmazedonien und dem 3:0 in Schottland mit sechs Punkten an. Slowenien folgt mit vier Zählern unmittelbar dahinter und hat ebenfalls noch kein Gegentor kassiert. Yakin kündigte an, "ein, zwei Bewegungen" speziell auf den Gegner auszurichten. Gleichzeitig betonte er, dass seine Mannschaft ihren eigenen Rhythmus finden und das Spiel kontrollieren wolle. Für die Nati ist es das erste Heimspiel dieser Nations-League-Kampagne. Anpfiff ist am Samstag um 20.45 Uhr in der thermoplan arena in Luzern. Die Ausgangslage ist ausgezeichnet, trotzdem bleibt Yakin bei seiner Linie von Spiel zu Spiel. Der aktuelle Länderspielblock mit den Partien gegen Slowenien und Nordmazedonien ist Teil eines kompakten Nations-League-Programms mit insgesamt sechs Gruppenspielen.

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Italien muss bei Inacio aufpassen – Brasilien bleibt im Hintergrund

Samuele Inacio steht bei Italien plötzlich im Mittelpunkt einer heiklen Personalfrage. Der 18-jährige Offensivspieler von Borussia Dortmund gehört zwar zum erweiterten Kreis von Roberto Mancini, hat in der laufenden Nations League aber noch keine Pflichtspielminute erhalten. Sollte sich daran auch gegen die Türkei am Montag nichts ändern, bleibt die Tür für Brasilien weiter offen. Inacio wurde für die Partien gegen Belgien, die Türkei und Frankreich nominiert, schaffte es bislang aber nicht in ein Pflichtspiel. Beim 0:2 gegen Belgien und beim 4:1 in der Türkei kam er nicht zum Einsatz, für das heutige Spiel gegen Frankreich reiste er gar nicht mit nach Paris. Stattdessen blieb er mit acht weiteren Spielern in Coverciano und absolvierte dort ein eigenes Trainingsprogramm. Der Fall ist deshalb brisant, weil Inacio international noch nicht endgültig an Italien gebunden ist. Zwar debütierte er am 3. Juni beim Testspielsieg in Luxemburg für die Azzurri, doch es blieb bei einer Minute in einem Freundschaftsspiel. Mancini hält grosse Stücke auf den Dortmunder und will ihn behutsam heranführen. Beim 4:1 gegen die Türkei erhielten bereits mehrere junge Italiener ihre Chance – Inacio wartet dagegen weiter.

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Manchester City legt Rekurs ein – Finanzverfahren geht weiter

Manchester City hat offiziell Rekurs gegen den Schuldspruch der unabhängigen Premier-League-Kommission eingelegt. Der englische Meister reichte die Berufung beim Vorsitzenden des Judicial Panel ein und will damit die Feststellungen zu den schweren Verstössen gegen die Finanzregeln anfechten. Das Verfahren geht nun vor ein unabhängiges Appeal Board und bleibt bis zur zulässigen Veröffentlichung des Entscheids vertraulich. Die unabhängige Kommission hatte City am 29. September wegen sämtlicher schwerwiegender Finanzvorwürfe über den Zeitraum von 2009/10 bis 2017/18 schuldig gesprochen. Nach ihren Feststellungen wurden unter anderem Scheinverträge verwendet, Einnahmen künstlich erhöht und Kosten reduziert. Der finanzielle Effekt dieser Konstruktionen belief sich laut Kommission auf mehr als 900 Millionen Pfund. Zudem wurden drei von vier Vorwürfen wegen mangelnder Kooperation mit der Premier League bestätigt. Manchester City bestreitet die Vorwürfe weiterhin und nutzt nun die im Regelwerk vorgesehene Berufungsmöglichkeit. Der Schritt war bereits angekündigt worden und erfolgte fristgerecht. Bereits nach dem Schuldspruch hatte sich die Diskussion um mögliche Sanktionen verschärft. Auch frühere Premier-League-Spieler hatten sich öffentlich zum City-Urteil und seinen möglichen Folgen geäussert.

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Mara Winter sprintet sensationell zu U23-EM-Gold

Mara Winter ist U23-Europameisterin im Strassenrennen. Die 20-jährige Schweizerin setzte sich in Ljubljana nach 88,4 Kilometern im Sprint einer Dreiergruppe gegen die Niederländerin Nienke Vinke und die slowakische Weltmeisterin Viktoria Chladonova durch. Nur acht Tage nach ihrem bitteren vierten Rang an der WM in Montreal holt Winter damit ihren bisher grössten Erfolg auf der Strasse. Die Entscheidung fiel aus einer kleinen Spitzengruppe heraus. Winter ging gemeinsam mit Vinke und Chladonova auf die Zielgerade und behielt im entscheidenden Sprint die Nerven. Die Schweizerin setzte sich vor der Niederländerin durch, während Chladonova Bronze gewann. Für Winter war die Erleichterung unmittelbar nach der Zieldurchfahrt riesig. "Ich kann es nicht glauben. Ich glaube, ich träume", sagte sie nach ihrem Triumph. Der Erfolg unterstreicht den bemerkenswerten Aufstieg der jungen Schweizerin. Erst vor wenigen Tagen gehörte Winter bei der U23-WM in Montreal bereits zu den stärksten Fahrerinnen und verpasste als Vierte eine Medaille nur knapp. Damals fehlte ihr im Sprint um Bronze der letzte Schritt. Nun folgte in Ljubljana die perfekte Antwort. Winter gehörte bereits zum Schweizer Aufgebot für die Weltmeisterschaften in Montreal und bestätigt innerhalb weniger Tage, dass sie international an der Spitze ihrer Altersklasse angekommen ist.

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