Vacherot schlägt Fritz und steht erstmals im Basel-Final
von belmedia Redaktion Allgemein ATP Tour Basel-Stadt Herren Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Resultate Schweiz Schweiz Schweizer Tennis Sport sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Valentin Vacherot setzt seinen Erfolgslauf an den Swiss Indoors Basel fort. Der 27-jährige Monegasse bezwingt am Samstag, 31. Oktober 2026, den favorisierten Amerikaner Taylor Fritz mit 7:6 (7:5), 6:3 und erreicht erstmals den Final des ATP-500-Turniers. Nach seinem sensationellen Triumph in Schanghai 2025 steht Vacherot zum zweiten Mal in seiner Karriere in einem ATP-Endspiel.
In der St. Jakobshalle beweist die Weltnummer 31 erneut ihre Stärke in entscheidenden Momenten. Im Tiebreak des ersten Satzes dreht Vacherot einen 3:5-Rückstand, ehe ihm im zweiten Durchgang das entscheidende Break zum 5:3 gelingt. Nach 1 Stunde und 26 Minuten verwandelt er seinen dritten Matchball.
Am Sonntag, 1. November, spielt Vacherot ab 15.30 Uhr um den Titel. Sein Gegner wird im zweiten Halbfinal zwischen dem Tschechen Jiří Lehečka und dem Deutschen Jan-Lennard Struff ermittelt. Für das Basler Publikum bietet sich damit ein weiteres hochklassiges Endspiel.
Vacherot dreht einen schwierigen Tiebreak
Der Halbfinal beginnt für den Monegassen vielversprechend. Gleich im ersten Aufschlagspiel von Fritz gelingt ihm ein Break. Der Amerikaner findet allerdings zurück und verhindert, dass Vacherot seinen frühen Vorteil zum Satzgewinn nutzen kann.
Die Entscheidung fällt im Tiebreak. Dort sieht Fritz beim Stand von 5:3 wie der mögliche Sieger aus. Doch Vacherot bleibt ruhig, gewinnt vier Punkte hintereinander und sichert sich den ersten Durchgang mit 7:5 in der Kurzentscheidung.
Gerade diese Reaktion macht den Unterschied. Vacherot lässt sich von einem Rückstand nicht aus seinem Konzept bringen und spielt die entscheidenden Punkte mit der notwendigen Konsequenz.
Ein Break reicht im zweiten Satz
Nach dem gewonnenen Auftaktsatz entwickelt sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Beide Spieler halten ihre Aufschlagspiele und versuchen, mit druckvollen Grundschlägen die Kontrolle zu übernehmen.
Beim Stand von 4:3 für Vacherot kommt die entscheidende Gelegenheit. Der Monegasse nimmt Fritz den Aufschlag ab und erhöht auf 5:3.
Anschliessend serviert er zum Matchgewinn. Fritz versucht nochmals gegenzuhalten, doch Vacherot nutzt seinen dritten Matchball.
Nach lediglich 86 Minuten steht fest: Der Amerikaner, der als Nummer sechs der Setzliste gestartet war, scheidet aus. Für Vacherot bedeutet der Erfolg den grössten Schritt seiner bisherigen Basler Turnierwoche.
Revanche für die Niederlage von 2025
Besonders bemerkenswert ist die Vorgeschichte dieses Duells. Bereits im vergangenen Jahr standen sich Fritz und Vacherot in der St. Jakobshalle gegenüber.
Damals erhielt der Monegasse kurzfristig eine Wildcard und musste sich dem Amerikaner nach einem langen Dreisatzmatch mit 6:4, 6:7 und 5:7 geschlagen geben.
Ein Jahr später gelingt ihm die Revanche. Diesmal entscheidet Vacherot gerade jene engen Situationen zu seinen Gunsten, die bei solchen Begegnungen oft über Sieg und Niederlage bestimmen.
Die Entwicklung zeigt sich auch im Weltranking: Vacherot steht inzwischen auf Rang 31, Fritz auf Position 13.
Vier Siege auf dem Weg in den Final
Der Monegasse hat sich seinen Finalplatz gegen anspruchsvolle Gegner erarbeitet.
Zum Auftakt bezwingt er Mariano Navone mit 6:3, 7:6. Im Achtelfinal folgt ein besonders umkämpfter Erfolg gegen den Spanier Rafael Jódar.
Vacherot gewinnt mit 7:6, 2:6, 7:6. Dabei beweist er bereits jene Nervenstärke, die später auch gegen Fritz entscheidend wird. Besonders im dritten Satz übersteht er schwierige Situationen und setzt sich schliesslich im Tiebreak durch.
Im Viertelfinal wartet Holger Rune. Gegen den Dänen gewinnt Vacherot mit 6:3, 3:6, 6:3 und wehrt dabei neun von zehn Breakbällen ab.
Der dramatische Dreisatzsieg gegen Rafael Jódar war somit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu seinem ersten Basler Endspiel.
Schanghai als Ausgangspunkt des Aufstiegs
Vacherot hatte im vergangenen Jahr beim Masters-1000-Turnier in Schanghai Tennisgeschichte geschrieben.
Als Qualifikant kämpfte er sich durch neun Begegnungen bis zum Titel und sorgte damit für eine der grössten Überraschungen der ATP-Saison 2025.
Seither musste er allerdings auf einen weiteren Finaleinzug warten. In Basel gelingt ihm nun die Bestätigung, dass er auch ausserhalb jenes aussergewöhnlichen Turniers auf hohem Niveau erfolgreich sein kann.
Besonders seine Leistungen gegen Jódar, Rune und Fritz zeigen, dass der Monegasse auf unterschiedliche Spielsituationen passende Antworten findet.
Basel erwartet einen spannenden Final
Am Sonntag kann Vacherot seine bisherige Turnierwoche mit dem Titel krönen.
Sein Gegner wird im zweiten Halbfinal ermittelt. Jiří Lehečka hatte zuvor unter anderem Stan Wawrinka und Jérôme Kym bezwungen. Jan-Lennard Struff sorgte mit seinem Erfolg gegen Novak Djokovic für eine der grossen Überraschungen des Turniers.
Für die Schweizer Zuschauer ist das Endspiel auch deshalb interessant, weil in Basel bereits mehrere prominente Spieler ausgeschieden sind und ein neuer Turniersieger feststeht.
Vacherot hat sich mit vier Erfolgen für den Final qualifiziert. Nun fehlt ihm noch ein Sieg zum zweiten ATP-Titel seiner Karriere.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert