EV Zug: Bengtsson fällt monatelang aus

Schwerer Rückschlag für den EV Zug: Lukas Bengtsson hat sich beim 3:1-Auswärtssieg gegen den EHC Kloten das Wadenbein gebrochen und fällt mehrere Monate aus. Der 32-jährige schwedische Verteidiger musste am Sonntag mit der Bahre vom Eis gebracht werden. Die Diagnose bestätigte der Klub am Montag, 12. Oktober 2026. Auch Stürmer Chris Egli muss nach einer Handverletzung weiterhin pausieren.

Bengtsson verletzte sich in der 55. Minute bei einem Zweikampf. Anschliessend wurde er ins Zuger Kantonsspital gebracht, wo die Untersuchungen einen Wadenbeinbruch ergaben. Für Montag wurde eine Operation angesetzt. Wann der Schwede wieder Eishockey spielen kann, hängt vom Heilungsverlauf ab. Eine konkrete Rückkehrfrist steht noch nicht fest.

Für die Innerschweizer kommt die Nachricht zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Zug hat wegen des Umbaus seiner Heimspielstätte bislang ausschliesslich auswärts gespielt und nach sieben Meisterschaftspartien 13 Punkte gesammelt. Mit Bengtsson verliert die Mannschaft einen wichtigen Verteidiger, der in seinen ersten sechs Saisonspielen fünf Assists verbucht hatte.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Lukas Bengtsson: Wadenbeinbruch beim Auswärtsspiel gegen Kloten.
Ausfall: Mehrere Monate, Operation am 12. Oktober vorgesehen.
Chris Egli: Handverletzung nach geblocktem Schuss, operativer Eingriff notwendig.
Rückkehr Egli: Frühestens nach der Nationalmannschaftspause Mitte November.
Was das bedeutet
Zug muss seine Defensive für längere Zeit ohne einen erfahrenen ausländischen Leistungsträger organisieren. Gleichzeitig schränkt Eglis Ausfall die personellen Möglichkeiten im Angriff ein. Das Trainerteam muss die Aufgaben auf weitere Spieler verteilen.

Schlimme Diagnose nach dem Sieg in Kloten

Am Sonntag hatte der EV Zug zunächst Grund zur Freude. Die Mannschaft gewann beim EHC Kloten mit 3:1 und holte drei wichtige Punkte in der National League.

Tobias Geisser brachte die Zuger im Mitteldrittel in Führung. Nach dem Ausgleich durch Petteri Puhakka sorgten Dominik Kubalik und Grégory Hofmann im Schlussabschnitt für die Entscheidung.

Doch der Erfolg wurde von der Verletzung Bengtssons überschattet.

In der 55. Minute kam es zu einem Zweikampf, bei dem sich der Schwede schwer verletzte. Er blieb auf dem Eis liegen und musste schliesslich auf einer Bahre abtransportiert werden.

Bereits unmittelbar nach der Begegnung war die Sorge gross. Unser Bericht über den Zuger Auswärtssieg in Kloten schilderte den Zwischenfall und die zunächst ungeklärte Verletzungssituation.

Nun steht fest, dass der Verteidiger einen Wadenbeinbruch erlitten hat. Die medizinischen Untersuchungen erfolgten im Zuger Kantonsspital. Dort war am Montag auch die Operation vorgesehen.

Bengtsson fehlt der Zuger Defensive

Sportlich wiegt der Ausfall schwer. Der 32-Jährige zählt zu den erfahrenen Abwehrspielern des EVZ und übernimmt wichtige Aufgaben im Spielaufbau.

Mit seinen Fähigkeiten am Puck, seiner Übersicht und seiner Erfahrung kann Bengtsson das Spiel aus der eigenen Zone heraus gestalten. Zudem bringt er offensives Potenzial mit.

In den ersten sechs Meisterschaftspartien der laufenden Saison sammelte der Schwede fünf Assists. Diese Bilanz zeigt, welchen Beitrag er zur Offensive leistet, obwohl seine Hauptaufgabe in der Verteidigung liegt.

Für Zug bedeutet sein monatelanger Ausfall, dass die Verantwortung innerhalb der Defensive neu verteilt werden muss.

Andere Verteidiger werden zusätzliche Eiszeit übernehmen und insbesondere im Spielaufbau mehr Verantwortung tragen müssen.

Auch Chris Egli muss operiert werden

Neben Bengtsson muss der EV Zug weiterhin auf Chris Egli verzichten.

Der Schweizer Stürmer hatte sich am 29. September bei der Begegnung in Rapperswil verletzt. Beim Blocken eines gegnerischen Schusses zog er sich eine Handverletzung zu.

Die Verletzung machte inzwischen einen operativen Eingriff notwendig. Damit verlängert sich seine Abwesenheit.

Egli wird frühestens nach der Nationalmannschaftspause Mitte November wieder im Zuger Aufgebot stehen können.

Für die Mannschaft ist dies ein zusätzlicher Rückschlag, denn neben der Defensive ist nun auch die Offensive von einer längeren personellen Einschränkung betroffen.

Ungewöhnlicher Saisonstart erschwert die Planung

Der EV Zug befindet sich ohnehin in einer besonderen Situation.

Wegen des Umbaus der eigenen Arena musste die Mannschaft ihre bisherigen Meisterschaftsspiele ausschliesslich auswärts absolvieren. Nach sieben Begegnungen stehen 13 Punkte auf dem Konto.

Während viele Konkurrenten bereits zehn oder elf Partien bestritten haben, liegt Zug bei der Anzahl Spiele deutlich zurück.

Der jüngste Erfolg gegen Kloten war deshalb sportlich wertvoll. Gleichzeitig zeigt die Verletzung Bengtssons, wie schnell sich die Ausgangslage verändern kann.

Das Trainerteam muss nun Lösungen finden, um den Verlust eines wichtigen Verteidigers über mehrere Monate aufzufangen.

Am Samstag wartet der HC Ajoie

Die nächste Meisterschaftspartie bestreitet Zug am Samstag, 17. Oktober, auswärts gegen den HC Ajoie.

Bis dahin wird sich zeigen, wie die Innerschweizer ihre Verteidigungsformationen neu zusammenstellen.

Für Bengtsson beginnt nach der vorgesehenen Operation die Rehabilitation. Entscheidend wird sein, wie der Heilungsprozess verläuft.

Die Verletzung betrifft den EVZ auch über die laufenden Meisterschaftsspiele hinaus. Der Schwede besitzt einen Vertrag bis zum Frühjahr 2027, und zuletzt waren Gespräche über eine mögliche Verlängerung bekannt geworden.

Sportlich steht zunächst aber im Vordergrund, den langfristigen Ausfall aufzufangen und die gute Punkteausbeute trotz der schwierigen Personalsituation fortzusetzen.

AKTUELLER STAND
EV Zug – Verletztenübersicht
National League 2026/27 · 12. Oktober 2026
Merkmal Angaben
Spieler Lukas Bengtsson
Position Verteidiger
Verletzung Wadenbeinbruch
Verletzt seit 11. Oktober 2026
Ausfallzeit Mehrere Monate
Medizinische Massnahme Operation am 12. Oktober geplant
Spieler Chris Egli
Position Stürmer
Verletzung Handverletzung
Verletzt seit 29. September 2026
Behandlung Operation notwendig
Früheste Rückkehr Nach der Nationalmannschaftspause Mitte November

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

Publireportagen

Empfehlungen

gourmetnews.ch
Gott.ch