Lakers scheitern an dezimiertem Servette – Le Coultre entscheidet nach sieben Sekunden

Die SCRJ Lakers verpassen gegen ein stark ersatzgeschwächtes Genève-Servette einen wichtigen Heimsieg. Die Rosenstädter verlieren am Dienstagabend, 27. Oktober 2026, vor 3’926 Zuschauern mit 1:2 nach Verlängerung. Trotz deutlicher Schussüberlegenheit und fünf Überzahlgelegenheiten gelingt ihnen nur ein Treffer. Simon Le Coultre entscheidet die Partie bereits sieben Sekunden nach Beginn der Verlängerung.

Johnny Kneubuehler bringt die Genfer in der 36. Minute in Führung. Lange findet Rapperswil-Jona gegen die kompakte Defensive der Gäste keine Antwort. Erst Dominic Lammer gleicht in der 56. Minute nach Vorarbeit von Tanner Fritz und Jacob Larsson aus. Die Hoffnung auf einen zweiten Punkt endet jedoch unmittelbar nach dem ersten Bully der Verlängerung.

Besonders bitter ist die Niederlage angesichts der Genfer Verletzungssorgen. Trainer Sam Hallam fehlen neun Spieler, darunter mehrere ausländische Leistungsträger. Trotzdem beendet Servette seine Niederlagenserie und verbessert sich auf 26 Punkte. Die Lakers bleiben mit 18 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz und müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, eine günstige Gelegenheit nicht genutzt zu haben.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: SCRJ Lakers – Genève-Servette 1:2 n.V. (0:0, 0:1, 1:0, 0:1).
Entscheidung: Simon Le Coultre trifft nach 60:07 Minuten.
Torschützen: Kneubuehler und Le Coultre für Genf, Lammer für die Lakers.
Personalsituation: Genève-Servette fehlen neun verletzte Spieler.
Torhüter: Stéphane Charlin pariert 21 von 22 Schüssen.
Was das bedeutet
Die Lakers verpassen den dritten Sieg hintereinander und bleiben mit Kloten punktgleich am Tabellenende. Genève-Servette verschafft sich mit einer disziplinierten Mannschaftsleistung Luft. Für Rapperswil-Jona werden die Begegnungen gegen Davos und Ajoie besonders wichtig.

Lakers vergeben ihre Überzahlchancen

Die Gastgeber beginnen engagiert und erhalten bereits früh mehrere Möglichkeiten, mit einem Spieler mehr auf dem Eis für Gefahr zu sorgen.

Doch Servette übersteht die kritischen Situationen. Die Genfer verteidigen kompakt und können sich auf ihren Torhüter Stéphane Charlin verlassen.

Im ersten Drittel muss die Mannschaft von Sam Hallam drei Unterzahlsituationen überstehen. Trotzdem geht es torlos in die erste Pause.

Für die Lakers ist die fehlende Effizienz ärgerlich. Gegen einen Gegner mit erheblichen personellen Problemen wäre eine frühe Führung besonders wertvoll gewesen.

Kneubuehler nutzt die Genfer Gelegenheit

Auch im zweiten Drittel entwickeln die Lakers mehr Spielanteile, ohne daraus den erhofften Nutzen zu ziehen.

Nach 35:14 Minuten gelingt stattdessen Genève-Servette die Führung. Johnny Kneubuehler trifft nach Zuspielen von Roger Karrer und Mika Henauer zum 0:1.

Der Treffer verändert den Charakter der Partie. Die Gäste können sich noch stärker auf ihre defensive Organisation konzentrieren.

Simon Le Coultre bringt den Puck wenig später ebenfalls im Tor unter. Der vermeintliche Treffer zählt wegen einer vorausgegangenen Abseitsposition von Jesse Puljujärvi jedoch nicht.

So bleibt die Begegnung vor dem Schlussdrittel offen.

