Schweiz verspielt Führung gegen Schweden – zweite Niederlage in Helsinki
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Europa Magazine nachrichtenticker.ch Nationalmannschaft News Orte Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft muss bei den NOCCO Hockey Games in Helsinki die zweite Niederlage hinnehmen. Das Team von Jan Cadieux verliert gegen Schweden mit 2:4 (0:1, 2:1, 0:2), obwohl es im Mitteldrittel zwischenzeitlich mit 2:1 führt. Dominik Egli und Denis Malgin treffen für die Schweiz, die nach zwei Spielen weiterhin ohne Punkte bleibt.
Schweden geht durch Victor Stjernborg in der elften Minute in Führung. Die Schweiz dreht die Begegnung nach der ersten Pause innerhalb von fünf Minuten: Egli trifft im Powerplay zum Ausgleich, Malgin bringt die Nati nach einer Kombination mit Sven Andrighetto sogar in Unterzahl in Führung. Adam Ollas-Mattsson gleicht noch vor der zweiten Pause aus, ehe Filip Eriksson und Jacob Larsson den schwedischen Sieg im Schlussdrittel sichern.
Nach dem 1:3 gegen Weltmeister Finnland verliert die Schweizer Auswahl damit auch ihre zweite Partie der Euro Hockey Tour 2026/27. Für Cadieux bleibt neben dem Resultat die Entwicklung seines teilweise neu zusammengestellten Teams entscheidend. Nach den personellen Änderungen im Nationalteam erhalten mehrere junge Spieler wichtige internationale Einsatzmöglichkeiten.
Schweden beginnt druckvoll – Waeber stark gefordert
Die Schweden übernehmen in Helsinki von Beginn weg die Initiative. Mit aggressivem Forechecking setzen sie die Schweizer Verteidigung unter Druck und erzwingen zahlreiche Scheibenverluste.
In der achten Minute besitzt Ken Jäger nach einem Puckgewinn eine gute Möglichkeit, scheitert jedoch an Torhüter Arvid Holm. Wenig später macht es Schweden besser: Victor Stjernborg nutzt eine Unachtsamkeit in der Schweizer Defensive und bezwingt Ludovic Waeber zwischen den Schonern.
Die Mannschaft von Cadieux benötigt einige Minuten, um sich an das schwedische Tempo anzupassen. Gegen Ende des Startdrittels gelingt es zunehmend, eigene Angriffe aufzubauen. Miles Müller setzt einen Backhandschuss knapp über das Tor.
Egli und Malgin drehen die Partie
Nach der ersten Pause zeigt die Schweiz ihre beste Phase. In der 22. Minute nutzt Dominik Egli eine Überzahlsituation zum Ausgleich. Der Verteidiger trifft mit einem wuchtigen Distanzschuss, vorbereitet von Valentin Nussbaumer und Grégory Hofmann.
Nur fünf Minuten später folgt die schönste Schweizer Kombination des Nachmittags. Nach einer Bankstrafe spielt die Nati in Unterzahl. Sven Andrighetto erobert gemeinsam mit seinem ZSC-Teamkollegen Denis Malgin die Initiative und bedient diesen mit einem präzisen Querpass. Malgin vollendet zum 2:1.
Die Führung hält allerdings nur rund zehn Minuten. Schweden erhöht erneut den Druck und gleicht in der 37. Minute durch Adam Ollas-Mattsson aus. Sein abgelenkter Abschluss lässt Waeber keine Abwehrmöglichkeit.
Pfostenschuss und verpasste Ausgleichschancen
Auch im Schlussdrittel bleibt die Schweiz gefährlich. In der 44. Minute trifft Andrighetto mit einem präzisen Schuss nur das Torgehäuse. Es ist eine der entscheidenden Szenen der Begegnung.
Drei Minuten später bringt Filip Eriksson die Schweden wieder in Führung. Der Stürmer lenkt die Scheibe am zweiten Pfosten mit dem Schlittschuh über die Torlinie.
Die Schweizer reagieren mit mehreren Angriffen. Andrighetto und Sven Jung kommen zu einer Doppelchance, später scheitert auch Hofmann an Holm.
Als Ken Jäger kurz vor Schluss auf die Strafbank muss, nutzt Schweden die Überzahl. Jacob Larsson trifft in der 57. Minute zum 4:2-Endstand.
Cadieux setzt weiterhin auf junge Spieler
Im Vergleich zum Auftakt gegen Finnland nimmt der Schweizer Nationaltrainer vier Änderungen vor. Sven Jung, Ken Jäger, Tino Kessler und Jan Schwendeler rücken ins Team. Für den 22-jährigen Schwendeler ist es das erste Spiel in der A-Nationalmannschaft.
Christoph Bertschy, Lukas Frick, Philipp Kurashev und Christian Marti stehen dagegen nicht im Aufgebot für die Partie.
Trotz der Niederlage sammelt die neu zusammengesetzte Mannschaft wichtige Erfahrungen. Gerade gegen international starke Gegner zeigen sich die Anforderungen an Scheibensicherheit, defensive Abstimmung und Konstanz.
Am Sonntag trifft die Schweiz zum Abschluss in Helsinki auf Tschechien. Ein Sieg würde zumindest einen versöhnlichen Schlusspunkt unter die erste Turnierstation der Saison setzen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert