Vesey schiesst Genf 14 Sekunden vor Schluss zum Sieg gegen Biel

Genève-Servette gewinnt ein dramatisches National-League-Spiel gegen den EHC Biel mit 3:2 (2:1, 0:0, 1:1). Jimmy Vesey erzielt am Samstag, 31. Oktober 2026, nur 14 Sekunden vor der Schlusssirene den entscheidenden Treffer. Besonders bitter für die Seeländer: Dominic Zwerger hatte erst 68 Sekunden zuvor den späten Ausgleich erzielt. Die Genfer feiern damit trotz zehn verletzter Spieler den dritten Sieg innerhalb einer Woche.

Vor 5’881 Zuschauern in Les Vernets bringen Nicolas Müller und Simas Ignatavicius die Gastgeber bereits im ersten Drittel mit 2:0 in Führung. Lias Andersson verkürzt kurz vor der Pause. Anschliessend verteidigt Genève-Servette seinen knappen Vorsprung lange erfolgreich, ehe das Spiel in den letzten 82 Sekunden eine dramatische Wendung nimmt.

Für die Mannschaft von Sam Hallam ist der Erfolg besonders wertvoll. Mit acht von neun möglichen Punkten aus den letzten drei Begegnungen verbessert sich Genève-Servette auf 32 Zähler aus 19 Spielen und erreicht den dritten Tabellenplatz. Biel bleibt trotz 37 Torschüssen bei 23 Punkten stehen.

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Das Wichtigste auf einen Blick
Schlussresultat: Genève-Servette – EHC Biel 3:2 (2:1, 0:0, 1:1).
Genfer Tore: Nicolas Müller (10.), Simas Ignatavicius (13.), Jimmy Vesey (60.).
Bieler Tore: Lias Andersson (20.) und Dominic Zwerger (59.).
Entscheidung: Vesey trifft bei 59:46 Minuten zum 3:2.
Torschüsse: Genève-Servette 29, Biel 37.
Was das bedeutet
Genf beendet die intensive Woche mit drei Siegen und 32 Punkten. Die Nationalmannschaftspause bietet dem verletzungsgeplagten Team Gelegenheit zur Erholung. Biel verpasst dagegen einen wichtigen Punkt im Kampf um die Play-in-Plätze.

Müller und Ignatavicius sorgen für einen Traumstart

Genève-Servette beginnt entschlossen. In der zehnten Minute bringt Nicolas Müller die Gastgeber nach Vorarbeit von Mika Henauer und Jesse Puljujärvi mit 1:0 in Führung.

Nur 3:29 Minuten später erhöht Simas Ignatavicius auf 2:0. Puljujärvi liefert seinen zweiten Assist, Simon Le Coultre erhält ebenfalls einen Skorerpunkt.

Die frühe Führung ist für Genf besonders wichtig. Trainer Sam Hallam muss weiterhin auf zehn verletzte Spieler verzichten und seine Mannschaft entsprechend umstellen.

Biel findet allerdings noch vor der ersten Pause zurück in die Begegnung.

Andersson verkürzt kurz vor der Pause

Bei 19:18 Minuten erzielt Lias Andersson den Anschlusstreffer zum 1:2. Toni Rajala und Noah Stampfli bereiten das Tor vor.

Der späte Treffer im Startdrittel verändert die Ausgangslage. Aus einer komfortablen Genfer Führung wird wieder eine offene Begegnung.

Im Mitteldrittel entwickelt sich ein intensiver Kampf. Biel sucht den Ausgleich, während Servette versucht, das Tempo der Gäste zu kontrollieren.

Stéphane Charlin erhält im Genfer Tor zunehmend Arbeit. Auch Biels Viktor Östlund verhindert mit wichtigen Paraden eine höhere Führung der Gastgeber.

Das zweite Drittel endet torlos.

Biel erhöht im Schlussabschnitt den Druck

Im letzten Drittel drängen die Seeländer stärker auf den Ausgleich.

Charlin und seine Vorderleute müssen mehrere gefährliche Situationen überstehen. Die Genfer verteidigen mit grossem Einsatz, geraten aber zunehmend unter Druck.

