Schweizerinnen verlieren auch gegen Finnland klar mit 1:4

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel beim Turnier der Women’s Euro Hockey Tour in Lahti verloren. Zwei Tage nach dem 0:5 gegen Schweden unterlag das Team von Head Coach Shannon Miller Gastgeber Finnland mit 1:4. Nicole Vallario erzielte den einzigen Schweizer Treffer.

Die Schweiz erwischte erneut einen denkbar schlechten Start. Bereits nach 31 Sekunden ging Finnland mit 1:0 in Führung. Die Reaktion folgte allerdings schnell: In der 6. Minute traf Vallario mit einem präzisen Handgelenkschuss zum 1:1. Auch der Beginn des zweiten Drittels missriet den Schweizerinnen – nur 14 Sekunden nach Wiederbeginn stellte Finnland auf 2:1.

Damit konnte die Schweiz die deutliche 0:5-Auftaktniederlage gegen Schweden nicht mit einer Reaktion im Resultat beantworten. Die Ausgangslage ist vor dem letzten Turnierspiel klar: Am Samstag um 13.00 Uhr trifft die Nati in Lahti auf Tschechien und erhält dort die letzte Chance auf einen Erfolg bei diesem Zusammenzug.

Früher Gegentreffer bringt die Schweiz sofort unter Druck

Wie bereits gegen Schweden musste die Schweiz früh einem Rückstand hinterherlaufen.

Finnland benötigte lediglich 31 Sekunden für den ersten Treffer der Partie. Für eine Mannschaft, die nach dem 0:5 vom Mittwoch unbedingt Stabilität finden wollte, war das der denkbar ungünstigste Beginn.

Diesmal liess sich die Schweiz davon zunächst aber nicht aus dem Konzept bringen.

Vallario übernahm Verantwortung und erzielte in der 6. Minute mit einem präzisen Handgelenkschuss den Ausgleich.

Damit gelang den Schweizerinnen gleichzeitig das erste Tor des Turniers in Lahti.

Auch das zweite Drittel beginnt denkbar schlecht

Nach dem 1:1 ging es für die Schweiz darum, den Schwung mitzunehmen.

Stattdessen schlug Finnland unmittelbar nach der Pause erneut zu.

Nach exakt 20:14 Minuten stand es 2:1 für die Gastgeberinnen.

Damit kassierte die Schweiz in beiden ersten Dritteln praktisch unmittelbar nach dem Bully einen Gegentreffer.

Finnland nutzte die daraus entstehende Ausgangslage anschliessend konsequent und baute seinen Vorsprung im weiteren Spielverlauf auf 4:1 aus.

Die Schweizerinnen fanden dagegen keinen zweiten Weg an der finnischen Defensive vorbei.

Zweite klare Niederlage innerhalb von drei Tagen

Das Resultat reiht sich in einen schwierigen Start in das Turnier ein.

Am Mittwoch hatte die Schweiz gegen Schweden mit 0:5 verloren. Damals hielt die Mannschaft im ersten Drittel noch ein 0:0, brach danach aber im Mittelabschnitt ein.

Gegen Finnland gelang zwar erstmals ein eigener Treffer, defensiv blieb die Mannschaft jedoch erneut zu anfällig.

Damit stehen nach zwei Partien neun Gegentore einem einzigen eigenen Treffer gegenüber.

Gerade mit Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft liefert der Zusammenzug damit wertvolle, wenn auch unangenehme Erkenntnisse.

Im August hatte die Schweiz Finnland noch geschlagen

Die Niederlage zeigt auch, wie schnell sich Kräfteverhältnisse im internationalen Frauen-Eishockey verschieben können.

Beim ersten Turnier der Women’s Euro Hockey Tour im August in Kloten hatte die Schweiz Finnland noch 4:3 bezwungen.

Damals gelangen auch ein 4:2 gegen Schweden und eine knappe 1:2-Niederlage gegen Tschechien.

In Lahti ist die Bilanz bisher deutlich schwächer.

Die Schweizerinnen reisen allerdings mit mehreren personellen Veränderungen durch dieses Turnier. Annic Büchi, Alina Marti, Jade Surdez und Luisa Waser stehen nicht zur Verfügung.

Jetzt wartet Tschechien

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht.

Bereits am Samstag um 13.00 Uhr Schweizer Zeit steht das letzte Turnierspiel gegen Tschechien an.

Der Gegner liegt in der aktuellen IIHF-Weltrangliste auf Rang drei und damit unmittelbar vor der Schweiz.

Für Millers Mannschaft geht es deshalb nochmals um einen hochwertigen Test gegen eines der besten europäischen Teams.

Vor allem die Starts in die Drittel dürften dabei ein zentrales Thema sein.

Zwei frühe Gegentore gegen Finnland haben gezeigt, wie schnell sich die Schweiz auf diesem Niveau selbst in Schwierigkeiten bringen kann.

🏒 DIE SCHWEIZ IN LAHTI

  • Schweden – Schweiz 5:0.
  • Finnland – Schweiz 4:1; Nicole Vallario erzielte das einzige Schweizer Tor.
  • Nach zwei Partien steht die Schweiz bei einem Tor und neun Gegentreffern.
  • Samstag, 13.00 Uhr: Schweiz – Tschechien zum Turnierabschluss.
📊IIHF-WELTRANGLISTE FRAUEN
Aktuellster offiziell veröffentlichter IIHF-Stand vom 3. Juni 2026.
Rang / Nation Punkte
1. USA 5’460
2. Kanada 5’400
3. Tschechien 5’125
4. Schweiz 5’100
5. Finnland 5’090
6. Schweden 4’980

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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