Pogačar wieder draussen auf dem Rad – Saison 2026 bleibt trotzdem beendet

Tadej Pogačar macht nach seinem schweren Vuelta-Sturz weitere Fortschritte. Der Slowene sass am 26. September erstmals seit seiner Operation wieder draussen auf dem Rennrad und zeigte dabei auch die Narbe seines gebrochenen Schlüsselbeins. An der Entscheidung seines Teams ändert das nichts: Pogačar wird 2026 definitiv kein Rennen mehr bestreiten.

UAE Team Emirates-XRG stellte dies nochmals ausdrücklich klar, nachdem Pogačars Name zwischenzeitlich auf einer provisorischen slowenischen Liste für die Europameisterschaften aufgetaucht war. Ein Comeback ist nicht vorgesehen. Der 27-Jährige soll sich vollständig von seiner Gehirnerschütterung, dem stabilen Bruch des siebten Halswirbels und dem offenen Bruch des linken Schlüsselbeins erholen.

Damit geht eine aussergewöhnliche Saison vorzeitig zu Ende. Pogačar sammelte 2026 insgesamt 16 Siege und gewann unter anderem Mailand–Sanremo, die Flandern-Rundfahrt, Lüttich–Bastogne–Lüttich sowie erneut die Tour de France. Bereits vor wenigen Tagen hatten wir über Pogačars erste kontrollierte Einheiten auf der Rolle und das geplante Comeback 2027 berichtet. Nun folgte der nächste Schritt zurück auf die Strasse.

Erste Ausfahrt nach der Operation

Pogačar veröffentlichte Bilder seiner ersten Ausfahrt nach dem Unfall. Dabei war die Operationsnarbe am linken Schlüsselbein deutlich zu sehen.

Seit dem Eingriff waren zu diesem Zeitpunkt knapp vier Wochen vergangen. Die Rückkehr auf das Rad ist deshalb ein positives Zeichen, bedeutet aber noch lange keine Rennfreigabe.

Die medizinische Abteilung des UAE Teams hatte bereits Anfang September betont, dass insbesondere die Kombination der Verletzungen grosse Vorsicht erfordert.

Neben dem komplizierten Schlüsselbeinbruch erlitt Pogačar beim Sturz eine Gehirnerschütterung sowie einen stabilen Bruch des siebten Halswirbels.

Verwirrung um die Europameisterschaften

Kurzzeitig waren Spekulationen über eine überraschend schnelle Rückkehr aufgekommen.

Pogačars Name erschien auf einer vorläufigen slowenischen Meldeliste für die Strassen-Europameisterschaften Anfang Oktober. Sein Team beseitigte die Zweifel jedoch umgehend.

Die Meldung sei nicht aktuell. Pogačar werde 2026 definitiv keine Rennen mehr fahren.

Damit verpasst der Slowene neben der Weltmeisterschaft auch die Europameisterschaften und Il Lombardia, wo er zu den grossen Favoriten gehört hätte.

Sturz beendete Vuelta als Gesamtführender

Die Saison Pogačars endete am 29. August abrupt.

Auf der achten Etappe der Vuelta a España stürzte der damalige Gesamtführende rund 32 Kilometer vor dem Ziel schwer. Die anschliessenden Untersuchungen ergaben die drei Verletzungen, die nun seine längere Rehabilitation bestimmen.

Zwei Tage später wurde Pogačar in Barcelona am linken Schlüsselbein operiert. Anschliessend kehrte er nach Hause zurück und begann zunächst mit kontrollierten Einheiten auf der Rolle.

Dass er nun bereits wieder draussen fahren kann, zeigt einen positiven Genesungsverlauf. Sein Team will daraus jedoch keinen Zeitdruck ableiten.

16 Siege trotz vorzeitigem Saisonende

Sportlich bleibt 2026 trotz des bitteren Endes ein herausragendes Jahr.

Pogačar gewann 16 Rennen. Besonders eindrücklich war seine Erfolgsserie bei den grossen Klassikern: Mailand–Sanremo, die Flandern-Rundfahrt und Lüttich–Bastogne–Lüttich gingen an den Slowenen.

Auch die Tour de France entschied er erneut für sich. Erst der schwere Vuelta-Sturz verhinderte weitere Saisonhöhepunkte.

Gleichzeitig hat UAE Team Emirates-XRG langfristig Planungssicherheit geschaffen. Pogačars Vertrag wurde bis Ende 2032 verlängert.

🚴 POGAČARS COMEBACK-FAHRPLAN

  • Pogačar fährt inzwischen wieder erste kontrollierte Einheiten im Freien.
  • 2026 wird er laut UAE Team Emirates-XRG definitiv kein Rennen mehr bestreiten.
  • Die Rehabilitation betrifft einen Schlüsselbeinbruch, einen stabilen C7-Bruch und eine Gehirnerschütterung.
  • Der nächste Renneinsatz ist erst für die Saison 2027 vorgesehen.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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