Lammer rettet die Lakers in die Verlängerung

Im letzten Abschnitt versuchen die Rosenstädter mit zunehmendem Druck den Ausgleich zu erzwingen.

Genève verteidigt geschickt und hält die gefährlichen Abschlussmöglichkeiten lange in Grenzen. Charlin bleibt aufmerksam.

Erst in der 56. Minute findet Dominic Lammer eine Lücke. Der Stürmer gleicht nach Vorarbeit von Tanner Fritz und Jacob Larsson zum 1:1 aus.

Für Lammer ist es ein weiterer wichtiger Treffer. Bereits beim Auswärtssieg der Lakers gegen Kloten hatte er getroffen und zum Erfolg beigetragen.

Nun scheint Rapperswil-Jona das Momentum auf seiner Seite zu haben. Mit dem späten Ausgleich erzwingen die Gastgeber immerhin einen zusätzlichen Punkt.

Nach sieben Sekunden ist alles vorbei

Die Verlängerung entwickelt sich für die Lakers zum Schock.

Unmittelbar nach dem ersten Bully übernimmt Simon Le Coultre die Scheibe. Der Genfer Verteidiger startet einen entschlossenen Vorstoss und dringt in die Angriffszone ein.

Mit einer Einzelaktion lässt er die Gegenspieler hinter sich und überwindet Melvin Nyffeler zwischen den Schonern.

Nach exakt sieben Sekunden ist die Verlängerung beendet.

Le Coultre, der wegen der Verletzung von Noah Rod die Captainrolle übernimmt, wird damit zum entscheidenden Spieler des Abends.

Neun Ausfälle bei Genève-Servette

Die Niederlage wiegt für Rapperswil-Jona besonders schwer, weil der Gegner mit einer aussergewöhnlich langen Verletztenliste angereist ist.

Mit Adam Boqvist, Markus Granlund, Luca Hischier, Sakari Manninen, Vincent Praplan, Noah Rod, Jan Rutta, Vili Saarijärvi und Ramon Untersander fehlen den Genfern neun Spieler.

Gerade die Ausfälle von Granlund und Manninen schränken die offensiven Möglichkeiten deutlich ein. Auch in der Verteidigung muss Hallam improvisieren.

Trotzdem gelingt den Gästen eine geschlossene Mannschaftsleistung. Charlin erreicht mit 21 Paraden eine Fangquote von 95,5 Prozent.

Die Lakers müssen ihrerseits auf Luca Capaul, Daniil Ustinkov und Sandro Zangger verzichten. Zudem fehlt Dany Segafredo krankheitsbedingt.

Rapperswil-Jona bleibt im Tabellenkeller

Nach den beiden Siegen gegen Ambri und Kloten hatten die Lakers neue Hoffnung geschöpft.

Gegen Genève-Servette wäre der dritte Erfolg hintereinander möglich gewesen. Stattdessen bleibt ein einzelner Punkt.

Mit 18 Zählern aus 17 Begegnungen liegen die Rosenstädter auf Rang 13. Kloten weist ebenfalls 18 Punkte auf, besitzt aber die schlechtere Tordifferenz.

Am Freitag, 30. Oktober, gastieren die Lakers beim HC Davos. Einen Tag später empfangen sie den HC Ajoie.

Genève-Servette reist am Freitag nach Fribourg und empfängt am Samstag den EHC Biel-Bienne.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
28. Oktober 2026 · Nach den Dienstagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 16 +32 42
2. HC Ambri-Piotta 16 +4 29
3. Fribourg-Gottéron 16 +16 27
4. Genève-Servette 17 −8 26
5. SCL Tigers 17 +9 26
6. SC Bern 15 +3 25
7. Lausanne HC 18 −7 24
8. EV Zug 11 +14 22
9. HC Ajoie 17 −5 22
10. HC Davos 17 −10 21
11. EHC Biel-Bienne 16 −4 20
12. HC Lugano 16 −9 19
13. SCRJ Lakers 17 −16 18
14. EHC Kloten 17 −19 18

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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