Die Statistik verdeutlicht die offensive Initiative der Gäste: Biel beendet die Partie mit 37 Torschüssen, Genf kommt auf 29 Abschlüsse.

Trotz der zunehmenden Bieler Überlegenheit scheint der knappe Vorsprung lange zu reichen.

Doch in der 59. Minute gelingt den Gästen die späte Wende.

Zwerger trifft 82 Sekunden vor Schluss

Bei 58:38 Minuten erzielt Dominic Zwerger das 2:2. Cédric Aeschbach und Victor Söderström bereiten den Treffer vor.

Für Biel scheint damit zumindest ein Auswärtspunkt gesichert. Nach der langen Aufholjagd hätten sich die Seeländer die Verlängerung erarbeitet.

Doch Genève-Servette gibt sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden.

Hallam stellt seine Offensive nochmals um. Jimmy Vesey übernimmt in einer Angriffsformation den Platz von Ignatavicius neben Müller und Puljujärvi.

Diese Entscheidung erweist sich als entscheidend.

Vesey lässt Les Vernets explodieren

Bei 59:46 Minuten schlägt der amerikanische Stürmer zu.

Jimmy Vesey erzielt das 3:2 und bringt die Genfer nur 14 Sekunden vor der Schlusssirene erneut in Führung.

Die Zuschauer in Les Vernets feiern einen kaum mehr erwarteten Siegtreffer.

Für Biel ist die Situation besonders bitter. Gerade einmal 68 Sekunden liegen zwischen Zwergers Ausgleich und Veseys Entscheidung.

Die Gäste können auf diesen Rückschlag nicht mehr reagieren. Genève-Servette bringt die letzten Sekunden über die Zeit und sichert sich sämtliche drei Punkte.

Dritter Genfer Sieg trotz zehn Ausfällen

Der späte Erfolg passt zu einer bemerkenswerten Woche der Mannschaft von Sam Hallam.

Am Dienstag setzte sich Genève-Servette bei den SCRJ Lakers mit 2:1 nach Verlängerung durch.

Am Freitag folgte ein 1:0-Auswärtssieg gegen Fribourg-Gottéron. Johnny Kneubuehler erzielte damals das einzige Tor, während Charlin mit einem Shutout überzeugte.

Gegen Biel gelingt nun der dritte Erfolg innerhalb von fünf Tagen.

Die acht gewonnenen Punkte sind angesichts der zehn verletzten Spieler besonders bemerkenswert. Genf steht nach 19 Meisterschaftsspielen bei 32 Punkten und bleibt in der Spitzengruppe.

Biel muss einen bitteren Rückschlag verarbeiten

Für die Seeländer endet ein intensives Wochenende mit einer Enttäuschung.

Am Freitag hatte Biel gegen Kloten noch mit 4:2 gewonnen. Gegen Genf gelingt nach einem frühen Zweitorerückstand eine starke Aufholjagd, die jedoch unbelohnt bleibt.

Am Ende steht die elfte Niederlage im 18. Meisterschaftsspiel. Die Mannschaft von Christian Dubé bleibt bei 23 Punkten.

Nach der Nationalmannschaftspause empfängt Biel am 12. November die ZSC Lions.

Genève-Servette bestreitet bereits am 11. November sein nächstes Pflichtspiel. Dann treffen die Genfer im Achtelfinal der Champions Hockey League erneut auf Fribourg-Gottéron.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Gesamttabelle
31. Oktober 2026 | Nach allen sechs Samstagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 18 +37 47
2. HC Ambri-Piotta 18 +4 33
3. Genève-Servette HC 19 −6 32
4. SCL Tigers 19 +10 29
5. EV Zug 13 +22 28
6. SC Bern 17 −1 28
7. Fribourg-Gottéron 18 +13 27
8. Lausanne HC 20 −10 26
9. HC Ajoie 19 −6 25
10. HC Davos 19 −10 24
11. EHC Biel-Bienne 18 −3 23
12. HC Lugano 18 −6 22
13. SCRJ Lakers 19 −19 19
14. EHC Kloten 19 −25 18

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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