Lausanne will Müller oder Landry sofort – Ambrì blockt
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch swisshockey.ch Tessin Themen Transfers Vereine Waadt Ⳇ Verbreitung
Der Lausanne HC möchte seine Offensive noch vor dem Saisonstart verstärken und hat dabei zwei bereits für die Zukunft eingeplante Spieler im Visier. Die Waadtländer versuchen, Miles Müller oder Manix Landry schon jetzt von Ambrì-Piotta zu holen – doch die Tessiner zeigen bislang keine Bereitschaft für einen vorzeitigen Transfer.
Wie die Waadtländer Zeitung «24 heures» berichtet, möchte Lausanne mindestens einen der beiden Stürmer bereits für die Saison 2026/27 verpflichten. Müller und Landry sollen nach bisherigen Medienberichten ohnehin ab 2027/28 zum LHC wechseln.
Ambrì-Sportchef Lars Weibel will derzeit jedoch nicht über einen vorzeitigen Spielertausch verhandeln. Damit bleiben der 21-jährige Müller und der 23-jährige Landry vorerst Teil des Kaders in der Leventina.
Lausanne sucht Verstärkung für die Offensive
Der Wunsch nach einem vorzeitigen Transfer kommt nicht überraschend. Lausanne hat mit Théo Rochette einen wichtigen Schweizer Offensivspieler verloren, der seine Karriere bei den Detroit Red Wings fortsetzt.
Rochette gehörte in der vergangenen Saison zu den produktivsten Spielern der Waadtländer. Der 24-jährige Center kämpft derzeit in Detroit um seine nächste Chance in Nordamerika.
Müller und Landry würden deshalb gut in das Anforderungsprofil des LHC passen. Beide kennen die National League, sind noch jung und verfügen über weiteres Entwicklungspotenzial.
Miles Müller wurde am 19. Dezember 2004 geboren und stammt aus der Nachwuchsorganisation des EHC Biel. Nach mehreren Jahren in der kanadischen Juniorenliga wechselte der schweizerisch-kanadische Stürmer zu Ambrì-Piotta.
Manix Landry ist am 23. November 2002 geboren. Der kanadisch-amerikanische Center spielt mit Schweizer Lizenz und zählt ebenfalls zum aktuellen Ambrì-Kader.
Weibel will keinen vorzeitigen Deal
Die entscheidende Frage ist nun, ob Lausanne Ambrì doch noch zu Verhandlungen bewegen kann. Laut «24 heures» zeigt sich Weibel momentan nicht bereit, einen vorzeitigen Spielertausch zu diskutieren.
Aus Sicht der Tessiner ist diese Haltung nachvollziehbar. Müller und Landry gehören zum aktuellen Kader und ein Abgang unmittelbar vor Beginn der neuen National-League-Saison würde in der Offensive eine zusätzliche Lücke schaffen.
Die offizielle Mannschaftsliste von Ambrì führt beide weiterhin als Stürmer des Teams für 2026/27. Ein Wechsel ist somit keineswegs bereits beschlossen.
Für Lausanne besteht deshalb nur dann die Chance auf eine sofortige Verpflichtung, wenn sich die Position von Ambrì noch verändert oder die beiden Clubs eine für beide Seiten interessante Lösung finden.
Lausanne besitzt viele Verteidiger
Verhandlungsmasse wäre bei den Waadtländern grundsätzlich vorhanden. Lausanne verfügt aktuell über einen aussergewöhnlich breit besetzten Defensivkader.
Zum Aufgebot gehören unter anderem Colin Miller, Romain Loeffel, Michael Fora, Sami Niku, Erik Brännström, Aurélien Marti, Fabian Heldner und Nathan Vouardoux. Insgesamt führt der Club derzeit zwölf Verteidiger im Kader der ersten Mannschaft.
Gemäss «24 heures» könnte Lausanne deshalb auch versuchen, einen Verteidiger abzugeben. Ob ein solcher Spieler direkt Teil eines möglichen Geschäfts mit Ambrì werden könnte, ist allerdings offen.
Die Tessiner haben einem solchen Szenario bislang nicht zugestimmt.
Ausländischer Stürmer als Alternative
Sollte der LHC weder Müller noch Landry vorzeitig bekommen, bleibt eine weitere Möglichkeit. Lausanne könnte auf dem internationalen Transfermarkt nach einem zusätzlichen ausländischen Stürmer suchen.
Damit dürfte die Kaderplanung der Waadtländer noch nicht vollständig abgeschlossen sein. Der Wunsch nach zusätzlicher Qualität im Angriff ist vorhanden, während gleichzeitig genügend Tiefe in der Defensive besteht.
Bei Müller und Landry liegt der Ball derzeit jedoch bei Ambrì. Lausanne würde einen der beiden gerne ein Jahr früher übernehmen – doch ohne Zustimmung der Tessiner bleibt es vorerst beim Wunsch der Waadtländer.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert