Schock für Fribourg: Nathan Marchon fällt bis zu acht Wochen aus
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Freiburg Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Schwerer Rückschlag für Fribourg-Gottéron: Nathan Marchon hat sich beim Heimspiel gegen den EHC Biel das Handgelenk gebrochen. Der 29-jährige Schweizer Stürmer fällt voraussichtlich sechs bis acht Wochen aus. Damit verliert der amtierende Meister einen seiner kampfstärksten Angreifer mitten in einer intensiven Meisterschaftsphase.
Marchon verletzte sich am Freitag, 23. Oktober 2026, bereits nach rund vier Spielminuten. Nach einem Zweikampf mit Jérémie Bärtschi prallte er heftig gegen die Bande und musste die Partie vorzeitig beenden. Weitere Untersuchungen ergaben einen Handgelenkbruch. Der Angreifer muss einen Gips tragen und fällt längere Zeit aus.
Für Trainer Roger Rönnberg verschärft sich damit die personelle Situation. Auch Samuel Walser steht weiterhin nicht zur Verfügung, während sich bei Jonas Taibel eine baldige Rückkehr abzeichnet. Nach der 0:2-Niederlage in Lausanne warten auf die Freiburger innerhalb von vier Tagen die nächsten drei Meisterschaftsspiele gegen Davos, Langnau und Genève-Servette.
Heftiger Aufprall nach nur vier Minuten
Der verhängnisvolle Zwischenfall ereignete sich beim 6:3-Heimsieg gegen den EHC Biel.
Marchon befand sich in einer offensiven Aktion, als er im Zweikampf mit Jérémie Bärtschi zu Fall kam und gegen die Bande prallte.
Der Freiburger blieb nicht auf dem Eis, sondern begab sich unmittelbar in die Garderobe. Bereits nach gut vier Minuten war seine Partie beendet.
Die Untersuchungen brachten nun Gewissheit: Marchon hat sich das Handgelenk gebrochen und muss mehrere Wochen pausieren.
Marchon fehlt mit seiner Energie und Präsenz
Der 29-Jährige gehört seit Jahren zum festen Bestandteil des Freiburger Angriffskaders.
Seine Stärken liegen im aggressiven Forechecking, in Zweikämpfen und im konsequenten Einsatz an der Bande. Gleichzeitig kann er auch offensiv Akzente setzen.
In der vergangenen Qualifikation erzielte Marchon in 48 Spielen neun Tore und sechs Assists.
Die laufende Meisterschaft begann ebenfalls ordentlich. Nach 14 National-League-Einsätzen stehen vier Treffer und eine Vorlage zu Buche.
Besonders für die Tiefe des Schweizer Stürmerkaders bedeutet sein Ausfall einen empfindlichen Verlust.
Auch Walser fehlt – Taibel vor Rückkehr
Die Verletzung trifft Gottéron in einer Phase, in der weitere Angreifer nicht vollständig einsatzfähig sind.
Samuel Walser leidet noch an den Folgen eines Pucktreffers, den er vor rund zwei Wochen mit dem Schlittschuh abgewehrt hatte.
Seine Rückkehr wird erst nach der bevorstehenden Nationalmannschaftspause erwartet.
Bei Jonas Taibel entwickelt sich die Situation dagegen erfreulicher. Eine Wiedereingliederung in die Mannschaft ist bereits für die kommende Woche vorgesehen.
Damit könnte Rönnberg zumindest auf einer Position bald wieder mehr Alternativen erhalten.
Rönnberg muss seine Formationen verändern
Fribourg verfügt mit Christoph Bertschy, Sandro Schmid, Marcus Sörensen und Anthony Richard über erfahrene Offensivkräfte.
Marchons Rolle lässt sich dennoch nicht ohne Weiteres ersetzen. Seine Intensität bei der Scheibenjagd und seine Bereitschaft zu körperlichen Duellen gehören zu den wichtigen Elementen des Freiburger Spiels.
Für den Trainer wird entscheidend sein, die zusätzliche Belastung auf mehrere Schultern zu verteilen.
Auch jüngere Angreifer könnten dadurch mehr Verantwortung erhalten.
Drei Spiele innerhalb von vier Tagen
Sportlich bleibt kaum Zeit, die neue Situation zu verarbeiten.
Am Dienstag, 27. Oktober, empfängt Fribourg den HC Davos in der BCF Arena. Bereits am Mittwoch folgt das Auswärtsspiel bei den SCL Tigers.
Am Freitag, 30. Oktober, steht das nächste Heimspiel gegen Genève-Servette auf dem Programm.
Nach dem deutlichen Erfolg gegen Biel verloren die Freiburger am Samstag auswärts gegen Lausanne mit 0:2.
Mit 24 Punkten aus 15 Meisterschaftsspielen liegt Gottéron auf dem fünften Tabellenplatz.
Der langfristige Ausfall Marchons erhöht den Druck auf die verbleibenden Schweizer Angreifer. Gerade während dieser intensiven Phase muss Fribourg beweisen, dass die Mannschaft ihre personellen Rückschläge auffangen kann.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert