Kimey Casanova gewinnt Olympia-Gold – Schweizer Triathlon-Talent schreibt Geschichte

Die Schweiz feiert bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar einen historischen Erfolg. Die erst 16-jährige Zürcherin Kimey Luna Casanova gewinnt am Freitag, 6. November 2026, die Goldmedaille im Triathlon. Nach 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen erreicht sie das Ziel in 58:58 Minuten. Damit ist Casanova die erste Europäerin, die bei Olympischen Jugendspielen den Einzelwettbewerb der Triathletinnen gewinnt.

Die Athletin aus Wallisellen setzt sich im senegalesischen Küstenort Saly gegen die Ungarin Jázmin Kropkó und die Estin Evamaria Albert durch. Nach dem Schwimmen und Radfahren gehört Casanova zur Spitzengruppe. Auf der abschliessenden Laufstrecke entwickelt sich ein spannendes Duell mit Kropkó. Erst auf dem letzten Kilometer kann sich die Schweizerin entscheidend absetzen und ihren Vorsprung bis ins Ziel auf 21 Sekunden ausbauen.

Für den Schweizer Nachwuchssport ist dieser Triumph ein weiterer bedeutender Erfolg. Casanova hatte bereits im September bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Pontevedra Bronze gewonnen. Nun gelingt ihr auf olympischer Bühne der bislang grösste Sieg ihrer jungen Karriere. Die Zürcherin gilt damit als eines der vielversprechendsten Talente im Schweizer Triathlon.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Olympiasiegerin: Kimey Luna Casanova (Schweiz), 16 Jahre.
Siegerzeit: 58:58 Minuten im Sprint-Triathlon.
Podest: Casanova vor Kropkó (Ungarn) und Albert (Estland).
Entscheidung: Die Schweizerin setzt sich auf dem letzten Laufkilometer ab.
Historisch: Erstes europäisches Einzelgold im Frauen-Triathlon der Jugendspiele.
Was das bedeutet
Die Zürcherin bestätigt mit dem Olympiasieg ihre internationale Spitzenstellung im Nachwuchs. Nach WM- und EM-Bronze ist Gold in Dakar ihr bisher grösster Erfolg. Für Swiss Triathlon ist der Triumph ein starkes Signal für die nächste Athletinnengeneration.

Starker Auftakt im Meer vor Saly

Der olympische Wettkampf beginnt am Strand von Saly südlich der senegalesischen Hauptstadt Dakar.

32 Nachwuchsathletinnen aus ebenso vielen Nationen treten über die Sprintdistanz an.

Auf den ersten 750 Metern im offenen Wasser setzt sich die Ungarin Jázmin Kropkó an die Spitze. Sie erreicht gemeinsam mit der Chinesin Enge Xu und der Südafrikanerin Taylor Foster nach 9:27 Minuten den ersten Wechsel.

Casanova verliert nur wenig Zeit und schafft den Anschluss an die entscheidende Gruppe.

Auf dem Velo legt Casanova die Grundlage

Die anschliessende Radstrecke führt über einen flachen Rundkurs von insgesamt 20 Kilometern.

Eine zehnköpfige Spitzengruppe setzt sich von den Verfolgerinnen ab und erarbeitet sich einen Vorsprung von rund zwei Minuten.

Casanova fährt aufmerksam mit und vermeidet unnötige Kraftverluste.

Damit schafft sich die Schweizerin eine hervorragende Ausgangslage für ihre stärkste Disziplin.

Goldentscheidung auf den letzten Laufkilometern

Nach dem zweiten Wechsel entwickelt sich an der Spitze ein Zweikampf zwischen Casanova und Kropkó.

Die beiden Nachwuchstalente liefern sich auf der fünf Kilometer langen Laufstrecke ein enges Rennen.

Erst auf dem letzten Kilometer kann die Zürcherin das Tempo nochmals erhöhen.

Kropkó verliert den Anschluss, während Casanova entschlossen dem Ziel entgegenläuft.

Nach 58:58 Minuten überquert die Schweizerin als Siegerin die Ziellinie.

Die Ungarin erreicht das Ziel 21 Sekunden später. Weitere 18 Sekunden dahinter sichert sich Evamaria Albert aus Estland Bronze.

Mit 16 Jahren bereits WM-Medaillengewinnerin

Der Olympiasieg kommt nicht überraschend.

Casanova hatte bereits während der Saison 2026 mehrfach bewiesen, dass sie international zur Spitze ihrer Altersklasse gehört.

Im Juli gewann sie bei den Junioren-Europameisterschaften über die Sprintdistanz im polnischen Elbląg Bronze.

Im September folgte bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Pontevedra eine weitere Bronzemedaille.

Dort belegte sie hinter der Ungarin Fanni Szalai und ihrer Schweizer Teamkollegin Anouk Danna den dritten Rang.

Bei den Jugend-Europameisterschaften in Melilla klassierte sie sich Mitte Oktober auf Platz sechs.

Schweizer Triathlon erlebt erfolgreiche Monate

Casanovas Triumph passt zur erfreulichen Entwicklung der Schweizer Triathlonszene.

Im Oktober gewann bereits Max Studer den Weltcup in Peking. Der Solothurner setzte sich damals mit einer besonders starken Laufleistung durch.

Der Weltcupsieg von Max Studer in Peking unterstrich die internationale Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Elite.

Nun sorgt Casanova auch im Nachwuchs für einen herausragenden Erfolg.

Ein historischer Sieg für Europa

Seit der Einführung der Olympischen Jugendspiele 2010 hatte noch keine Europäerin das Frauen-Einzelrennen im Triathlon gewonnen.

In Singapur siegte die Japanerin Yuka Sato, vier Jahre später die Australierin Brittany Dutton.

2018 triumphierte in Buenos Aires die Südafrikanerin Amber Schlebusch.

Casanova durchbricht diese Serie mit ihrem Sieg im Senegal.

Die 16-Jährige aus Wallisellen gewinnt damit nicht nur eine olympische Goldmedaille, sondern schreibt auch ein neues Kapitel der europäischen Triathlongeschichte.

AKTUELLER STAND
Olympische Jugendspiele – Triathlon Frauen
6. November 2026 | Saly, Senegal | Sprintdistanz
Rang / Athletin Land Zeit
1. Kimey Luna Casanova SUI 58:58
2. Jázmin Kropkó HUN 59:19
3. Evamaria Albert EST 59:37
4. Maria Romero Lopez ESP 59:47
5. Taylor Foster RSA 1:00:34
6. Piper Anderson AUS 1:00:47

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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