Genf empfängt frischen EV Zug zum Härtetest

Genève-Servette empfängt heute um 14.00 Uhr den EV Zug in den Vernets. Für die Genfer ist es bereits das vierte Spiel innerhalb von sechs Tagen, während Zug deutlich ausgeruhter anreist. Trotz zahlreicher Ausfälle und hoher Belastung liegt Servette mit 15 Punkten auf Rang drei und will den nächsten Heimsieg nachlegen.

Genf hat am Freitag beim SC Bern mit 3:2 nach Penaltyschiessen gewonnen. Robert Mayer hielt 34 von 36 Schüssen und blieb auch im Penaltyschiessen unbezwungen. Zug kommt seinerseits mit Rückenwind aus dem 5:2-Auswärtssieg bei den Rapperswil-Jona Lakers und hat mit zehn Punkten aus nur fünf Spielen bislang eine starke Punkteausbeute.

Die Ausgangslage ist deshalb speziell: Genève-Servette hat fast doppelt so viele Meisterschaftsspiele absolviert wie der EVZ. Während die Genfer körperlich stark gefordert sind, konnte Zug deutlich mehr regenerieren. Gleichzeitig muss Servette weiterhin auf mehrere Spieler verzichten, darunter Jesse Puljujärvi, der nach seiner Aktion gegen Erik Brännström für insgesamt drei Spiele gesperrt wurde.

Genf spielt zum vierten Mal in sechs Tagen

Für die Mannschaft von Sam Hallam ist die Belastung derzeit aussergewöhnlich hoch.

Am Dienstag spielte Servette gegen Kloten, am Mittwoch folgte das Léman-Derby in Lausanne, am Freitag die Partie in Bern und nun bereits am Sonntag das Heimspiel gegen Zug.

Trotz dieses Programms hat Genf zuletzt immer wieder Lösungen gefunden.

Besonders der 3:2-Sieg in Bern zeigte, wie widerstandsfähig die Mannschaft derzeit ist. Tim Bozon brachte die Grenat in Führung, Dave Sutter glich im Schlussdrittel zum 2:2 aus und Jimmy Vesey erzielte im Penaltyschiessen den entscheidenden Treffer.

Robert Mayer war mit 34 Paraden einer der wichtigsten Faktoren.

Personalsorgen werden grösser

Die hohe Belastung hinterlässt Spuren.

Puljujärvi fehlt auch gegen Zug. Der Finne wurde nach seinem Check gegen Brännström für drei Spiele gesperrt und kann damit erneut nicht eingesetzt werden.

Zusätzlich musste Sakari Manninen die Partie in Bern im dritten Drittel verletzt verlassen. Der Genfer Klub liess am Samstag weitere Untersuchungen durchführen.

Damit muss Hallam seine Linien erneut anpassen.

Gerade gegen einen körperlich frischen Gegner wie Zug könnte die Breite des Kaders deshalb entscheidend werden.

Zug kommt mit viel mehr Frische

Der Unterschied im Spielrhythmus könnte am Sonntagnachmittag eine grosse Rolle spielen.

Während Genf innerhalb von sechs Tagen vier Partien bestreitet, ist es für Zug erst das zweite Spiel dieser Woche.

Der EVZ spielte zuletzt am Dienstag in Rapperswil und gewann dort klar mit 5:2.

Beim 5:2 gegen die Lakers entschied Zug die Partie mit vier Toren im Mitteldrittel.

Fünf verschiedene Spieler trafen für den EVZ, was die offensive Breite der Zentralschweizer unterstreicht.

Kovar führt den EVZ an

Ein Schlüsselspieler bei Zug ist erneut Jan Kovar.

Der Captain steht nach fünf Meisterschaftsspielen bereits bei acht Skorerpunkten, darunter drei Tore und fünf Assists.

Auch die Gesamtbilanz des EVZ ist bemerkenswert.

Zug hat erst fünf Spiele absolviert, dabei aber bereits zehn Punkte gesammelt. Zum Saisonstart gewann die Mannschaft 5:0 in Lausanne und 6:2 in Davos.

Danach folgten Niederlagen gegen Lugano und Langnau, ehe in Rapperswil die Reaktion gelang.

Servette trotz Belastung weiter vorne dabei

Genève-Servette steht nach neun Spielen bei 15 Punkten auf Rang drei.

Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass die Mannschaft trotz zahlreicher Ausfälle und des dichten Spielplans weiterhin konstant punktet.

Zug liegt mit zehn Punkten auf Rang zehn, hat allerdings vier Partien weniger absolviert als Servette.

Die Tabelle ist deshalb nur bedingt vergleichbar.

Das heutige Duell ist vielmehr ein Aufeinandertreffen zweier Teams mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen: Genf kommt mit Rhythmus und Moral, Zug mit deutlich mehr Frische.

🏒 GENF – ZUG: DAS IST WICHTIG

  • Anpfiff: Sonntag, 4. Oktober, um 14.00 Uhr in den Vernets.
  • Genf: Viertes Spiel innerhalb von sechs Tagen.
  • EV Zug: Zehn Punkte aus erst fünf Meisterschaftsspielen.
  • Personal: Jesse Puljujärvi fehlt gesperrt, Sakari Manninen ist nach seiner Verletzung fraglich.
📊NATIONAL LEAGUE – AKTUELLER STAND
Rang / Team Sp. S OT-S SO-S SO-N OT-N N Tore Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 8 7 1 0 0 0 0 34:18 +16 23
2. SCL Tigers 9 4 0 1 0 1 3 34:29 +5 15
3. Genève-Servette HC 9 3 0 2 2 0 2 28:26 +2 15
4. HC Ambri-Piotta 9 4 0 1 0 0 4 25:30 -5 14
5. Fribourg-Gottéron 9 3 1 1 1 0 3 27:22 +5 14
6. HC Davos 9 4 0 0 1 0 4 24:24 0 13
7. Lausanne HC 9 3 0 1 0 1 4 28:32 -4 12
8. SC Rapperswil-Jona Lakers 9 2 2 0 0 1 4 27:35 -8 11
9. HC Ajoie 8 1 2 1 1 1 2 23:23 0 11
10. EV Zug 5 3 0 0 0 1 1 21:12 +9 10
11. EHC Biel-Bienne 8 3 0 0 1 0 4 27:28 -1 10
12. SC Bern 7 2 0 0 1 2 2 21:23 -2 9
13. HC Lugano 6 2 1 0 0 0 3 22:21 +1 8
14. EHC Kloten 9 1 1 0 0 1 6 18:36 -18 6

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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